Erste chinesische Studentin für Doppelabschluss

Lijia Wu ist die erste Studentin an der TU Bergakademie Freiberg, die das chinesisch-deutsche Doppelabschluss-Programm nutzt. Die 24jährige erwirbt nach ihrem erfolgreichen Studium der Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie einen Abschluss an der Wuhan University of Science and Technology und der TU Bergakademie Freiberg.
Besonders im Bereich Eisen- und Stahltechnologie genießt der Ausbildungsstandort Deutschland in China einen hervorragenden Ruf. Dies hat Lidia Wu bewogen, sich an dem harten Auswahlverfahren für ein entsprechendes Auslandsstipendium zu versuchen. Acht Monate belegte sie dafür in Wuhan einen Intensiv-Deutschkurs. Als Klavierspielerin schätzt sie außerdem die deutschen Komponisten Beethoven, Bach und Schumann.

Die Möglichkeit, zugleich in China und in Deutschland einen Hochschulabschluss zu erwerben, verdankt Lijia Wu einer Hochschulkooperation, die von den Professoren Piotr Scheller vom Institut für Eisen- und Stahltechnologie und Christos Aneziris vom Institut für Keramik, Glas- und Baustofftechnik vorangetrieben wird.

Eine Delegation der TU Bergakademie Freiberg bereiste zuletzt im Oktober 2009 das Reich der Mitte. Dessen Regierung investiert derzeit verstärkt in Auslandsstipendien für seine begabtesten Studierenden. In Peking, Wuhan und Shanghai war die TU Bergakademie Freiberg auf Bildungsmessen präsent. Katja Polanski, Leiterin des Internationalen Universitätszentrums der TU Bergakademie Freiberg, berichtet, dass ein großer Teil derer, die sich für ein Studium in Deutschland interessieren, dies mit dem "ausgezeichneten akademischen Ruf des deutschen Hochschulwesens" begründen. Weitere Gründe sind die internationale Anerkennung, die hohe Qualität der deutschen Hochschulbildung und die geringen oder fehlenden Studiengebühren. Im Wintersemester 2009/10 studieren an der TU Bergakademie Freiberg 49 Chinesen.

Foto von Torsten Mayer: Prof. Piotr Roman Scheller (l.) vom Institut für Eisen- und Stahltechnologie begrüßte die 24jährige Lijia Wu (m.) im Dezember 2009 an ihrem neuen Studienort in Deutschland. Dr. Olena Volkova (r.) glich die Ausbildungsprogramme einander an und schuf damit die Voraussetzung für den chinesisch-deutschen Doppelabschluss.

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Olena Volkova