Was ist was an der Universität - das große JuniorUni-Lexikon

Maskottchen JunioruniAn der Universität geht es ein wenig anders zu als in der Schule. Vieles hat komplizierte Bezeichnungen, auch für Dinge, die ihr vielleicht bereits kennt. Wenn ihr mehr über die Uni-Welt wissen möchtet, hilft das Junioruni-Lexikon euch schon mal vorab schlau zu machen.

Alma mater

Alma mater ist die lateinische Bezeichnung für Universität. Wörtlich übersetzt heißt es nährende Mutter.

Audimax

Das Auditorium Maximum, kurz Audimax, ist der größte Hörsaal an einer Universität. An der TU Bergakademie Freiberg befindet sich der Audimax mitten auf dem Campus. Knapp 500 Studenten finden im Audi max Platz. Studenten hören hier Vorlesungen zu und manchmal finden hier auch kulturelle Veranstaltungen statt.

Bachelor

Der Bachelor ist der erste berufsqualifizierende Abschluss („Bachelor of Science“) den Studierende erwerben können.

Campus

Maskottchen Junioruni

Der Campus (aus dem Englischen, ursprünglich von campus, dem lateinischen Wort für „Feld“) ist die Gesamtanlage einer Hochschule, das Universitätsgelände. Hier befinden die meisten Lehr- und Forschungsgebäude, Wohnheime, Mensa und Bibliothek und zahlreiche Grünflächen auf engstem Raum. Die TU Bergakademie Freiberg ist eine Campusuniversität. 

c.t.= cum tempore

c.t. lautet die Abkürzung für eine Zeitangabe für Lehrveranstaltungen, die eine Viertelstunde später anfangen als angegeben. Zum Beispiel 7.00 Uhr c.t. bedeutet die Veranstaltung beginnt um 7.15 Uhr (siehe auch s.t.).

Dekan

Der Dekan ist sozusagen der Chef einer Fakultät innerhalb der Universität. Meist gibt es mehrere Fakultäten, die größere Wissenschaftsgebiete umfassen. Beispielsweise Fakultät für Mathematik und Informatik oder Fakultät für Chemie und Physik.

Diplom (griechisch diploma)

Das Diplom ist ein akademischer Grad und traditioneller Abschluss eines Studiums in den Natur- und Ingenieurwissenschaften. Er wird nach dem Bestehen der Diplomprüfung verliehen. Hat der Student seine Prüfungen erfolgreich bestanden, erhält er ein Diplomzeugnis.

Doktor/Doktorin

SchmuckgraphikAls erstes denkt ihr dabei sicherlich an einen Arzt. Einen "Doktor" kann man aber auch in jedem anderen Fach nach dem Abschluss eines Studiums machen. Der Weg dahin dauert mehrere Jahre und schließt mit einer Doktorarbeit und einer mündlichen Prüfung ab. Wenn der Doktor fleißig forscht, kann er Professor werden. Man kann sogar mehrere Doktortitel erwerben.

Exmatrikulation

Hat der Student sein Studium an der Universität erfolgreich abgeschlossen, wird er exmatrikuliert. Das lateinische ex bedeutet aus oder ehemalig und bestimmt die Bedeutung diese Begriffs. Wird der Student exmatrikuliert, bedeutet das, dass er auch aus der sogenannten Matrikelliste gestrichen wird.

Fakultät

Die Fakultät bezeichnet eine Struktureinheit der Uni. Sie umfasst zusammengehörige Wissenschaftsgebiete und ist in Institute unterteilt. In Freiberg gibt es sechs Fakultäten. Das sind die:

  • Fakultät für Mathematik und Informatik
  • Fakultät für Chemie und Physik
  • Fakultät für Geowissenschaften, Geotechnik und Bergbau
  • Fakultät für Maschinenbau, Verfahrens- und Energietechnik 
  • Fakultät für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie
  • Fakultät für Wirtschaftswissenschaft

Hörsaal

Ein Hörsaal ist mit einem Klassenzimmer vergleichbar, er ist jedoch meistens größer. In diesen "großen Klassenzimmern" finden die Vorlesungen statt. Jede Vorlesung in einem anderen. Die Studenten wandern sozusagen immer von Hörsaal zu Hörsaal, sie haben kein Klassenzimmer einen festen Sitzplatz.

Immatrikulation

Um einen Studienplatz zu bekommen, muss man einen Brief an die Universität schreiben, der beinhaltet, dass man sich besonders für ein Fach interessiert. Wer in der Schule gute Noten hatte, hat auch große Chancen auf den Studienplatz seiner Wahl. Wenn man einen Studienplatz erhalten hat, "schreibt man sich ein" und bekommt von der Universität einen Studienausweis zugeschickt. Damit wird man Mitglied der Hochschule mit allen Rechten und Pflichten.

Kanzler

Der Kanzler leitet die Universitätsverwaltung und ist Mitglied der Universitätsverwaltung. In Freiberg hat der Kanzler seinen Sitz im Universitätshauptgebäude in der Akademiestraße 6.

Klausur

Studenten hören nicht nur Vorlesungen zu, sondern sie schreiben auch Prüfungen. Eine Klausur wir unter unter Aufsicht geschrieben und dann benotet.

Klopfen

Maskottchen

Am Schluss eines Theaterstücks klatschen die Leute, aber in der Universität ist das anders. Wenn die Studentinnen und Studenten nach einer Vorlesung auf den Tisch klopfen, dann bedeutet dies Dank und Anerkennung für den Vorlesenden.

Kommilitone/Kommilitonin

Was in der Schule die Klassenkameraden sind, sind in der Universität die Kommilitonen, sozusagen die Mitstudenten.

Lehrveranstaltung

Die Unterrichtsstunde an einer Universität nennt man Lehrveranstaltung. Es gibt viele verschiedene Arten, wie z.B. die Vorlesung, das Seminar oder die Übung.

Master

Master ist ein weiterer berufsqualifizierender Abschluss („Master of Science“), den Studenten erwerben können. Wichtig ist, das man vorher den Abschluss als Bachelor geschafft hat.

Matrikelnummer

Nach der Zulassung zu einem Studium an der Universität bekommt jeder Student eine Nummer zugeteilt - die Matrikelnummer. Diese Nummer behält der Student solange, wie er an dieser Universität studiert. Sie wird im Studentenausweis und in allen Zeugnissen eingetragen.

Mensa

"Mensa" bedeutet auf Latein "Tisch". An der Universität kann das auch gut mit "Mittagstisch" übersetzt werden, denn die Mensa ist das Gebäude in dem die Studierenden zu Mittag essen. Die Mensa liegt mitten im Campus der Freiberger Universität, ganz nah an den anderen Universitätsgebäuden. Somit haben es die Studierenden nach dem Mittagessen nicht mehr weit zu ihren Lehrveranstaltungen oder in die Universitätsbibliothek.

Professor/Professorin

Die Lehrer nennt man an einer Universität Professoren. Sie halten Vorlesungen und Seminare und sorgen dafür, dass die Studenten gut ausgebildet werden. Daneben forschen und experimentieren sie zu verschiedenen Themen und kennen sich in ihren Fachgebieten besonders gut aus. Sie veröffentlichen regelmäßig die Ergebnisse ihrer Arbeit in speziellen wissenschaftlichen Zeitungen. Professorin oder Professor kann nur werden, wer ein echter Experte seines Faches ist.

Rektor und Prorektoren

Der Rektor ist das, was der Direktor an der Schule ist. Er leitet die Universität und plant zusammen mit den Professoren, wie die Zukunft der Universität aussehen soll. Er wird vom Konzil für eine Amtszeit von 3 Jahren gewählt. Die Prorektoren sind seine gewählten Stellvertreter. An der TU Bergakademie gibt es drei Prorektoren für die Bereiche Bildung, Forschung und Auslandsbeziehungen. Rektor und Prorektoren haben ihren Sitz im Universitätshauptgebäude, Akademiestr. 6.

Semester

In der Universität wird nicht in Schulhalbjahren gerechnet, sondern in Semestern - einem Wintersemester und einem Sommersemester. Jedes Semester dauert sechs Monate. Zwei Mal im Jahr gibt es die vorlesungsfreie Zeit, die zwei bzw. drei Monate lang ist. Das lässt sich aber nicht mit den Schulferien vergleichen. Die Studentinnen und Studenten schreiben in dieser Zeit Hausarbeiten oder sammeln praktische Erfahrungen. Um sich auf Arbeiten und Prüfungen vorzubereiten, müssen sie in dieser Zeit viele dicke und dünne Bücher in der Bibliothek lesen.

Seminar

Während in den Vorlesungen nur zugehört wird, können die Studenten in den Seminaren über Themen diskutieren. Meist wird in kleinen Gruppen gearbeitet. Die Studierenden lernen selber Vorträge zu halten, die man Referate nennt. Das Referat muss der Studierende später schriftlich zusammenfassen und dem Dozenten geben, um eine Note zu bekommen.

s.t. = sine tempore

Mit s.t. gekennzeichnete Lehrveranstaltungen fangen pünktlich zur angegebenen Uhrzeit an. Wer hier mit dem "akademischen Viertel" c.t. rechnet, kommt zu spät (siehe auch c.t.).

Vorlesung

In Vorlesungen halten die Professorinnen und Professoren einen Vortrag über ein bestimmtes Thema, die Studierenden hören zu und machen sich Notizen. Eine Vorlesungsstunde dauert meistens 90 Minuten. Sie beginnt aber - anders als in der Schule - nicht zur vollen Stunde, sondern fast immer erst um Viertel nach. Das nennt man dann "akademische Viertelstunde" oder "c. t." als Abkürzung für das lateinische "cum tempore", was "mit Zeit" bedeutet. Das Viertel kommt wohl daher, dass die Studierenden früher weite Wege zwischen den Vorlesungen zurücklegen mussten. Die Viertelstunde wurde ihnen eingeräumt, damit sie rechtzeitig zur Vorlesung kommen konnten.

Zum Seitenanfang