Impressionen 2019

Tausende Besucher genossen die entspannte Atmosphäre bei der Nacht der Wissenschaft und Wirtschaft an gleich drei Standorten in Freiberg. Auch die sächsische Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange nahm sich bei ihrem Bummel über den Campus und die Reiche Zeche viel Zeit für Gespräche. Ab 18 Uhr bis Mitternacht herrschte reges Treiben an den Campusstandorten der Technischen Universität Bergakademie Freiberg.

Sie eröffnete die Nacht zusammen mit Rektor Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht und Oberbürgermeister Sven Krüger mit einer Augmented Reality-Show, bei der ein historischer Globus aus Humboldts Zeiten virtuell auf die Bühne projiziert wurde, und erhielt hierbei einen Einblick in die Arbeit der Freiberger Informatiker.

Im Julius-Weisbach-Bau konnte der neue Strömungskanal der Professur für Strömungsmechanik und Strömungsmaschinen mit selbstgebauten Papierflugzeugen und -schiffen getestet werden. Auch das erfolgreiche Racetech-Racing-Team, das zurzeit zu den Top Ten der studentischen Rennwagen-Teams weltweit zählt, präsentierte sich den interessierten Gästen.

Welche Metalle im Smartphone versteckt sind und wie man sie mit Freiberger Expertise gewinnt und bearbeitet, erfuhren die Gäste bei den Werkstoffwissenschaften. 1500 Grad Celsius heißes reines Eisen - und das in wenigen Sekunden: Die Aluminothermie, bei der in einer Redoxreaktion die Stoffe Eisenoxid, Aluminiums, Bariumperoxid, Magnesium, Kaliumpermanganat und Glyzerin miteinander reagieren, war nur einer von vielen spektakulären Probeversuchen, die die Zuschauer beeindruckten.

Bei der Aktion "Schlag den Prof" konnten die Studierenden ihren Dozenten einmal auf Augenhöhe begegnen. Die Kontrahenten traten in verschiedenen Geschicklichkeits- und Wissensdisziplinen gegeneinander an. Neben spannender Unterhaltung warteten auch tollen Preise auf die Gewinner.

Internationale Studenten waren an den Ständen rund um das Internationale Universitätszentrum vor dem EAC-Studentenclub anzutreffen. Mit ihrem internationalen Programm rockten sie die Bühne mit Tanz- und Musikeinlagen und sorgten mit einer mehrsprachigen Karaokeshow für Stimmung.

Auch der "neue" Standort der Nacht der Wissenschaften an der Reichen Zeche wurde von den Besuchern mit großem Interesse angenommen. Wissenschaftler stellten anschaulich neue Forschungsmethoden vor, z.B. wie aus Ozeanmüll ein industriefähiges Kohlenstoffgas hergestellt wird. Viel Andrang herrschte auch bei den Grubenfahrten: Hier konnten die Gäste sich auf den einstündigen Lehrpfad oder die neunzigminütige Forschungstour begeben.

Ein besonderes Angebot der Nacht: Gemeinsam mit der Sudkraft GmbH aus Österreich und ihrer "Hopfensau" konnte man live Bier brauen. Als Premiere wurde auch die Eigenmarke "Reicher Zecher" erstmals zum Verkauf angeboten. Die Nacht der Wissenschaft wartete mit einer kleinen Besonderheit am Standort Reiche Zeche auf. Hier feierten zwei TU-Absolventen an diesem Abend ihre Hochzeit. Magdalena und Toni Schmidt, (Noch-)Studentin und Absolvent des Geotechnik-Studiengangs, wählten das Alte Fördermaschinenhaus der Reichen Zeche als stimmungsvolles Ambiente für ihre Hochzeitsfeier.

Viel Andrang herrschte auch am Standort im Gewerbegebiet Saxonia: Hier präsentierten sich zahlreiche Freiberger Unternehmen, wie z.B. Autoservice Zimmermann mit einer Ausstellung zur Elektromobilität, die beim Rundweg der Befesa Zinc GmbH zum Produktionsprozess und die Loser Chemie GmbH, die sich u.a. mit Recycling und de Rückgewinnung seltener Technologiemetalle beschäftigen. Die Freiberger Eisenbahngesellschaft ermöglichte den großen und kleinen Besuchern einen Blick in den Regio-Shuttle.

Die Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft wurde auch im Gewerbegebiet deutlich. Das Institut für Elektrotechnik war hier mit seinem Elektrofahrzeug präsent.