Catalogus Professorum Fribergensis

Umschlag CFPAuf der Grundlage der im Archiv bereits seit langem begonnenen systematischen Erfassung wichtiger biografischer Daten bzw. der entsprechenden Quellen und Literatur über die an der Bergakademie beschäftigten Lehrkräfte (ordentliche Professoren, apl. Professoren, statusadäquate Lehrkräfte der Anfangszeit - beispielsweise Abraham Gottlob Werner) sollen im Catalogus Professorum Fribergensis (nachfolgend CPF) nun deren Leistungen für Lehre und Forschung geschichtswissenschaftlich gewürdigt werden. Dazu wird der Katalog nicht nur die wichtigsten Angaben zum wissenschaftlich bzw. beruflichen Werdegang des Darzustellenden enthalten, sondern auch weitere Informationen zum Lebenswerk liefern. Der CPF ist nach historischen Zäsuren gegliedert. Für deren Festlegung waren einerseits die geschichtswissenschaftlich anerkannten Periodisierungsmodelle zu berücksichtigen, andererseits aber auch die spezifischen Einschnitte in die Geschichte der TU Bergakademie Freiberg, die sich beispielsweise aus der Tatsache ergaben, dass sie in den ersten 100 Jahren ihrer Existenz als montanwissenschaftliche Bildungseinrichtung immanenter Bestandteil des sächsischen Oberbergamtes war. Den einzelnen Perioden vorangestellt wird eine Übersicht über die in den drei markanten Wissenschaftsgebieten tätigen Lehrkräfte der Bergakademie: erstens Professoren der Mathematik und Naturwissenschaften, zweitens der Ingenieurwissenschaften und drittens der Geistes-, Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften. Innerhalb der gewählten Zeitabschnitte erfolgt die Reihung der jeweiligen Biografien streng chronologisch nach dem Berufungs- bzw. Ernennungsjahr. Die im CPF enthaltenen Informationen stammen vorrangig aus dem Fundus des Universitätsarchivs, sind aber auch Ergebnis umfangreicher Recherchen in Quellen Dritter - so aus Datenermittlungen in anderen Universitätsarchiven, Regional- und Stadtarchiven oder Friedhofsverwaltungen.

Um von Beginn an Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden, wurde die Arbeit unter strikter Wahrung datenschutzrechtlicher Bestimmungen durchgeführt. Aus diesem Grund ist der Katalog zweigeteilt, was sich auch optisch erkennen lässt. Zum einen geht es um Personen, die zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses vor über zehn Jahren verstorben sind (für diese sind die Schutzfristen gem. § 10 Abs. 1 des SächsArchivG beendet, somit ist die Nutzung auch der personenbezogenen Archivunterlagen freigegeben). Über die meisten dieser Professoren verfasst der Historiker Hartmut Schleiff, der für dieses Projekt gewonnen werden konnte, auf der Basis der vom Archivmitarbeiter Roland Volkmer aus den unterschiedlichsten Quellen erstellten biografischen Angaben, Lebensläufe, die inhaltlich und stilistisch über das, was man allgemein in datenbankgenerierten Sammelbiografien lesen kann, hinausgehen. Bei der zweiten Personengruppe handelt es sich um diejenigen Professoren, für die diese Schutzfrist noch nicht abgelaufen ist - in der Mehrzahl also noch lebende Professoren. 

Text von Dr. Herbert Kaden (in Auszügen), Quelle: ACAMONTA 2014