Torsten Dietze

interviewed im November 2010

Steckbrief

Dr. Torsten Dietze
Gastprofessor für Bergwirtschaftslehre der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der TU Bergakademie Freiberg
Studienrichtung: Betriebswirtschaftslehre

Vita

  • 1991-1997: BWL-Studium an der TU Bergakademie Freiberg
  • 1997-2004: wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Wirtschaftslehre der natürlichen Ressourcen und des Bergbaus, Promotion
  • 2005-2007: Projektmanager bei der Montan Bildungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH (MBEG)
  • 2007-heute: Leiter Kaufmännische Abteilung MBEG
  • 2007-heute: Lehrbeauftragter für die Lehrveranstaltung "Äußere und Innere Bergwirtschaftslehre" an der TU Bergakademie Freiberg
  • April 2012: Gastprofessor für Bergwirtschaftslehre der Fakultät 6 der TU Bergakademie Freiberg

Interview

Was machen Sie heute beruflich?

Ich arbeite als Leiter der Kaufmännischen Abteilung in der MBEG (Consulting-Tochter der MIBRAG mbH). Dabei bin ich sehr viel im Ausland unterwegs und bewerte Lagerstätten, Abbauvarianten sowie Bergbauunternehmen.

Was ist aus Ihrer Sicht das besonders Interessante an Ihrer Tätigkeit?

Ich habe es mit ständig neuen Anforderungen zu tun, sowohl inhaltlich als auch das Umfeld der Tätigkeiten betreffend. Weltweit arbeite ich mit Fachleuten zusammen und habe somit die Möglichkeit andere Sicht- und Herangehensweisen kennen zu lernen.

Welche nachhaltigen Erinnerungen verbinden Sie mit Ihrer Zeit an der TU Bergakademie Freiberg?

Auf alle Fälle das Familiäre an der Uni. Die Nähe zu den Professoren. Das unterscheidet Freiberg doch teilweise recht erheblich von anderen Studienorten. Und - was insbesondere meine Spezialisierung Ökonomie des Bergbaus angeht - der sehr starke Praxisbezug, der mir heute immer noch zu Gute kommt.

Haben Sie heute noch berufliche Kontakte zur TU Bergakademie Freiberg?

Ja, in zweierlei Hinsicht. Zum einen suche ich immer mal wieder Rat wenn es um konkrete Projekte geht. An der TU Bergakademie Freiberg bekomme ich neue Informationen und oft Bestätigung von den hier arbeitenden Experten. Momentan bin ich für ein Projekt in der Ukraine unterwegs, da finde vor allem bei Prof. Brezinski, Lehrstuhl für Internationale Wirtschaftsbeziehungen, Rat. Aber auch Prof. Drebenstedt und Dr. Weyer vom Institut Bergbau und Spezialtiefbau standen mir schon oft hilfreich zur Seite.

Und zum anderen halte ich seit 2007 die Vorlesungen zur Bergwirtschaftslehre. Das macht ungeheuer viel Spaß, weil ich die Theorie immer wieder mit realen Beispielen aus der Praxis belegen kann.

Was möchten Sie jungen Menschen, die heute studieren, mit auf den Weg geben?

Genießt das Studium, das ist einer der schönsten Lebensabschnitte. Macht euch aber auch klar, in welche Richtung ihr mal gehen wollt und schaut, dass ihr frühzeitig einen Bezug zur Praxis bekommt.

Verraten Sie uns Ihr Lebensmotto?

Auch wenn es abgedroschen klingen mag: Weltanschauung kommt von Welt anschauen. Es ist wahnsinnig interessant, andere Länder und Kulturen kennen zu lernen und es hilft einem ungeheuer, die Vorgänge im eigenen Land zu relativieren.