Erste Doppelpromotion mit der Bergbau-Universität St. Petersburg

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Heute wurde die erste Doppelpromotion zwischen der Technischen Universität Bergakademie Freiberg und der Bergbau-Universität St. Petersburg in den Ingenieurwissenschaften erfolgreich abgeschlossen.

Der Promotionsstudent der St. Petersburger Partneruniversität, Alexey Alekseenko, hat sein Thema zur Bewertung und Minderung des Einflusses des Bergbaus auf die Stadt Novorossysk an beiden Universitäten unter Betreuung von Prof. Maria Paskevich und Prof. Carsten Drebenstedt bearbeitet.

Die russische Hafenstadt Novorossysk liegt am Schwarzen Meer an den westlichen Ausläufern des Kaukasusgebirges. Im Rahmen eines Lomonossow-Stipendiums des Deutschen Akademischen Auslandsdienstes (DAAD) forschte Alexey Alekseenko 2016/2017 sechs Monate lang in Freiberg. Dabei ging es um die komplexen Zusammenhänge der Beeinflussung von Boden, Wasser, Luft und Vegetation durch Abraumkippen der Zementindustrie sowie um die Gefahren von Erosion und Schlammlawinen für die benachbarte Stadt mit ca. 300.000 Einwohnern. Alexey Alekseenko erarbeitete technisch-wirtschaftliche Maßnahmen zur Abwehr von Gefahren und zur Minderung der Umweltauswirkungen.

„Mit dem Instrument der Doppelpromotion entwickeln wir die traditionsreiche Zusammenarbeit zwischen den beiden ältesten Montan-Universitäten der Welt in  Wissenschaft und Ausbildung konsequent weiter und geben jungen Forschern die Möglichkeit, sich bereits früh der Globalisierung zu stellen und deren Vorteile, u.a. durch Wissensaustausch, zu erfahren“, ordnet Projektkoordinator Prof. Drebenstedt die gemeinsame Arbeit ein.

Die Bergbau-Universität St. Petersburg wurde 1773 gegründet, acht Jahre nach der Freiberger Universität. Beide Universitäten arbeiten seitdem eng zusammen, es handelt sich derzeit um eine der wichtigsten Partnerschaften der TU Bergakademie. Das mit Hilfe der russischen Partner-Universität in Freiberg errichtete Lomonossow-Haus als Kultur- und Kommunikationszentrum, die Initiierung des Deutsch-Russischen-Rohstoffforums als bedeutende nicht-staatliche Plattform oder der rege Austausch großer Gruppen von Studierenden und Wissenschaftler bei jährlichen Konferenzen sind nur einige markante Beispiele dieser Kooperation.

Russischer Artikel: https://forpost-sz.ru/a/2018-12-11/rossijskij-i-nemeckij-vuzy-ukreplyayut-sotrudnichestvo

Ansprechpartner: 
Prof. Carsten Drebenstedt, Tel. 03731 39-3373