Ehrensenatorwürde der TU Bergakademie Freiberg für Prof. Dr. Georg Unland

Prof. Dr. Georg Unland bei der Verleihung der Ehrensenatorwürde.
Mit der Ehrensenatorwürde würdigt die Universität die Verdienste des emeritierten Professors als Hochschullehrer, Wissenschaftler, Visionär und Reformer. Georg Unland war Rektor der TU Bergakademie Freiberg (2000 bis 2008) und Finanzminister des Freistaats Sachsen (2008 bis 2017).

„Prof. Dr. Georg Unland erreichte bedeutende Meilensteine für die Universität, aber auch für die Stadt Freiberg und die gesamte Region“, sagte der sächsische Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow bei der Verleihung der Ehrensenatorwürde in Freiberg.

Seit 1993 Professor für Aufbereitungsmaschinen an der TU Bergakademie Freiberg, setzte Prof. Dr. Georg Unland als Rektor zwischen 2000 und 2008 wichtige Impulse für die langfristige strategische Weiterentwicklung der Universität: „Er formulierte erstmals die vier thematischen Profillinien Geo, Werkstoff / Material, Energie und Umwelt, modernisierte die Ausstattung der Fakultäten mit Professuren und ebnete den Weg für mehrere interdisziplinäre Großforschungsprojekte. Einen weiteren Schwerpunkt legte er auf die Internationalisierung der Universität und die Reform des Studiensystems im Rahmen des Bologna-Prozesses“, so Rektor Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht in seiner Rede anlässlich der Festveranstaltung.

Engagement für Stadt und Region

Um die Vision einer Campus-Universität mit einer hohen Aufenthaltsqualität umzusetzen, hat sich Prof. Dr. Georg Unland für ein neues Bau- und Verkehrskonzept im Umfeld der Universität eingesetzt. Zunächst entstand ab 2012 gegenüber dem Schloss und dem Krügerhaus das Schlossplatz-Quartier der Universität. Durch einen „Wissenschaftskorridor“ sollte in der Folge der Nord-Campus mit dem Innenstadt-Campus verbunden werden. 2020 wurde das erste Forschungsgebäude auf dem neuen Wissenschaftskorridor eröffnet, das Zentrum für effiziente Hochtemperatur-Stoffwandlung; der zweite Neubau, die Universitätsbibliothek, steht aktuell kurz vor der Fertigstellung.

Stiftungen für die Universität

Mit seinen Kenntnissen der amerikanischen Hochschullandschaft konnte im Jahr 2002 die Stiftung „Technische Universität Bergakademie Freiberg“ gegründet werden. 2004 folgte die Pohl-Ströher-Mineralienstiftung. Die im Rahmen dieser Stiftung an die TU Bergakademie Freiberg übergebene Mineraliensammlung führte zur Sanierung des Schlosses Freudenstein und der Eröffnung der „terra mineralia“ (2008). 2006 wurde die Dr.-Erich-Krüger-Stiftung durch Professor Unlands Engagement mit initiiert, woraus der Universität ein mehrere Millionen Euro umfassendes Immobilienvermögen zum Ausbau der Forschung zur Verfügung steht. Ebenso ermöglichte die Stifter-Familie Krüger die Sanierung des gotischen Amtshauses, das heute als Krügerhaus die Mineralogische Sammlung Deutschland beherbergt.

Im Juni 2008 wurde Prof. Dr. Georg Unland zum Sächsischen Staatsminister der Finanzen in das Kabinett des damaligen sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich berufen. Anfang 2018 kehrte er als Professor an die TU Bergakademie Freiberg zurück und engagiert sich bis heute als Emeritus weiter für die Belange der Universität.

Mitschnitt der Festveranstaltung