Deutsch-Russisches Wissenschaftsjahr: Freiberger Studentenaustausch ausgezeichnet

Drei Männer vor einer Leinwand. Einer hält eine Urkunde in den Händen
Mit dem seit 14 Jahren durchgeführten Austauschprogramm „Studentensommer“ zählen das Studentenwerk Freiberg und die Staatliche Universität Südural zu den 25 Gewinnern des Wettbewerbs „Brücken für die deutsch-russische Hochschul- und Wissenschaftszusammenarbeit“. Am 15.09. wurde der Preis verliehen.

„Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung. Sie zeigt, wie wichtig gerade in der heutigen Zeit, der Austausch über Ländergrenzen hinweg ist. Hier haben wir mit der TU Bergakademie Freiberg zudem einen wichtigen Partner und Unterstützer an unserer Seite, der für unsere gesellschaftlichen Werte eintritt und gemeinsam mit uns das weltoffene Bild unserer Stadt und Universität in die Welt hinausträgt“, so Thomas Schmalz, Geschäftsführer des Studentenwerks Freiberg.

Das Studentenwerk Freiberg und die Staatliche Universität Südural haben sich gemeinsam mit dem seit 2007 laufenden Projekt zur Völkerverständigung zwischen Tscheljabinsk und Freiberg beim Deutschen Akademischen Austauschdienst für die Auszeichnung beworben. Der Austausch führt russische bzw. deutsche Studenten für drei Wochen an den jeweils anderen Standort. Dort lernen sie Sprache, Kultur und Universität kennen und haben die Möglichkeit, sich auf ein Teilstudium am Gaststandort vorzubereiten.

Neben dem Austausch, an dem mittlerweile mehr als 300 Studierende teilnahmen, konnten einige weitere Projekte durchgeführt werden: Es entstand unter anderem ein Film über die Orgel in Tscheljabinsk, die in Sachsen gebaut wurde, weiterhin ein Dokumentarfilm über einen deutschen Kriegsgefangenen, der eine Zeitlang in der Nähe von Tscheljabinsk in Gefangenschaft war und der niemals Russland einen Vorwurf machte, sondern immer die faschistischen Kriegstreiber anprangerte.

Die jüngste – nunmehr wissenschaftliche - Zusammenarbeit ist derzeit noch nicht veröffentlicht und behandelt die unterschiedlichen Erfahrungen von Studierenden in der Pandemie-Quarantänezeit und vergleicht diese zwischen den unterschiedlichen Nationen (teilgenommen haben neben deutschen und russischen auch chinesische und italienische Studenten).

Eine simultane Verleihung der Urkunden in Berlin und Moskau sorgten für einen gelungenen Abschluss des Deutsch-Russischen Jahres der Hochschulkooperation und Wissenschaft 2018-2020.

Die Auszeichnung wurde am 15. September im Rahmen der Abschlussveranstaltung zum Deutsch-Russischen Wissenschaftsjahr in Berlin und Moskau verliehen.

Ansprechpartner: 
Christian Schröder, Tel: 03731 – 383 200, E-Mail: christian.schroeder@swf.tu-freiberg.de