Ehrensenatorwürde an Professor der Thermodynamik verliehen

von links: Die Ehrensenatoren Dr. Joachim Schmidt, Prof. Ernst Schlegel, Prof. H
Professor Ulrich Groß erhielt am 24. November die Würde eines Ehrensenators der TU Bergakademie Freiberg verliehen. Mit einer kleinen Zeremonie im Lomonossow-Haus wurde der Wissenschaftler für seine hervorragenden Verdienste um die Pflege der Wissenschaft und Bildung an der TU Bergakademie Freiberg.

Mit Prof. Dr. Ulrich Groß ehrt die Freiberger Universität eine angesehene Persönlichkeit, die sich um die Entwicklung und Zukunftsgestaltung der TU Bergakademie Freiberg besonders verdient gemacht hat. „Die Auszeichnung hat mich sehr überrascht und tief berührt. Vor etwas mehr als 23 Jahren kam ich als frisch habilitierter Professor für Technische Thermodynamik an die TU Bergakademie Freiberg – ausgestattet mit weitgehend leeren Händen und großer Freude an der wissenschaftlichen Arbeit und dem Willen, zum Wohl und Ansehen der Universität beizutragen“, erklärt Prof. Groß. Dieses Ziel hat er erreicht und sich auf dem Gebiet der technischen Thermodynamik einen Namen gemacht. Seit 1996 leitet er das Institut für Wärmetechnik und Energietechnik.

Seine Publikationsliste verzeichnet über 100 Veröffentlichungen, davon 64 Publikationen in internationalen Journals. In seiner Forschungsarbeit befasst er sich schwerpunktmäßig mit der Bestimmung thermophysikalischer Stoffdaten sowie mit der Konstruktion und dem Bau von Messapparaturen. Für seine Verdienste in der Forschung wurde Prof. Ulrich Groß bereits im Jahr 1999 als Mitglied in die Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig aufgenommen. Auch in Fachkreisen genießt er hohes Ansehen, wie beispielsweise die Wahl in das Fachkollegium für Wärmenergietechnik, Thermische Maschinen und Antriebe (404) der Deutschen Forschungsgemeinschaft zeigt.

Als Gründungsdirektor des Internationalen Ökologischen Zentrums war er von 1996 bis 1999 an der Einrichtung der Studiengänge Angewandte Naturwissenschaft, Geoökologie und Umwelt-Engineering beteiligt. Im Jahr 2012 initiierte er zudem den Bachelorstudiengang Energietechnik mit. Sein Reform- und Entwicklungswille schlägt sich auch in den bundesweiten Rankings nieder. Im Jahr 2008 wurde er mit dem Julius-Weisbach-Preis für seine hervorragenden Leistungen in der universitären Lehre ausgezeichnet. „Seine Lehre wird von den Studierenden als exzellent wahrgenommen und ist geprägt von hervorragender Didaktik, innovativen Lehransätzen, Internationalität und die Verbindung von Forschung, Lehre und Anwendung“, erklärt Prof. Dr. Gerhard Ring, Mitglied des Senats der TU Bergakademie Freiberg. 

Welches Vertrauen er auch innerhalb der Universität genießt, zeigen beispielweise seine Wahlen zum Senatsmitglied in den Jahren 2000 und 2006, in das Konzil 2006 sowie in den Hochschulrat 2010. Weiterhin ist Prof. Ulrich Groß Vertreter des Senats im Stifterrat der Stiftung TU Bergakademie Freiberg sowie Vorstandsmitglied im Verein der Freunde und Förderer der TU Bergakademie Freiberg.   

Zu Ehrensenatoren können vom Senat Persönlichkeiten ernannt werden, die sich hohe Verdienste um die Universität und die Allgemeinheit erworben haben.