BMBF ernennt Projekt "ReLei" zum Leuchtturmprojekt

Rico Ebert und Thomas Krampitz vom Institut für Aufbereitungsmaschinen (c) Marcu
Bereits im Dezember startete das Verbundvorhaben zum Recycling von Leichtbauteilen in Elektroautos. Das Gütesiegel des BMBF bekommen besonders innovative Forschungsvorhaben.

Das Verbundvorhaben ReLei ("Fertigungs- und Recyclingstrategien für die Elektromobilität zur stofflichen Verwertung von Leichtbaustrukturen in Faserkunststoffverbund-Hybridbauweise") wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) als Leuchtturmprojekt ausgezeichnet. Die Auswahl eines Projektes als Leuchtturm ist ein Gütesiegel für besonders innovative Forschungsvorhaben. Dieser ehrenvolle Titel hebt die Bedeutung von ressourceneffizienten Fertigungstechnologien für Leichtbaustrukturen künftiger Elektrofahrzeuge hervor.

Das Forschungsprojekt ReLei startete unter dem Dach der nationalen Forschungsplattform FOREL am 01.12.2014 und verfolgt das Ziel, Recycling-Strategien zur stofflichen Wiederverwertung von kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffen für zukünftige Elektrofahrzeuge zu entwickeln. Neben innovativen Fertigungsprozessen ist vor allem die Berücksichtigung einer ganzheitlichen Recyclingstrategie von essenzieller Bedeutung. Deshalb verfolgen die Projektpartner im Verbundvorhaben ReLei einen interdisziplinären Ansatz, bei dem das Recycling als zentraler Bezugspunkt aller Entwicklungsbestrebungen betrachtet wird.

Im ReLei-Projektkonsortium arbeiten insgesamt zwölf Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft. Die Koordination des Projektes hat die ElringKlinger AG übernommen gemeinsam mit dem Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der TU Dresden, das als Co-Projektkoordinator fungiert.

„Die Ernennung zum Leuchtturmprojekt ist eine Bestätigung unserer Bemühungen, effiziente Recyclingstrategien für CFK-Verbunde zu entwickeln“ so Prof. Dr.-Ing. Holger Lieberwirth, Leiter Institut für Aufbereitungsmaschinen (IAM). Die Institute für Aufbereitungsmaschinen und für Maschinenbau (Dr. Jäckel) bearbeiten zusammen mit der Remondis  Assets & Services GmbH & Co. KG und der Dresdner Firma ImpulsTec den Schwerpunkt Werkstoffaufbereitung für den Aufschluss von CFK-Werkstoffverbunden, die Separation von CFK und deren Aufbereitung zu Granulat sowie alternativ für die Rückgewinnung von Kohlenstofffasern für den Wiedereinsatz im Fahrzeugbau.  

Mit der Ernennung zum Leuchtturmprojekt ist die Beteiligung an der „Nationalen Konferenz Elektromobilität“ am 15. und 16. Juni 2015 in Berlin verbunden. Hier werden die ReLei-Wissenschaftler trotz der bisherigen kurzen Projektlaufzeit erste Ergebnisse und Ideen präsentieren.

Über FOREL

FOREL ist ein Zusammenschluss namhafter deutscher Entwicklungs- und Forschungszentren mit der Industrie. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Leuchtturmprojekt startete im Juli 2013. Ziel des Projektes ist es, gezielt Lücken in vorhandenen Entwicklungs- und Prozessketten der Elektromobilität zu schließen. Das am Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik der TU Dresden entwickelte Dresdner Modell eines Funktionsintegrativen Systemleichtbaus in Multi-Material-Design bildet die Grundlage für FOREL.
Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt FOREL wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmenkonzept „Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen“ (Förderkennzeichen 02PJ2760 – 02PJ2763) und mit Mitteln aus dem Energie- und Klimafonds gefördert und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreut.

www.plattform-forel.de

Über das ReLei-Konsortium

Im Verbundvorhaben ReLei arbeiten die Unternehmen ElringKlinger AG, Remondis Assets & Services GmbH & Co. KG, Böllhoff GmbH & Co. KG, inpro-Innovationsgesellschaft mbH, Grimm-Schirp Maschinen- und Werkzeugbau GmbH und die Impuls Tec GmbH gemeinsam mit dem Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der TU Dresden, dem Laboratorium für Werkstoff- und Fügetechnik (LWF) der Universität Paderborn sowie dem Institut für Aufbereitungsmaschinen (IAM) der Technischen Universität Bergakademie Freiberg zusammen. Außerdem werden die AUDI AG, die Trexel GmbH und die KraussMaffei Technologies GmbH in dem Vorhaben als assoziierte Partner unterstützend mitwirken.