Deutsch-Chinesisches Symposium in Shanghai

Die Teilnehmer des Deutsch-Chinesischen Symposiums.
Das Institut für Energieverfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen war Co-Organisator des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mitgeförderten binationalen Workshops zu Prozessen der Partialoxidation als Schlüssel für CO2-emissionsmindernde Kohlenstoffkreislauf-Technologien.

Gemeinsam mit der East China University of Science and Technology veranstaltete das Institut für Energieverfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen (IEC) der TU Bergakademie Freiberg vom 12.-15. November das Deutsch-Chinesische Symposium „Advanced Modeling, Experimentation, and Large-Scale Validation for High Temperature Partial Oxidation Processes for Closing the Carbon Cycle". Die East China University of Science and Technology ist ein langjähriger Wissenschafts- und Forschungspartner des Instituts und ebenfalls Co-Organisator der 10. Internationalen Freiberg Conference, die im Mai 2020 ebenfalls in Shanghai stattfindet.

Führende deutsche und chinesische Experten diskutierten am Institute of Clean Coal Technology in Shanghai aktuelle Forschungsergebnisse, neueste Modellierungswerkzeuge und Messmethoden sowie technologische Fragestellungen für die stoffliche Nutzung kohlenstoffhaltiger Energieträger. Teilnehmer aus China waren: die East China University of Science and Technology, das Institute of Coal Chemistry der Chinese Academy of Science sowie die Dalian University und die Ningxia University. Aus Deutschland waren Vertreter der TU Darmstadt, des Karlsruher Instituts für Technologie, der Universität Stuttgart, des Forschungszentrums Jülich und des Co-Gastgebers TU Bergakademie Freiberg angereist. Die fachliche Leitung von der deutschen Seite lag bei PD Dr. Andreas Richter vom IEC.

Der Workshop zeigte, dass beide Länder vergleichbare Forschungs- und Entwicklungsstrategien bei der stofflichen Nutzung heimischer Rohstoffe und Energieträger verfolgen. Der in Freiberg verfolgte Ansatz, sekundäre kohlenstoffhaltige Rohstoffe mit Hilfe der Partialoxidation chemisch zu recyceln, um Kohlenstoffkreisläufe zu schließen und nachhaltige Wertschöpfungsketten zu etablieren, gerät auch in China in den wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Fokus. Der Workshop diente dem wissenschaftlichen Austausch und der Initiierung neuer deutsch-chinesischer Forschungskooperationen in diesem Technologiefeld.

Der Workshop wurde finanziell unterstützt vom Chinesisch-Deutschen Zentrum für Wissenschaftsförderung, eine als Joint-Venture gegründete Forschungsförderungseinrichtung der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der National Natural Science Foundation of China mit Sitz in Peking (GZ 1616).

Ansprechpartner: 
PD Dr.-Ing. habil. Andreas Richter, Tel.: 03731/39-4801