Martin Hergert

interviewed im Dezember 2012

Steckbrief

Martin Hergert
Unternehmensberater, The Boston Consulting Group, Budapest, Ungarn
Studienrichtung: Betriebswirtschaftslehre

Vita

  • 2005-20009: Studium der Betriebswirtschaftslehre an der TU Bergakademie Freiberg
  • 2009-2011: CEU Business School in Budapest, Ungarn, Doppeldiplomprogramm MBA inklusive Abschlussarbeit
  • 2011: Abschluss als Diplom-Kaufmann an der TU Bergakademie Freiberg und MBA an der CEU
  • seit 2011: Unternehmensberater, The Boston Consulting Group, Budapest, Ungarn

Interview

Sie haben an der TU Bergakademie Freiberg studiert, wie kam es dazu?

Die Fakultät Wirtschaftswissenschaften hatte in den Rankings diverser Zeitschriften sehr gut abgeschnitten. Da ich gern in meiner Heimat Sachsen studieren wollte, nutzte ich den Tag der Offenen Tür, um die Stadt und die Universität näher kennenzulernen. Ich wurde nicht enttäuscht. Besonders die vorgestellten Möglichkeiten einen Auslandsaufenthalt im Rahmen eines Doppeldiploms Wirklichkeit werden zu lassen, sprachen für ein Studium in Freiberg.

Was ist aus Ihrer Sicht das besonders Interessante an Ihrer jetzigen Tätigkeit?

In der Unternehmensberatung zu arbeiten, erschien mir schon während meiner Freiberger Zeit als interessante Option. In Budapest hat mich dann ein befreundeter BCG-Berater erneut dazu ermutigt. Vor dem Job kommt allerdings ein striktes Auswahlverfahren. Um bei einer der größten Unternehmensberatungen der Welt anzukommen, muss man hart arbeiten. Ich habe mich unheimlich gut auf die Bewerbung vorbereitet und am Ende hat es geklappt. 
Das Interessante an meiner Tätigkeit als Unternehmensberater ist die Möglichkeit die wesentlichen Dinge zu beeinflussen. Wenn es durch unsere Hilfe Unternehmen gelingt, sich wirklich zu verändern um die Chancen der Zukunft zu nutzen, dann arbeite ich gern viel. Zudem kann ich täglich neue Sachen in einem praktischen Umfeld lernen und die Theorie des Studiums anwenden.

Welche nachhaltigen Erinnerungen verbinden Sie mit Ihrer Zeit an der TU Bergakademie Freiberg?

Es ist leicht neue Leute kennenzulernen, das mag an der familiären Atmosphäre einer kleinen Universität liegen. Als Student war ich keine Nummer, die Professoren kannten ihre Studenten. Besonders im Hauptstudium konnte ich in kleinen Gruppen viel lernen. Gern erinnere ich mich auch an die Zeit im Wohnheim. Es gab einen guten Zusammenhalt und irgendwo war immer was los. Und dann gab es natürlich auch den Weihnachtsmarkt und bergmännisches Brauchtum. Für jemanden wie mich, der aus dem Erzgebirge stammt, war das nichts Besonderes. Doch jetzt zur Weihnachtszeit in Budapest denke ich gern daran zurück.

Haben Sie heute noch berufliche oder private Kontakte zur TU Bergakademie Freiberg?

Ich komme schon noch gern nach Freiberg, aber die Zeit ist einfach zu knapp. Und ich fahre dann doch lieber nach Hause. Meine Kommilitonen sind mittlerweile weit verstreut und auch nicht mehr in Freiberg anzutreffen. Aber es ist doch immer wieder interessant, wo man überall Alumni aus Freiberg treffen kann. Dann ist schon einen Verbundenheit zu spüren. Zu einem Alumnitreffen würde ich auf jeden Fall gern kommen.

Was möchten Sie jungen Menschen, die heute studieren, mit auf den Weg geben?

Den heutigen BWL-Studenten kann ich nur raten sich durch das Grundstudium zu kämpfen, obwohl es heute wohl eher das Bachelorstudium ist. Aber im Hauptstudium und jetzt im Masterstudium wird es interessant. Bei den vielen Spezialisierungen muss man die finden, die einen wirklich interessieren. Einen Auslandsaufenthalt kann ich jedem nur empfehlen. Und es ist gut, wenn man neben dem Studium die Zeit findet sich zu engagieren, ob sozial, sportlich oder kulturell.

Verraten Sie uns Ihr Lebensmotto?

Schwierig, ich habe nicht das eine Lebensmotto. Aber ein hilfreicher Gedanke ist dieser von André Gide: "Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben."