3. Mitgliederversammlung des Weltforums der Ressourcenuniversitäten für Nachhaltigkeit in Japan

Ein Teil der Mitglieder auf der 3. Jahresversammlung des World Forum of Universi
Vom 13. bis 16. September 2015 haben sich 60 Experten aus 20 Ländern zur 3. Mitgliederversammlung des Weltforums der Ressourcen-Universitäten für Nachhaltigkeit (WFURS) in Akita, Japan getroffen. Thema war die nachhaltige Entwicklung in Forschung und Ausbildung an den Hochschulen im Rohstoffbereich.

Im Fokus der 3. Mitgliederversammlung stand die Integration des Nachhaltigkeitsgedankens in ressourcen-relevante Studiengänge. Die Teilnehmer tauschetn sich in vielfältigen wissenschaftlichen Vorträgen zu internationalen Standards in der Ausbildung im Rohstoffbereich aus. „Angesichts des steigenden Rohstoffbedarfes sind Lösungen notwendig, die eine Vereinbarkeit mit den gesamtgesellschaftlichen Interessen, insbesondere mit sozialen und ökologischen Aspekten, ermöglichen“, erklärte Prof. Carsten Drebenstedt, erster Generalsekretär des Weltforums. Neben dem Erfahrungsaustausch zu den Anforderungen an eine moderne Ausbildung, zur Mobilität in der Lehre und zur Vernetzung von Nachhaltigkeits-Initiativen, vermittelte eine wissenschaftliche Konferenz den notwendigen fachlichen Hintergrund. Dort waren der Abbau, die Aufbereitung und die Umweltfolgen von Seltenen Erden Schwerpunktthemen.

Die Mitglieder des WFURS auf der Fachexkursion in Akita (c) TU Bergakademie FreibergEine Fachexkursion zu einem Bergwerk und einer Hütte nahe Akita verband die theoretischen Ansätze mit praktischen Erfahrungen. Die Hütte in Kosaka wurde ab 1873 vom Freiberger Absolventen der Bergakademie, dem Kosmopoliten Curt Adolph Netto, geleitet, der sich für die Verbindung von Europa und Asien einsetzte. „Es ist immer wieder eine besondere Situation, wenn wir im fernen Ausland, wie hier in Japan, auf so enge Beziehungen zur Bergakademie Freiberg treffen, gerade im Jubiläumsjahr,“ stellte Prof. Drebenstedt fest. Im Bergbaumuseum der Universität Akita sind viele Modelle aus Freiberger Werkstätten sowie der Jubiläumskalender zu finden. Die Universität Akita ging 1949 aus dem 1910 nach Freiberger Vorbild gegründeten Akita Mining College hervor. Heute sind die montanrelevanten Aktivitäten in Lehre und Forschung in der Faculty of International Resources Sciences konzentriert, die auch das Jahrestreffen ausrichtet.

Während der Jahresversammlung wurden weitere drei Universitäten aus China, Costa Rica und Russland als Mitglieder aufgenommen. Das Weltforum hat damit 104 Mitglieder. Als Ausrichter der 4. Mitgliederversammlung im Jahr 2016 wurde die Bergbau-Universität St. Petersburg bestätigt. Professor Bernd Meyer gab nach drei Jahren die Präsidentschaft des Weltforums an Professor Litvinenko in St. Petersburg ab. „Die Übernahme der zweiten Präsidentschaft durch den Rektor unserer Partner-Universität und Mit-Initiators ist ein gutes Zeichen für Kontinuität“ schätzt Professor Meyer ein. Für seine Verdienste um die Etablierung und den Aufbau des Weltforums wurde Professor Meyer durch die Mitgliederversammlung zum ersten Ehrenmitglied des Weltforums gewählt.   

Das Weltforum wurde 2012 von der TU Bergakademie Freiberg und die Bergbau-Universität St. Petersburg gegründet. Anlass war das 300-jährige Jubiläum des "Sylvicultura oeconomica" von Freiberger Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz In dem Buch geht Carlowitz am Beispiel des Waldes erstmals auf die Erfordernis des nachhaltigen Umgangs mit der Natur ein.

Weitere Informationen:

Programm WFURS 2015: http://tinyurl.com/p7fct9g

Allgemeine Informationen zum WFURS und eine Liste aller Mitglieder: http://www.worldforum-sustainability.org/  

Ansprechpartner: 
Prof. Carsten Drebenstedt