Das waren Humboldts 250. Geburtstag und die Welterbetitel-Verleihung in Freiberg

Bergparade "Auf Humboldts Spuren" mit Thomas Schmalz als Alexander von Humboldt
Am 14. September 2019 stand Freiberg ganz im Zeichen von Alexander von Humboldt sowie der Feier des Welterbetitels der "Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří". Zahlreiche Besucher/innen aus ganz Deutschland nahmen an der Bergparade und der Welterbe-Feier teil.

Nach einer Kranzniederlegung am Humboldt-Denkmal auf dem Werner-Platz durch Rektor Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht und Oberbürgermeister Sven Krüger, setzten sich die rund 200 Bergmänner und -frauen der Historischen Freiberger Berg- und Hüttenknappschaft e.V. zur Bergparade in Bewegung. Begeistert zeigten sich die Teilnehmer/innen und Beobachter/innen vor allem von Alexander von Humboldt höchstpersönlich, der in Gestalt von Thomas Schmalz, ab der Alten Mensa an der Parade teilnahm. Dort berichtete er aus seinem Leben und seinem Wirken in Freiberg. 

An verschiedenen Stationen (unter anderem Akademiestraße und  Weingasse) traf er schließlich auf seinen Lehrer Abraham Gottlob Werner sowie seinen Kommilitonen Johann Carl Freiesleben. Mit beiden tauschte er sich kurz zu gemeinsamen Erlebnissen in der damaligen Zeit aus. Die Parade endet mit einer Aufwartung im Schlosshof.

Abgerundet wurde der Abend  mit einer großen Welterbe-Feier auf dem Obermarkt und einem großen Sächsischen Bergmännischen Zapfenstreich des Sächsischen Landesverbandes der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine e.V. Auf der Bühne überreichte die Staatsministerin des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland, Michelle Müntefering, schließlich die Welterbe-Urkunde an Ministerpräsident Michael Kretschmer.

Welche Bestandteile alle zur „Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří“ gehören, konnten sich interessierte Besucher auf der sogenannten Welterbe-Meile anschauen. Dort präsentierte  sich auch die Technische Universität Bergakademie Freiberg. Sie ist eine der wenigen Hochschulen weltweit, die das Prädikat „Welterbe“ künftig für sich in Anspruch nehmen kann. 

Den Titel trägt die Region nach über 19 Jahren Arbeit seit 6. Juli dieses Jahres. Die weltweite Bedeutung der Bergakademie seit ihrer Gründung im Jahre 1765 hat dabei wesentlich zur erfolgreichen Begründung des Antrages beigetragen. In der Freiberger Altstadt gehören die Gebäude der TU Bergakademie Freiberg (Komplex Akademiestraße/Prüferstraße, Wernerbau) auch die Anlagen des Forschungs- und Lehrbergwerkes „Reiche Zeche“ sowie die „Alte Elisabeth“ zu den insgesamt 176 Objekten der Montanlandschaft Freiberg.

Kranzniederlegung am Freiberger Humboldtdenkmal
Der Bergmusikkorps Saxonia Freiberg e.V. in der Akademiestraße
Thomas Schmalz als Alexander von Humboldt mit dem Bergmusikkorps Freiberg
Aufwartung im Schloß Freudenstein
Das Forschungs- und Lehrbergwerk "Reiche Zeche" auf der Welterbemeile
Festkonzert mit dem Ensemble Seconda Prat!ca in der Nikolaikirche