Bergakademie feiert 240. Jubiläum mit 600 Gästen

An der großen Feier zum 240. Gründungstag der Bergakademie nahmen am Freitag über 600 Gäste aus dem In- und Ausland teil. In der Alten Mensa und im Senatssaal verfolgten Freunde und Förderer der TU Bergakademie Freiberg das Festprogramm, zu dessen Höhepunkt die Verleihung der Ehrensenatorwürde an Dr. Erika Pohl gehörte.
„Sie haben einen besonders großen „Stein des Anstoßes“ gelegt“, bedankte sich der Rektor der TU Bergakademie, Prof. Georg Unland, bei Dr. Erika Pohl, der Gründerin der „Pohl-Ströher Mineralienstiftung“. Die gebürtige Wurzenerin überlies der TU Bergakademie Freiberg 2004 ihre einzigartige Mineraliensammlung als Dauerleihgabe. Zusammen mit dem Bestand der Geowissenschaftlichen Sammlungen der TU verfügt Freiberg damit über die weltweit größte Konzentration von mineralogischen Exponaten. Mit der Ehrensenatorwürde erhielt Dr. Erika Pohl die höchste Auszeichnung der Freiberger Universität.

In einem weiteren Programmpunkt gründete Karla Kellner den Stiftungsfond „Herman Spamer“. Sie überreichte Prof. Georg Unland dafür einen 100.000 Euro Scheck. Die Erträge der Stiftung sollen Veranstaltungen zu Gute kommen, die Kinder und Jugendliche für die Welt der Wissenschaft begeistern. „Die Neugier von Kindern wird mit der Kinder- und Sommeruniversität ernst genommen. Ich möchte dieses Angebot der Freiberg Universität durch meinen Fonds unterstützen, der offen für weitere Stifter ist“, hob Karla Kellner in ihrer Rede hervor. Die Stiftung ist nach dem Urgroßvater von Karla Kellner benannt, der von 1861 bis 1863 an der Bergakademie studierte.

Der sächsische Ministerpräsident Prof. Georg Milbradt skizzierte in seinem Festvortrag seine Vorstellungen über die zukünftige Ausrichtung der sächsischen Hochschulpolitik. Notwendig sei neben der Übertragung der Personalhoheit auf die Hochschulen und klaren Führungsstrukturen auch die Einführung von Studiengebühren. Nur so können Sachsen es schaffen, „das modernste Hochschulsystem in Deutschland und in Europa aufzubauen.“
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Dr. Sabine Schellbach