3. Förderperiode für Sonderforschungsbereich 920 bewilligt

Abguss einer Stahlschmelze
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat am 22. Mai entschieden, die Forschung der TU Bergakademie Freiberg im Sonderforschungsbereich 920 „Multifunktionale Filter für die Metallschmelzefiltration – ein Beitrag zu Zero Defect Materials“ mit einer dritten Förderperiode bis 2023 zu unterstützen.

Erst kürzlich haben die Forscher/innen ein neues Verfahren zur Reinigung von Metallschmelzen entwickelt (siehe Pressmeldung vom 13. Mai 2019). Dabei kommt ein spezielles Reinigungsfiltersystem zum Einsatz. Dieses erhöht nicht nur die Reinheit von Metallschmelzen um mehr als 95 Prozent und verbessert damit die Qualität und Widerstandsfähigkeit von Sicherheitsbauteilen, sondern eröffnet auch neue Möglichkeiten für das Recycling von Metallschmelzen. Das Potential des neuartigen Verfahrens erforscht das Team um 28 Wissenschaftler/innen aus 11 Instituten von vier Fakultäten der TU Bergakademie Freiberg innerhalb der nächsten vier Jahre.

Viele Studierende der Technischen Universität Bergakademie Freiberg erhalten bereits während ihres Studiums im Rahmen von Praktika oder Abschlussarbeiten Einblicke in die Forschung des SFB 920 und sind später als Doktoranden in die Entwicklung neuer Werkstoffe eingebunden.

Als Ergebnis der erfolgreichen Forschungsarbeit im SFB 920 konnten bis heute mehr als 380 wissenschaftliche Beiträge in Fachzeitschriften und Konferenzbänden publiziert werden. Die Doktoranden waren an mehr als 80 Prozent der Publikationen als Erstautoren beteiligt. Bis heute wurden 15 Patente erteilt.

Logo SFB 920Seit mehr als acht Jahren forscht das engagierte Team an neuartigen intelligenten Filterwerkstoffen und modellunterstützten Filterdesigns für reinere Metallschmelzen. Diese ermöglichen die Herstellung höchstbeanspruchbare Bauteile aus Stahl, Eisen, Aluminium oder Magnesium mit bahnbrechenden Eigenschaften für Sicherheits- und Leichtbaukonstruktionen der Automobil-, Bahn- und Luftfahrtindustrie.

Darüber hinaus werden zukunftsträchtige Anwendungsfelder in der Elektronikindustrie, in der Verpackungsindustrie und in der Filtrationstechnik erschlossen. „Das Ziel einer höheren Materialeffizienz kombiniert mit einem höheren Recyclingpotential sowie einem reduzierten Energieaufwand und CO2-Emissionen rückt damit in greifbare Nähe“, erklärt Prof. Dr. Christos Aneziris, Sprecher des SFB 920.

Mehr Informationen unter:

https://tu-freiberg.de/forschung/sfb920

https://www.dfg.de/service/presse/pressemitteilungen/2019/pressemitteilung_nr_17/index.html

Ansprechpartner: 
Prof. Christos G. Aneziris, Tel.: +49-3731-39-2505 und Dr. Undine Fischer, Tel.: +49-3731-39-3324