Das Zinnwald-Lithium-Projekt – aktueller Stand und künftige Entwicklung

Symbolbild untertage
Prof. Dr. Armin Müller, Geschäftsführer der Deutschen Lithium GmbH, stellt im Rahmen des Freiberger Kolloquiums den aktuellen Stand und die geplante Entwicklung des Zinnwald-Lithium-Projektes vor. Die Veranstaltung findet am 22. November um 19.30 Uhr im Senatssaal der TU Bergakademie statt.

Die grenzüberschreitende Lagerstätte in Zinnwald/Cinovec zählt zu den größten Lithiumlagerstätten in Europa. Seit dem Jahr 2011 erkundete die Deutsche Lithium GmbH Freiberg (früher: Solarworld Solicium GmbH) den deutschen Teil der Lagerstätte. Die geologischen Erkundungen umfassten u. a. 23 Bohrungen mit bis zu 400 m Tiefe. Das Sächsische Oberbergamt erteilte dem Unternehmen im Oktober 2017 die Bergbauberechtigung zur Gewinnung des Lithium-Glimmer-Greisenkörpers. Die Greisenkörper enthalten etwa 20 Prozent Lithium-Glimmer (auch Zinnwaldit genannt). Im Zinnwaldit befinden sich etwa 1,6 Prozent Lithium. Die Deutsche Lithium GmbH erstellte im Oktober 2018 einen neuen Ressourcenreport zur Lagerstätte, der eine Lithiumressource von ca. 125.000 t Lithium ausweist. Damit ist bei einem geplanten untertägigen Abbau von 500.000 t Erz/Jahr ein wirtschaftlicher Bergbaubetrieb für mehr als 30 Jahre möglich.

Das „Freiberger Kolloquium“ ist eine Vortragsreihe des Sächsischen Oberbergamtes, des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, des Helmholtz-Instituts für Ressourcenforschung, des Geokompetenzzentrum Freiberg e. V., des Sächsischen Staatsarchivs/Bergarchiv Freiberg, der TU Bergakademie Freiberg und der terra mineralia.