100. Hochschule beigetreten - Nächstes Weltforum in Japan

Gruppenfoto vor dem "Hauly"am steierischen Erzberg
Seit seiner Gründung 2012 in Freiberg tagte das Weltforum der Ressourcenuniversitäten für Nachhaltigkeit zum 3. Mal.

Zum 3. Weltforum der Ressourcenuniversitäten für Nachhaltigkeit sind an die österreichische Partneruniversität, die Montanuniversität Leoben, rund 50 Mitglieder aus vier Kontinenten der Erde angereist. Darunter zahlreiche Rektoren und Vizerektoren von namhaften Universitäten, unter anderem aus Kanada, Japan, USA oder Kenia. Neben internationalen wissenschaftlichen Vorträgen tauschen sich die Teilnehmer zu internationalen Standards in der Ausbildung im Rohstoffbereich aus. 

Gerade für Länder wie Kenia sei es wichtig sich zur Rohstoffausbildung auszutauschen. Das Land ist reich an Rohstoffen, habe jedoch nur wenig ausgebildete Ingenieure vor Ort, sagte Rektor Prof. Boga vom Taita Taveta University College. Seine Hochschule ist eine der sieben neuen Weltforumsmitglieder, die seit dem vergangenen Weltforum in Trondheim hinzugekommen sind. Außer Kenia sind es zwei Hochschulen aus Argentinien und je eine aus Belgien, Georgien, Ukraine (Donbass) und Jemen. „Wir sehen im diesjährigen Treffen eine gute Fortsetzung dessen, was wir vor zwei Jahren in Freiberg angefangen haben“, so Prof. Carsten Drebenstedt, erster Generalsekretär des Weltforums. 

In den Vorträgen beschäftigen sich die Wissenschaftler mit der Lehre im Rohstoff-Bereich, mit Methoden, aber auch dem Stand der Technik. Am Beispiel der Bergbauregion Leoben (Eisenerz) wird den Teilnehmern gezeigt, wie Bergbau wirtschaftlich und nachhaltig betrieben werden kann, trotz relativ geringer Erzgehalte. 

Insgesamt sind dem Weltforum der Ressourcenuniversitäten für Nachhaltigkeit (World Forum of Universities of Resources on Sustainability, WFURS) seit seiner Gründung im Jahr 2012 100 Mitgliedsuniversitäten aus 56 Ländern und allen fünf Kontinenten beigetreten. Das WFURS wurde im Jahr 2012 in Freiberg von der TU Bergakademie Freiberg und der St. Petersburger Bergbauuniversität gegründet. Das Ziel ist die weltweite Umsetzung des Prinzips der nachhaltigen Entwicklung in Forschung und Ausbildung an den Hochschulen im Rohstoffbereich. Darüber hinaus will das Weltforum ein neues Rohstoffbewusstsein in Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik schaffen: „Die Hochschulen sind die Kaderschmieden für die zukünftigen Fach- und Führungskräfte in diesem Bereich. Daher wollen wir gemeinsame Ausbildungsstandards etablieren, die Nachhaltigkeit bei den Rohstoffen vermitteln, also mehr Effizienz, Vermeidung, Ersatz und Recycling“, so Prof. Bernd Meyer, Rektor der TU Bergakademie Freiberg und amtierender Präsident des Weltforums.

In der Mitgliederversammlung wurden einstimmig Satzung und Geschäftsordnung beschlossen, auf deren Grundlagen die Arbeit des Weltforums fortgeführt wird. Prof. Bernd Meyer wurde für ein weiteres Jahr als Präsident des WFURS wiedergewählt, Prof. Carsten Drebenstedt wurde für vier Jahre als erster Generalsekretär wiedergewählt und Prof. Akira (Akita Universiy, Japan) wurde zum Schatzmeister gewählt. Die kommende Jahrestagung findet vom 12. bis 17.09.2015 in Akita, Japan, statt. Für das Jahrestreffen 2016 haben sich die Nationale Bergbau-Universität Dnepropetrovsk und die Universität Tarkwa, Ghana, beworben. 

Zuvor wurden in Arbeitsgruppen die Inhalte des Weltforums diskutiert und die nächsten Schritte beschlossen. „Ziel ist, die Nachhaltigkeitsaspekte fest in die Studienpläne nach dem Stand des Wissens zu verankern und die entsprechenden Hilfsmittel dafür bereit zu stellen sowie die wissenschaftlichen Grundlagen weiter zu entwickeln“, so Prof. Drebenstedt.

Programm WFURS 2014: http://wfurs.unileoben.ac.at/ 

Allgemeine Informationen zum WFURS und eine Liste aller Mitglieder: http://www.worldforum-sustainability.org/   

Die neuen WFURS-Mitglieder:

1) Taita Taveta University College, Voi, Kenia

2) Technische Universität Tiflis, Georgien

3) Universidad Nacional de San Martín, Argentinien 

4) Universität Aden, Jemen

5) Universidad Nacional de Catamarca, Argentinien

6) Université de Liège, Belgien 

7) Donbass State Technical University, Ukraine

Ansprechpartner: 
Prof. Carsten Drebenstedt, Tel. -2893