Afrikanische Diplomaten zu Gast an der TU Bergakademie Freiberg

Rektor Prof. Bernd Meyer begrüßt die ...
Auf Einladung der Bergakademie Freiberg und des Afrika-Beauftragten der Bundeskanzlerin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Günter Nooke, wurden heute 31 afrikanische Botschafterinnen und Botschafter in der Silberstadt empfangen. Die Diplomaten informierten sich über die Forschungsaktivitäten der TU Freiberg und über das Weltforum der Ressourcenuniversitäten, dessen Federführung derzeit bei der Bergakademie als der Ressourcenuniversität Deutschlands liegt. Im Mittelpunkt stand dabei der Grundgedanke einer nachhaltigen Rohstoffverwaltung und des daraus folgenden Handlungsbedarfs, vor allem im Hinblick auf die universitäre Ausbildung von Fachkräften. In diesem Rahmen wurde auch das Konzept einer neuen Vertiefungsrichtung im Bereich der Wirtschaftswissenschaften an der Bergakademie vorgestellt.
In der Schatzkammer der terra mineralia im Freiberger Schloss Freudenstein begrüßten der Oberbürgermeister der Stadt Freiberg, Bernd-Erwin Schramm und der Rektor der TU Bergakademie Freiberg, Prof. Bernd Meyer, die Gäste. Prof. Meyer unterstrich in seinem Grußwort die internationale Bedeutung des Weltforums der Ressourcenuniversitäten, an dem mittlerweile weltweit 90 wissenschaftliche Einrichtungen beteiligt sind, darunter fünf afrikanische Universitäten. Das Forum hat zum Ziel, das Prinzip des nachhaltigen Wirtschaftens mit Ressourcen weltweit in der Ausbildung von Fach- und Führungskräften für die Rohstoffwirtschaft zu verankern.

Dabei hob Prof. Meyer auch den Wunsch nach einem Anschluss weiterer afrikanischer Hochschulen an das Weltforum hervor, spielt doch der rohstoffreiche Kontinent eine zentrale Rolle bei der Bewältigung von sozialen und ökologischen Herausforderungen in der Ressourcenwirtschaft. „Diese Herausforderung erfordert ein gemeinsames Handeln“, so Prof. Meyer. Die Bedeutung Afrikas hat hier in den letzten Jahren stetig zugenommen, wie die vielfältigen Aktivitäten in der Erkundung und Aufnahme von neuen Bergbauprojekten in zahlreichen afrikanischen Ländern zeigen. Diese Entwicklung verlangt jedoch auch nach einer Optimierung von Prozessen der Wissensvermittlung, also der Einrichtung und Weiterentwicklung entsprechender Ausbildungsmöglichkeiten für Fachkräfte.

Nach einer kurzen Führung durch den Afrika-Saal der terra mineralia griffen Prof. Carsten Drebenstedt, Dekan der Fakultät für Geowissenschaften, Geotechnik und Bergbau, Direktor des Instituts für Bergbau und Spezialtiefbau und Generalsekretär des Weltforums und Prof. Dr. Carsten Felden, Dekan der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, insbesondere Internationale Ressourcenwirtschaft und Direktor des Instituts für Wirtschaftsinformatik, diese Themen in ihren Vorträgen noch einmal auf. Prof. Drebenstedt stellte den Gästen zunächst die Bergakademie und die Zielsetzungen des Weltforums genauer vor und lud zum nächsten Treffen des Forums im November in Norwegen ein.

Prof. Felden erläuterte den Gästen schließlich das Konzept für die Vertiefungsrichtung „International Management of Resources and Environment Focusing African Countries“ im Rahmen des MBA-Studienganges „International Management of Resources & Environment“. Damit möchte die TU Bergakademie einen Beitrag zur Förderung einer ökonomisch wie ökologisch vertretbaren und nachhaltigen Entwicklung im Bergbau und im Rohstoffmanagement der afrikanischen Staaten leisten. Mit den entsprechenden Kapazitäten, Lehrpersonal, Labor- und Forschungseinrichtungen sowie umfangreichen internationalen Erfahrungen verfügt die Ressourcenuniversität dabei über die bestmöglichen Voraussetzungen.

Die afrikanischen Gäste trugen sich auch ins Ehrenbuch der Universität ein. Ein weiterer Baustein zu einer fruchtbaren Kooperation zwischen der TU Bergakademie Freiberg und ihren afrikanischen Partnern konnte an diesem Tag gesetzt werden.
Ansprechpartner: 
Frau Nicole Walther-Uhlig