Die Dorngrasmücke geht viral

Doktorandin Stefanie Walter mit ihrem Preis umringt von Jurymitgliedern
Unter dem Titel „Soziale Natur – Die Dorngrasmücke geht viral“ reichte die 28jährige Freiberger Doktorandin Stefanie Walter eine Projektidee beim internationalen Forschungswettbewerb „Quarry Life Award“ ein. Nun wurde der Vorschlag der Promotionsstudentin deutschlandweit mit Platz 2 ausgezeichnet.

Stefanie Walter, die am Institut für Bergbau und Spezialtiefbau der TU Bergakademie Freiberg als Doktorandin arbeitet, hat das Thema Artenvielfalt in ehemaligen Abbaustätten aufgegriffen. Diese möchte sie der Öffentlichkeit und vor allem Schülern näherbringen, um Bewertungen zu Abbauvorhaben durch Faktenwissen und neue Lernmethoden zu unterstützen.

Die einzigartige Projektidee: Gemeinsam mit Schülern der 9. und 10. Klassen des Freien Gymnasiums Penig bereitete sie das Thema informativ und unterhaltsam für die Verbreitung in sozialen Netzwerken wie Facebook auf. Dazu entwickelten die Schüler unter anderem mit Hilfe von 360 Grad Videos und einem Drohnenflug ihre eigene Geschichte aus Sicht der Dorngrasmücke „Dan“ (Kurzbeschreibung des Projekts).

„Anders als oft vermutet, bieten Bergbaufolgelandschaften eine beeindruckende ökologische Vielfalt. Mit den Beiträgen auf Facebook und Co. wollen wir das Bewusstsein für den ökologischen Wert von Abbaugebieten in unserer Gesellschaft verbessern“, erklärt Walter. Die Doktorandin forschte mit Unterstützung des Europäischen Sozialfonds, der TU Bergakademie Freiberg, der Hochschule Mittweida und der MIBRAG Neue Energie GmbH zu Akzeptanzkriterien und -szenarien in der Energie- und Rohstoffwirtschaft im Freistaat Sachsen.

Mit dem „Quarry Life Award“ fördert das Unternehmen HeidelbergCement AG weltweit Forschungsarbeiten und Umweltpädagogikprojekte in seinen Abbaustätten. Insgesamt knapp 320 Vorschläge aus 25 Ländern wurden bei der 4. Ausgabe des internationalen Quarry Life Award, was mit „Lebendiger Abbaustätte“ übersetzt werden kann, eingereicht. Aus den umgesetzten Projekten wurden Ende 2018 die Gewinner gekürt.

Weitere Informationen: https://www.quarrylifeaward.de 

Ansprechpartner: 
Prof. Dr. Carsten Drebenstedt, Tel 03731 / 39-3773