Auf dem Führungskräfte-Prüfstand: Spielerisch eigene Kompetenzen erfahren

Prof. Michael Nippa (unten rechts) ...
Mit dem „Assessment-Center für Promovierende als zukünftige Führungskräfte“ bietet die Kompetenzschule der Graduierten- und Forschungsakademie (GraFA) der TU Bergakademie Freiberg interessierten Doktorandinnen und Doktoranden eine anspruchsvolle Plattform zur Erfahrung und Erweiterung der eigenen Fähigkeiten. Vom 28. Februar bis zum 2. März hatte das erste von zwei dreitägigen Assessment-Centern im Jahr 2013 nun Premiere - unter der Leitung des Teams um Prof. Michael Nippa von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften.
Promovierende von heute sind die Führungskräfte von morgen – ob in der Wissenschaft, der Industrie oder der öffentlichen Verwaltung. Eine in der Praxis weit verbreitete Möglichkeit, die vielfältigen Kompetenzen zur Bewältigung von Führungsaufgaben festzustellen, ist das sogenannte Assessment-Center. Mit Hilfe dieser meist mehrtägigen Auswahlverfahren werden Bewerber vor vielfältige Aufgaben und Herausforderungen gestellt und ihr Problemlösungsverhalten von geschulten Beobachtern analysiert. Dabei wechseln sich – wie bei realen Personalauswahlverfahren – Aufgaben ab, die kooperativ oder im Wettbewerb, im Team oder allein bewältigt werden müssen.

Das Assessment Center sollte diesmal auch dazu genutzt werden, aus der Reihe von Bewerberinnen für das Förderprogramm Erfolgsteam „Junge Frauen an die Spitze!“ eine Auswahl zu treffen. Insgesamt elf Teilnehmerinnen und Teilnehmer von verschiedenen Instituten der TU Bergakademie Freiberg, aber auch von der TU Dresden und der Hochschule Mittweida, stellten sich der Herausforderung und dem weitgehend Unbekannten. „Neben der Erfahrung eigener Stärken und Grenzen sollten Sie auch neue Rollen spielerisch ausprobieren und eine Reise zu sich selbst unternehmen“, ermunterte die Stellvertretende Direktorin der GraFA, Dr. Kristina Wopat, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Unverzichtbares Element des Assessment Center sind ausführliche Reflexionen und Feedback zu einzelnen Simulationen. Auf diese Weise sind schnelle Lernerfolge zu erreichen, die in weiteren Aufgaben vertieft werden können. „Wir wollen die Erkenntnis fördern, dass Erfolg und Erfüllung im Berufsleben aus der individuellen Balance von natürlichen Gegensätzen wie Wettbewerb und Kooperation, Standardroutinen und Kreativität, oder Eigen- und Gemeinschaftsinteressen besteht: Ganz im Sinne des Ying und Yang der chinesischen Philosophie“, ergänzt Michael Nippa.

Dies gelang den Beteiligten von Anfang an. Auch wenn drei Tage lang intensiv gearbeitet wurde, so manche Stresssituation bewältigt und neue Erfahrungen verarbeitet werden mussten, so blieb doch Zeit für gemeinsamen Spaß, gegenseitiges Kennenlernen abseits der „Kompetenzanker“ sowie Entspannung bei Kaffee oder Pizza. Am Schluss waren sich alle einig, dass der Kompetenz-Prüfstand nur Gewinner produziert hat.

Ein zweites Assessment-Center für Promovierende als zukünftige Führungskräfte ist für den Sommer geplant.

Ansprechpartner: 
Dr. Kristina Wopat / Prof. Michael Nippa