300 begeisterte Besucher bei JuniorUni

Zum siebten Mal lud die TU Bergakademie Freiberg am Samstag Jungen und Mädchen zur einer Junior-Universität ein. Über 300 Kinder und Eltern lockte ihr Wissensdurst auf den Campus und waren von den vorbereiteten Experimenten und anschaulichen Vorträgen begeistert.
So eine Aufmerksamkeit wünscht man sich auch von den Studenten: Als die Professoren Broder Merkel und Gerhard Heide bei ihrer Vorlesung um Mitarbeit baten, konnten sie sich vor Freiwilligen gar nicht retten. Unzählige Kinderhände schnellten in die Höhe, jeder wollte die Forscher bei ihren Versuchen auf der Bühne unterstützen.

Einmal im Jahr findet an der TU Bergakademie Freiberg die JuniorUni statt. Diesmal drehte sich alles um heiße Quellen in der Erde und betrunkene Lichtstrahlen. Der Audimax – der größte Hörsaal der Universität – war bis auf den letzten Platz gefüllt. Viele der 8 bis 14jährigen Teilnehmer waren nicht zum ersten Mal da. Sie wussten schon, wie das bei den Studenten läuft: Der Professor bekommt keinen Applaus, sondern für Beifall wird auf die hölzernen Bänke geklopft. Für Marlen aus Brand-Erbisdorf war es der zweite Besuch der JuniorUni. Diesmal hatte die Zehnjährige ihre Freundin Laura mitgebracht. "Es war wirklich spannend", sind sie sich einig. "Vor allem das mit den Lichtstrahlen."

Das mit den Lichtstrahlen, das war das Experiment, das Mineralogie-Professor Gerhard Heide vorführte. Er erklärte, warum man durch das Mineral Calcit alles doppelt sieht. Und dann durften die kleinen Nachwuchswissenschaftler selbst ausprobieren, wie Marienglas die Lichtstrahlen dreht. Dafür hatten die zahlreichen Helfer der JuniorUni für jedes Kind einen Briefumschlag mit dem notwendigen Materialen vorbereitet.

Spritzig war der Vortrag von Prof. Broder Merkel, der am Ende sogar Autogramme geben musste. Auf der Bühne hatte der Geologen einen Geysir aus Glas aufgebaut. Gebannt konnten die jungen Studenten verfolgen, wie darin das Wasser langsam zu kochen begann und explosionsartig aus einem langen Glasrohr in die Höhe schoss.
Marlen und Laura wissen schon jetzt: "Bei der nächsten JuniorUni sind wieder mit dabei!" Auch Marlens Mutter Marion Biebrach ist begeistert von dem Angebot der TU Bergakademie. "Das könnte es ruhig öfter geben. Selbst für uns Eltern waren die Vorlesungen sehr interessant. Einiges haben wir gar nicht gewusst." Auch die Themen hätten gut gepasst, erst neulich habe die Tochter sie über Vulkane ausgefragt.

Wie die richtigen Studenten bekamen die Junioren am Samstag nicht nur einen Studentenausweis, sondern auch eine Hausaufgabe. Doch die wird ihnen leicht fallen: Wer im Sommer ans Meer fährt, soll Sand mitbringen. Ein Glas voll genügt. Versehen mit dem Fundort bei der terra mineralia im Schloss Freudenstein abgeben – fertig!

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Christian Möls