Christian Lüderitz

interviewed im Dezember 2013

Steckbrief

Christian Lüderitz
Technologie-Ingenieur bei der Wieland-Werke AG, Werk Langenberg (Velbert)
Studienrichtung: Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie

Vita

  • 2004-2011: Studium Nichteisenmetallurgie an der TU Bergakademie Freiberg während des Studiums Wohnheimadministrator des StuNet in der Agricolastraße und Winklerstraße
  • 2011: Abschluss Dipl.-Ing. für NE-Metallurgie
  • seit 2011: Technologie-Ingenieur bei der Wieland-Werke AG, Werk Langenberg (Velbert)

Interview

Was machen Sie heute beruflich?

Ich arbeite im Werk Langenberg (Velbert) der Wieland-Werke AG als Technologie-Ingenieur. Zu meinen vielfältigen Aufgaben gehören unter anderem das Bearbeiten von Machbarkeitsstudien, das Erstellen von Produktionsabläufen, die Unterstützung beim technischen Marketing bei der Einführung neuer Produkte und das Planen, Projektieren und in Betrieb setzen von Neuanlagen in der Fertigung.

Was ist aus Ihrer Sicht das besonders Interessante an Ihrer Tätigkeit?

Das interne Beproben ist sehr interessant. Das ist wie die Durchführung eines Versuches an der Universität, nur dass es hier gleich um einen ganzen Kupfercoil geht, der bis zu 8 Tonnen wiegen kann. Da muss jedes Detail sehr genau vorher überlegt sein! Spannend finde ich auch, dass ich jetzt wieder etwas mehr mit Werkstoffen zu tun habe. Der Schwerpunkt in der Nichteisenmetallurgie lag ja eher in der Chemie und Thermodynamik, weshalb ich von der Kaltumformung nur sehr theoretisch im Grundstudium gehört habe. Sehr viel Freude bereitet mir auch der Umgang mit unseren Oberflächeninspektionssystemen, da diese zwei Interessen von mir vereinen: den Computer und die Fotografie.

Welche nachhaltigen Erinnerungen verbinden Sie mit Ihrer Zeit an der TU Bergakademie Freiberg?

Vor allem den engen Kontakt mit den Dozenten, das war mir sehr wichtig. Gern erinnere ich mich außerdem an meine Zeit in den Studentenwohnheimen, besonders hier war immer etwas los. Ich denke da an diverse Pool-Partys im Treppenhaus sowie hinter der Winklerstraße. Auch die Weihnachtsmärkte sind viel schöner als die im Ruhrgebiet. Und ich erinnere mich gern an regelmäßige Fahrten nach Dresden und ins Elbsandsteingebirge.

Haben Sie heute noch berufliche oder private Kontakte zur TU Bergakademie Freiberg?

Ich versuche jedes Jahr im Januar an der Firmenkontaktmesse ORTE teilzunehmen. Mittlerweile arbeiten übrigens vier Freiberger bei Wieland, ich hoffe es werden noch mehr. Die Wieland-Werke haben einen recht engen Kontakt mit dem Institut für Nichteisenmetallurgie, es sind schon ein paar wissenschaftliche Arbeiten von uns industrieseitig betreut worden. Ein paar Bekannte sind noch in Freiberg, aber das zerstreut sich natürlich.

Was möchten Sie jungen Menschen, die heute in Freiberg studieren, mit auf den Weg geben?

Genießt die Zeit des Studiums, das ist die schönste Zeit Eures Lebens!

Verraten Sie uns Ihr Lebensmotto?

Das Leben ist wie Motorradfahren: ohne Kurven macht's keinen Spaß. Niemals aufgeben! Niemals kapitulieren!