Bio trifft Nano – neue Professur am Institut für Elektronik- und Sensormaterialien

Eine Professsorin erklärt drei männlischen Studenten Gegenstände
Das Institut für Elektronik- und Sensormaterialien (IESM) wird ab 1. August um eine Professur verstärkt: Prof. Dr. Hermann Ehrlich wechselt mit seinem Team aus dem Institut für Experimentelle Physik an das Institut von Prof. Dr. Yvonne Joseph.

Ein sitzender Mann vor einem MikroskopSeit 2012 leitet Professor Ehrlich die damals unter seiner Heisenberg-Professur neu gegründete Arbeitsgruppe „Biomineralogie und extreme Biomimetik“. Forschungsschwerpunkte sind dabei neben Biomimetik (Das Übertragen von naturbasierten Konstruktions- und Funktionsprinzipien auf technische Innovationen) und Biomineralisation (Die Fähigkeit lebender Organismen, Minerale zu bilden) auch nanostrukturierte Bioverbundwerkstoffe, zum Beispiel für den Halbleiterbereich. Dadurch ergeben sich interessante Möglichkeiten für die Zusammenarbeit mit dem IESM, wo bereits Biosensoren und chemische Sensoren in biologischen Anwendungen untersucht werden.

„Wir freuen uns über die Verstärkung unseres Teams. In der Vergangenheit haben wir bereits Forschungsarbeiten an natürlichen Schwämmen durchgeführt, die zu gemeinsamen Publikationen geführt haben. Außerdem können wir mit der Integration der Arbeitsgruppe von Professor Ehrlich unsere Forschung im Bereich technischer Biomaterialien verstärken“, so die Institutsdirektorin Prof. Joseph

Neben der Initiierung verschiedenster Forschungsprojekte sehen beide Professoren die Chance, neue Aspekte in die Ausbildung innerhalb der Studiengänge der Fakultät für Werkstoffwissenschaften und Werkstofftechnologie einzubringen, da  Lehrveranstaltungen zu biologischen Themen von den Studierenden stark nachgefragt werden. Angedacht sind hier neue Wahlpflichtmodule für die Studiengänge „Nanotechnologie“ (Diplom- und Master) und der Aufbau einer Vertiefungsrichtung "Biomaterialien" im Studiengang "Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie" (Diplom).