Dresdner Gesprächskreis der Wirtschaft und der Wissenschaft zeichnet Freiberger Doktoranden aus

Porträt von Dr. Gunther Martin
Der Dresdner Gesprächskreis der Wirtschaft und der Wissenschaft e.V. hat am 14. November seine Preise für herausragende Forschungsarbeiten junger Wissenschaftler/innen bei der Infineon Technologies Dresden GmbH & Co. KG vergeben. Dr. Gunther Martin von der TU Freiberg ist einer der drei Preisträger.

Dr. Gunther Martin erarbeitete in seiner Doktorarbeit am Institut für Technische Chemie der TU Bergakademie Freiberg ein Verfahren zur Darstellung von Lithiumcarbonat an der heimischen Lithiumlagerstätte bei Zinnwald/Cínovec und konnte zeigen, dass eine industrielle Gewinnung vor Ort sowohl technisch realisierbar als auch wirtschaftlich und ökologisch für die europäische Batterieindustrie von großem Nutzen ist.

Lithium ist eines der essentiellen Metalle zur Speicherung von Energie und im Hinblick auf die Weiterentwicklung von Elektrofahrzeugen und mobilen Elektrogeräten auch zukünftig unentbehrlich. 

„Das entwickelte Verfahren trägt zur Unterstützung des Ausbaus der Elektromobilität durch eine ressourcen- und umweltschonende Lithiumgewinnung durch Nutzung heimischer, primärer und sekundärer Rohstoffquellen bei. Die Probleme anderer Verfahren wie hoher Säure- und Energiebedarf sowie der Zwangsanfall von schwer vermarktungsfähigen Produkten bestehen nicht. Vielmehr gelingt als ganzheitlicher Ansatz eine vollständige Nutzung des Zinnwaldits“, erklärt Dr. Martin sein Verfahren.

Die drei männlichen Preisträger mit ihren UrkundenFür diese Leistung erhielt er einen der Förderpreise des Dresdner Gesprächskreises in Höhe von 2.000 Euro. Die beiden anderen Auszeichnungen gingen an Nachwuchswissenschaftler der TU Chemnitz und der TU Dresden.

Über den Dresdner Gesprächskreis der Wirtschaft und der Wissenschaft e.V.

Als Brücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft in Sachsen gehört der Dresdner Gesprächskreis heute zu den wichtigen gesellschaftlichen Institutionen des Landes. Er zählt neben den Technischen Universitäten Cottbus, Dresden, Chemnitz und Freiberg auch über 44 Unternehmen und zirka 30 Einzelpersönlichkeiten aus Wirtschaft, Kultur und Politik zu seinen Mitgliedern.