Ausgründungsprojekt „Quantus“ entwickelt Technologie zur Echtzeitcharakterisierung von Böden

Quantus entwickelt ein Präzisionsdüngeverfahren. Foto: Quantus
Das Forschungsvorhaben wurde vom Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft mit einem Zukunftspreis ausgezeichnet. Mithilfe des Preisgelds entwickelt das Team das Konzept nun so weiter, dass im kommenden Jahr ein Prototyp für Präzisionsdüngeverfahren getestet werden kann.

Das Quantus-Team hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine Hochleistungstechnologie zu entwickeln, mit der alle düngungsrelevanten Bodenparameter in Echtzeit ermittelt und Kunden wie Landwirten, Ministerien oder Behörden zur Verfügung gestellt werden können. „Das bildet die Grundlage, die auf den Boden und auf die Pflanze abgestimmte Düngemittelmenge/-zusammensetzung präzise applizieren zu können. Zudem werden die Voraussetzungen für eine zukünftige Dokumentationspflicht des Stoffkreislaufes geschaffen“, erläutert Dr. Daniela Vogt die Vorteile der Technologie. Die durch die Dr. Erich-Krüger-Stiftung geförderten Forschungsarbeiten werden unter der Leitung von Dr. Daniela Vogt und Dr. Michael Schüngel in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Carla Vogt und den Mitarbeitern ihres Instituts für Analytische Chemie durchgeführt.

Mit dem innovativen Konzept zur Echtzeitcharakterisierung von Böden als Grundlage für eine Präzessionsdüngung konnte das Team das hochkarätig besetzte Fachgremium überzeugen: Das sächsische Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft (SMEKUL) würdigt den universitären Beitrag zum angewandten Umwelt-, Klima- und Naturschutz in der Kategorie „eku innovative“ mit einem Preis in Höhe von 20.000 €.

„Mit dem Preisgeld ist es möglich, auf Basis der bisherigen Forschungsarbeiten im Labor die Entwicklung eines Prototyps für den Feldeinsatz voranzutreiben“, so Dr. Michael Schüngel. Der für 2022 geplante kommerzielle Einsatz der Technologie und der Verwertung der dabei generierten Analysedaten wird im Rahmen einer Ausgründung angestrebt, wobei das Gründerteam vom Gründernetzwerk SAXEED beraten und unterstützt wird.

Hintergrund: Der eku-Zukunftspreis

Mit dem "eku-Zukunftspreis für Energie, Klima, Energie in Sachsen" prämiert das sächsische Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft (SMEKUL) Projektideen und Konzepte für den Erhalt biologischer Vielfalt, Ressourcenschonung, regionale Wertschöpfung, Gewässerbelebung, Energieeffizienz, Klimaschutz und Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Insgesamt wurden in diesem Jahr 240 Projektideen eingereicht.

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Ansprechpartner: 
Dr. Daniela Vogt, Daniela.Vogt@chemie.tu-freiberg.de