Das beste Crashtest-Material gewinnt: Schülerwettbewerb „Ein kniffliger Fall“ gestartet

Alles bereit für den Fallversuch. Welche ...
Die Initiative "Science meets School - Werkstoffe und Technologien in Freiberg" der Fakultät für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie an der TU Bergakademie Freiberg führt in Kooperation mit dem Sonderforschungsbereich 799: TRIP-Matrix-Composite in diesem Jahr wieder einen Schülerwettbewerb durch. Das Motto: Ein kniffliger „Fall“! Schüler sollen eine Crashstruktur aus Verpackungsmaterialien herstellen, die möglichst fest und trotzdem verformbar ist. Der Einsendeschluss für die optimale Crashstruktur und die Projektdokumentation ist am 22. Mai 2013.
„Die Herausforderung des diesjährigen Wettbewerbs besteht darin, aus haushaltsüblichen Materialien und ihrer kreativen Anordnung eine eigene Crashstruktur herzustellen, die die Kriterien für eine gute Crash-Absorption, Festigkeit und Verformbarkeit, erfüllt. Die Druckbelastung der Crashstruktur soll von den Schülern mit der Simulation eines Fallwerks getestet werden“, so Prof. Horst Biermann, Prodekan der Fakultät für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie. „Das heißt, die Crashstruktur sollte beispielsweise beim Fall eines Gewichtes aus einer bestimmten Höhe viel Energie aufnehmen können, aber eine geringe Druckverformung zulassen.“ Für den Wettbewerb zugelassen sind Verpackungsmaterialien aus Papier und Karton. Der gesamte Prozess der Werkstoffherstellung und -testung soll von den Schülerinnen und Schülern protokolliert und in Form einer Projektdokumentation zusammen mit der Crashstruktur eingereicht werden.

Zur Teilnahme aufgerufen sind bundesweit alle Schüler und Schülerinnen allgemeinbildender und berufsbildender Schulen, wenngleich der Wettbewerb besonders die Acht- bis Zwölftklässler mit naturwissenschaftlichem und technischem Profil anspricht. Lehrer, aber auch Familienmitglieder dürfen sich gerne unterstützend am Wettbewerb beteiligen. Es können Arbeiten von Einzelpersonen oder Zweiergruppen eingereicht werden, wobei alle unterstützenden Personen erwähnt werden sollen.

Die Gewinner der vier Kategorien Kreativität, bester Crashabsorber, beste Berichterstattung und bestes Familienforscherteam erleben einen persönlichen Forschungstag an der Ressourcenuniversität, an dem sie in verschiedenen Workshops gemeinsam mit den Freiberger Wissenschaftlern eigene Werkstoffe herstellen und die Eigenschaften von Verbundwerkstoffen und Crashstrukturen erforschen können. „Crashstrukturen sind Werkstoffstrukturen, die fest und trotzdem gut verformbar sind. Sie werden unter anderem mit innovativen Verbundwerkstoffen erzeugt, da man herausgefunden hat, dass die Eigenschaften der Werkstoffe durch ihre Kombination gezielt verbessert werden können“, erklärt Prof. Biermann im Zusammenhang mit der Entwicklung eines grundlegend neuen Verbundwerkstoffs namens TRIP-Matrix-Composite. „Dieser besteht aus hochfestem Stahl und zäher Keramik und kann durch seine Festigkeit und Verformbarkeit einen hohen Betrag an Energie aufnehmen, wie sie beispielsweise im Fall eines Autocrashs freigesetzt wird.“

Videos mit kurzen Schaubeispielen von Crashversuchen mit Alltagsgegenständen wie Reiswaffeln, einem Spielzeugauto oder einem Bauhelm sind übrigens auf der Facebook-Seite des Schülerlabors zu sehen: https://www.facebook.com/pages/Schülerlabor/138883566166206

Weitere Informationen zum Schülerwettbewerb und zu weiteren Preisen gibt es unter: http://schuelerlabor.tu-freiberg.de

Das Schülerlabor der TU Bergakademie Freiberg ist eine Plattform, die einen Dialog zwischen Schülern, Lehrern und Wissenschaftlern fördert und die Werkstoffwissenschaft und -technologie für die Schüler erfahrbar macht.

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Peggy Rathmann