Maciej Piechocki

interviewed im Oktober 2008

Steckbrief

Dr. Maciej Piechocki
externer Habilitand an der TU Bergakademie Freiberg
Studienrichtung: Betriebswirtschaftslehre

Vita

  • 1998-2003: Studium an der Wirtschaftsuniversität Poznan (Polen)
    Diplom-Kaufmann / Magister  Ekonomii
  • 2004-2007: Promotion an der TU Bergakademie Freiberg, Professur für ABWL insbesondere Informationswirtschaft/Wirtschaftsinformatik/ Doktor rerum politicarum mit summa cum laude,
    Ausgezeichnet mit dem "Outstanding Dissertation Award" der American Accounting Association, Emerging Technologies/Artificial Intelligence Section für die Dissertation "XBRL Financial Reporting Supply Chain Architecture"
  • 2005-2007: Leiter des Competence Centers Information Logistics (CC InfoLog) am Lehrstuhl für Informationswirtschaft/ Wirtschaftsinformatik der TU  Bergakademie Freiberg
  • 2008-2011: externer Habilitand an der TU Bergakademie Freiberg, Professur für ABWL insbesondere Informationswirtschaft/Wirtschaftsinformatik
  • seit 2011: Director Disclosure Management and XBRL bei cundus AG

Interview

Was machen Sie heute beruflich?

In meinem Berufsleben bin ich für die Entwicklung der elektronischen Version der internationalen Rechnungslegungsstandards verantwortlich (IFRS Taxonomie). Ich leite das Team, welches die technischen Aspekte der Taxonomieentwicklung betreut. Diese elektronische Taxonomie für IFRS ermöglicht Unternehmen und Banken aus über 100 Ländern, die Finanzinformationen an die zuständigen Behörden, Investoren, Börsen und andere Empfänger zu schicken.

Was ist aus Ihrer Sicht das besonders Interessante an Ihrer Tätigkeit?

Da Ergebnisse meiner Arbeit weltweit eingesetzt werden, sind internationale Kontakte für mich besonders wichtig. Die Entscheidungsrelevanz meiner Arbeit für internationale Organisationen macht meine Tätigkeiten besonders interessant. Dazu kommt die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Anwendern, wie Rechnungslegungsexperten, Finanzanalysten und  IT-Experten.

Welche nachhaltigen Erinnerungen verbinden Sie mit Ihrer Studienzeit in Freiberg?

Vor allem habe ich in Freiberg meine Ehefrau kennengelernt und das wird bestimmt als wichtigste Erinnerung bleiben.

Bevor ich nach Freiberg gekommen bin, habe ich an einer der besten Wirtschaftsuniversitäten Polens, in Poznan, BWL studiert. Während Poznan mit einer großen Universität und einer großen Stadt vielfältige Möglichkeiten anbietet, habe ich in Freiberg die individuelle Betreuung als Studierender aber auch später als Dozent sehr hoch geschätzt. Zusätzlich genoss ich während meiner Arbeit an der TU Freiberg große Forschungsflexibilität und viel Verantwortung von Anfang an, die aus flachen Hierarchiestrukturen resultieren.

Freiberg bietet exzellente und unvergessliche internationale Atmosphäre und Kontakte, die ich heute in meinem alltäglichen Berufsleben nutzen kann.

Last but not least habe ich eine fantastische Zeit als Sportler in Freiberg verbracht. Die Deutschlandmeisterschaft für Universitäten und die Sachsenmeisterschaft in Basketball, beide aus dem Jahr 2003, bleiben unvergesslich.

Haben Sie heute noch berufliche oder private Kontakte zur TU Bergakademie Freiberg?

Da ich an der TU Bergakademie Freiberg die Habilitation anstrebe, habe ich viele Forschungskontakte.

Verraten Sie uns Ihr Lebensmotto?

"Thinking Forward"