Chemie-Diplom an der TU Freiberg: Erster Absolvent des deutschlandweit einzigen Studienganges geehrt

Prof. Jens Kortus steht neben mit Daniel Steinbach und übergibt die Urkunde
Daniel Steinbach ist der erste Absolvent des im Wintersemester 2015/16 neu eingeführten Diplomstudienganges Chemie an der TU Bergakademie Freiberg. Für seine besonderen Leistungen in Studium und Forschung erhielt er im Rahmen des Clemens-Winkler-Kolloquiums am 24. Oktober den Ferdinand-Reich-Preis.

Ein deutschlandweit einzigartiger Studiengang in der Chemie – Das war für Daniel Steinbach vor sechs Jahren auch ein Grund, sein Studium an der TU Bergakademie Freiberg zu beginnen: „Ich habe in Freiberg studiert, da mir eine gute Betreuung in einer Universität mit familiären Umfeld und technischem bzw. naturwissenschaftlichem Fokus wichtig war. Der Wechsel in den Diplomstudiengang Chemie ermöglichte es mir eine größere Vielfalt an Modulen in verschiedenen Vertiefungsrichtungen zu hören.“

Mit seiner Diplomarbeit beendete er nun als erster Absolvent des neuen Diplomstudienganges Chemie sein Studium. In seiner Arbeit beschäftigte er sich mit der elektrochemischen CO2-Reduktion in Amin-Systemen. Aktuell ist er am Institut für Physikalische Chemie als Doktorand tätig und forscht dort zu Rasterkraftmikroskopuntersuchungen.

Für seine hervorragenden Leistungen in Studium und Forschung zeichnete ihn die Fakultät für Chemie und Physik im Rahmen des Clemens-Winkler-Kolloquiums mit dem Ferdinand-Reich-Preis aus. Dieser ist nach Ferdinand Reich, dem Entdecker des Indiums, benannt und mit 250 Euro dotiert. 

An der TU Bergakademie Freiberg wurden übrigens gleich zwei chemische Elemente entdeckt: Indium (1863, Ferdinand Reich und Theodor Richter) und Germanium (1886, Clemens Winkler). 2019 feiert das von den Chemikern Dmitri Mendelejew und Lothar Meyer entwickelte Periodensystem der Elemente seinen 150. Geburtstag.

Die Bedeutung dieser Entdeckung für die Chemie stellte die TU Bergakademie Freiberg noch einmal beim diesjährigen 43. Clemens-Winkler-Kolloquium vor. Mit Prof. Dr. Wladimir Reschetilowski von der TU Dresden, Prof. Dr. Cristian A. Strassert von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und Prof. Dr. Christoph Düllmann vom GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH gaben drei hochrangige Wissenschaftler Einblicke in die Entstehung des Periodensystems, zu den chemischen Besonderheiten sowie zu den bis heute neu entdeckten Elementen.

Zum internationalen Jahr des Periodensystems der Elemente hat die TU Bergakademie Freiberg eine besondere Tasse gestaltet, die es im Uni-Shop zu kaufen gibt.

Mehr Informationen:

Prof. Dr. Wladimir Reschetilowski (TU Dresden)
Prof. Dr. Cristian A. Strassert (Westfälische Wilhelms-Universität Münster)
Prof. Dr. Christoph Düllmann (GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH
Die drei Professoren mit einer Urkunde und einem Mineral.