25 Jahre Geoökologie-Studium an der TU Bergakademie Freiberg: Was hat sich verändert?

eine weibliche und ein männlicher Studierender bei der Entnahme von Bodenproben
1996 starteten die ersten Studierenden des Diplom-Studiengangs Geoökologie. Heute kann das Studium als Bachelor oder Master absolviert werden. Gleich geblieben ist die besondere Herangehensweise: Geo-Ökosysteme als Ganzes zu verstehen, um Lösungen für zukünftige Herausforderungen zu finden.

„Der Studienabschluss ist nicht das Einzige, was sich in den vergangenen 25 Jahren verändert hat“, sagt Prof. Jörg Matschullat, der die ersten Geoökölogie-Studierenden als Studiengangsleiter begleitete. „Die Herausforderungen globaler Umwelt-, Klima- und Biodiversitätskrisen sind bis heute immer deutlicher geworden. Starkregen, Hitzewellen oder Waldbrände sind als Folgen des Klimawandels heute mehr denn je ins Bewusstsein der Menschen gerückt!“, meint der Geowissenschaftler. Aber es gibt eine gute Nachricht: „Wir sehen, wie Absolventinnen und Absolventen seit 25 Jahren in verschiedenen Arbeitsfeldern dazu beitragen, grundlegende Fragen und Zusammenhänge der Krisen zu klären. Sie verbessern Klimamodelle- und vorhersagen oder liefern Risikoabschätzungen und lokale Anpassungsstrategien an den Klimawandel“, so Prof. Jörg Matschullat.

Wie funktionieren Ökosysteme, Biome und Landschaftseinheiten? Wie belastbar sind sie? Wie lassen sich überlastete Systeme regenerieren? Fragen wie diese stehen im Studiengang Geoökologie seit jeher an der TU Bergakademie Freiberg im Vordergrund. „Wer sich für interdisziplinäre und fundierte Ansätze zur Lösung komplexer Umweltfragen interessiert, findet in der Geoökologie genau das richtige Studium. Mit eindeutig naturwissenschaftlichem Fokus lernen unsere Studierenden, Prozesse und deren Zusammenhänge in und zwischen Atmo-, Hydro-, Kryo-, Bio-, Pedo-, Litho- und Anthroposphäre zu verstehen“, erklärt Jun.-Prof. Conrad Jackisch, Studiendekan an der TU Bergakademie Freiberg.

Interdisziplinäre Ausbildung sorgt für vielfältige Berufschancen

Als querschnittsorientierte Umweltnaturwissenschaft erlernen Studierende die Grundlagen der Biologie, Ökologie und Atmosphären- und Klimaforschung, wenden Methoden der Bodenkunde, Hydrologie sowie Geochemie und Geotechnik an und beschäftigen sich mit Umweltrecht und Umweltmanagement. Mit diesem Handwerkszeug im Gepäck lösen die Geoökologinnen und Geoökologen komplexe und vielschichtige Aufgaben zu Umweltfragen: „Egal, ob es sich dabei um lokale Probleme wie beispielsweise Bodenbelastung durch Altlasten, die Beratung von Landwirtschaft für eine nachhaltigere Bewirtschaftungspraxis oder regionale sowie globale Herausforderungen zu Klimawandel, Biodiversität, Wasserknappheit oder Risikoabschätzungen von Extremwetterereignissen handelt“, erläutert Studiendekan Jun.-Prof. Dr. Conrad Jackisch.

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Jun.-Prof. Dr. Conrad Jackisch, Conrad.Jackisch@tbt.tu-freiberg.de