4. Deutsch-Mongolische Sommerschule erfolgreich durchgeführt

Studenten-Gruppe vor dem Reichstag.
Vom 23. Juni bis 4. Juli waren 15 Studenten aus verschiedenen Ingenieurstudiengängen und zwei Betreuer des „German-Mongolian Institute for Resources and Technology“ (GMIT) im Rahmen einer Sommerschule zu Besuch in Deutschland.

Die Bachelor-Studenten stehen kurz vor der Wahl ihrer Vertiefungsrichtung, darum führte ein breitgefächertes Programm die Gruppe an verschiedene Fachbereiche heran. 

In enger Zusammenarbeit mit dem Institut für Angewandte Physik und dem Institut für Werkstofftechnik wurden zwei lehrreiche Labortage mit verschiedenen Experimenten durchgeführt. Auch bekamen die Teilnehmer die Möglichkeit, den Schneidversuchstand des Instituts für Bergbau und Spezialtiefbau in Aktion zu erleben. 

„Die Sommerschule bietet die Gelegenheit, den intensiven fachlichen und kulturellen Austausch zwischen der GMIT und der TU Bergakademie zu stärken“ fasste Bergbau-Professor Carsten Drebenstedt, der die Gruppe als Projektleiter am Institut für Bergbau und Spezialtiefbau begrüßte, zusammen. 

Neben universitärer Lehr- und Informationsveranstaltungen wurden auch mehrere fachliche Exkursionen durchgeführt. So besuchte die Gruppe u.a. das Erlebnisbergwerk Merkers (K+S AG), die Betriebsstätten des Kraftwerks Schwarze Pumpe und den Tagebau Welzow-Süd der LEAG, sowie das Lehr- und Forschungsbergwerk Reiche Zeche. 

Abgerundet wurde der Aufenthalt durch ein vielschichtiges Kulturprogramm in Dresden und Berlin. Beim Besuch der mongolischen Botschaft konnten die Teilnehmer mit dem Stellvertreter des Botschafters Herrn Demching Tegshjargal ihre Erlebnisse während des Deutschlandaufenthaltes austauschen und etwas über die politische Zusammenarbeit zwischen der Mongolei und Deutschland erfahren. Besonders beeindruckend fanden die Studenten die Wanderung zur Bastei, wo mithilfe zahlreicher Fotos die Schönheit der Natur für die mongolischen Verwandten und Bekannten eingefangen wurde. 

„Viele Studenten waren noch nie im Ausland und werden mit einer Vielzahl einzigartiger Eindrücke nach Hause fahren“ sagte Betreuerin Battsetseg Altankhuyag, Bereich Academic Affairs an der GMIT. 

Die Mongolei gilt als eines der rohstoffreichsten Länder der Erde. Doch aufgrund fehlender Expertise werden die nationalen Ressourcen nur unzureichend genutzt. Zudem nimmt die Umweltbelastung vor allem im Bereich der Siedlungsgebiete stetig zu. Hier setzt die Ausbildung der GMIT an, welche das Ziel verfolgt, speziell auf dem Feld Bergbau und Umwelt mongolische Fachkräfte auszubilden, um dieser Entwicklung entgegensteuern zu können. Seit mittlerweile fünf Jahren haben Studenten die Möglichkeit, auf dem Campusgelände der GMIT in Nalaikh zu lernen und zu leben. Derzeit werden 124 junge Mongolen in vier Bachelorprogrammen (Mechanical Engineering, Raw Material and Process Engineering, Environmental Engineering und Industrial Engineering) und einem Masterstudiengang (IMRE) ausgebildet. Im Juni 2018 wurden parallel zum fünfjährigen Campusjubiläum die ersten 12 Absolventen verabschiedet. Die Sommerschule wird jährlich im Rahmen des durch den DAAD betreuten Programms „Deutsch-Mongolische Hochschule Phase II“ von der Professur Bergbau-Tagebau organisiert und fand nun bereits zum 4. Mal statt. 

Weitere Informationen unter: http://www.gmit.edu.mn/

Ansprechpartner: 
Prof. Carsten Drebenstedt, Telefon 03731 / 39-3373