Franziska Steinbruch

interviewed im November 2011

Steckbrief

Dr. Franziska Steinbruch
Professorin am Indian Institute of Technology Madras (Indien)
Studienrichtung: Geologie/Mineralogie

Vita

  • Drei Jahre Geologiefacharbeiterausbildung mit Abitur bei Hydrogeologie Nordhausen GmbH und an der ZAS-Neuoberhaus, Johanngeorgenstadt (letzter Jahrgang)
  • 4,5 Semester Geologiestudium an der TU Bergakademie Freiberg mit zahlreichen Hiwi-Tätigkeiten sowie einem 2-monatigen IAESTE Aufenthalt an der Fakultät für Geotechnik in Espoo, Finnland
  • 02/1998: Diplomarbeit am Forschungszentrum Jühlich
  • 02/1998-10/1998: Wissenschaftliche Assistentin an der Fakultät für Mineralogie der TU Bergakademie Freiberg unter Prof. Pilot
  • Mit einem DAAD Auslandsstipendium für ein Jahr als Forschungsstudent bei Prof. Hallbauer am Department für Geologie an der Universität von Stellenbosch, Südafrika tätig
  • Für zwei Monate als freischaffender Geologe für die Firma G.E.O.S. Jena GmbH tätig
  • 12/1999: Arbeitsbeginn an der Katholischen Universität von Mosambik, Zentrum für Geographische Informationsverarbeitung
  • 2006-2014: für das Gorongosa Restoration Project im Gorongosa Nationalpark in Zentralmosambik tätig
  • seit Januar 2014: Professorin am Indian Institute of Technology Madras (Indien), dort zuständig am Indo-German Centre for Sustainability für den Bereich Wasser

Interview

Sie haben Freiberg als Studienort gewählt, wie kam es dazu?

Ich wollte Geologie studieren und wusste, dass man dies am besten an der TU Bergakademie Freiberg verwirklichen konnte. Außerdem mag ich das Erzgebirge und die bergmännischen Traditionen.

Was waren wichtige Stationen auf Ihrem beruflichen Weg und was ist aus Ihrer Sicht das besonders Interessante an Ihrer jetzigen Tätigkeit?

Ich habe mich durch verschiedenste Fachgebiete bewegt, von der Hydrogeologie, Karstforschung und Erdölgeologie zur Mineralogie, weiter in die Geochemie und von dieser in die geographische Informationsverarbeitung, Satellitenbildauswertungen und schließlich in den Naturschutz, Geoökologie und Nationalparkverwaltung. Glücklicherweise konnte ich Ehe, zwei Kinder und Arbeit bisher immer gut verbinden. Für meinen Werdegang hat sich die auf hohem Niveau breit angelegte Freiberger Ausbildung ausgezahlt. Das Interessantes an meiner jetzigen Tätigkeit ist die Vielseitigkeit, die der berufliche Alltag bietet.

Welche nachhaltigen Erinnerungen verbinden Sie mit Ihrer Zeit an der TU Bergakademie Freiberg?

Die vielen Exkursionsangebote, die Möglichkeit mitgestalten zu können, in der Bergbaugeschichte stöbern zu können, das Steigerlied um Mitternacht, Konzerte im Dom, ....

Haben Sie heute noch berufliche oder private Kontakte zur TU Bergakademie Freiberg?

Ja.

Was möchten Sie jungen Menschen, die heute studieren, mit auf den Weg geben?

Das Studium bietet einem die einzigartige Möglichkeit, tiefgründig in ein oder mehrere Fachgebiete einzusteigen. Deshalb sollte man immer etwas wählen, dass einem liegt und noch dazu Spass macht.

Verraten Sie uns Ihr Lebensmotto?

Das Leben ist voller Überraschungen und man sollte jeden Tag genießen.