IÖZ-Forum... wovon handelt es?

Seit 1997 bietet das Studium Generale an der TU Bergakademie Freiberg ein fachübergreifendes, allgemeinbildendes Angebot von Lehrveranstaltungen zu unterschiedlichen Themen. Ein Teil der Ringvorlesungen „IÖZ-FORUM“ wird gemeinsam mit dem Interdisziplinären Ökologischen Zentrum organisiert und u.a. von den PraxisPartnern des IÖZ und dem Verband der Deutschen Ingenieure (VDI) unterstützt. 

Alle IÖZ-Forum-Vorträge sind öffentlich und allgemeinverständlich. Soweit nicht anders vermerkt, wird in deutscher Sprache vorgetragen. Der Eintritt ist frei. Veranstaltungsort ist, soweit nicht anders angegeben, der große Mineralogie-Hörsaal (WER-1045) im Werner-Bau, Brennhausgasse 14 in Freiberg. Die Vorträge beginnen jeweils um 18:00 Uhr.

IÖZ Veranstaltungsplanung ist im laufenden Betrieb

Diese Seite wird kontinuierlich ergänzt und erweitert ... auch wenn es manchmal nach einer Baustelle aussieht, sind hier stets die neuesten Updates zu finden: 

→ Studium Generale Programm

Bei Redaktionsschluß des proWissen-Heftes standen noch nicht für alle der unten angegebenen Termine die Vortragenden fest. Ergänzende Informationen sind daher den Ankündigungen des IÖZ und des Studium Generale sowie der örtlichen Tagespresse zu entnehmen.

IÖZ-Forum "Humboldt"

Anschließend an die Vorlesung im letzten Wintersemester stellt die Ringvorlesung weitere wichtige Themen der - künftigen - Humboldt-Forschung vor. Zusammen mit dem eröffnenden Krüger-Kolloquium ordnen sich Leben und Werk Alexander von Humboldts in einen größeren Kontext ein.

TERMINE im Sommersemester 2019:

 

08.05.2019 - Alte Mensa, Peterstraße 5

Auftaktveranstaltung - Krüger-Kolloquium.
Prof. Dr. Ottmar Ette, Universität Potsdam
Alexander von Humboldt pflegte in seiner Wissenschaft ein komplexes,
auf Wechselwirkung beruhendes Verhältnis von Natur
und Kultur sowie zur augenfälligen Visualisierung dieser Relation.
Bereits mit der Pasigraphie hatte sich ihm erstmals die Möglichkeit
geboten, bei seinem Publikum einen »Totaleindruck« zu erzeugen
und zugleich ein Verständnis für das Zusammenspiel höchst unterschiedlicher
Faktoren zu erwecken. Der Vortrag geht den Wegen
und Wirkungen der Humboldtschen Versuche nach, ein Zusammendenken
von Natur und Kultur buchstäblich und modellhaft vor
Augen zu führen. Aus einer genauen Lektüre seiner Amerikanischen
Reisetagebücher ergibt sich ein genaues Bild der Genese
und Entstehung seiner Humboldtschen Wissenschaft.

20.05.2019

Daniel Kehlmann und der erfundene Humboldt.
Dr. Frank Holl, Münchner Wissenschaftstage e. V.
Daniel Kehlmann gibt vor, mit seinem Roman Die Vermessung der
Welt „verschwiegene oder übersehene Wahrheiten sichtbar“ zu
machen. Dadurch, dass er die Leser bewusst im Zweifel lässt, was
historisch belegt und was erfunden ist, entstehen Missverständnisse.
Was ist wahr? Was ist unwahr? Im Vortrag werden die wichtigsten
Charakteristika des Kehlmann‘schen und des historischen
Alexander von Humboldt analysiert und nachgewiesen, dass diese
nicht übereinstimmen. Dabei wird auch nach der sozialen Rolle
von Wissenschaftlern wie Humboldt und derjenigen von Literaten
wie Kehlmann gefragt. Wie gehen sie mit der Wahrheit um? Was
darf Kunst? Was darf Wissenschaft? Deutlich wird, dass alle, die
etwas für ihre Allgemeinbildung tun möchten, bei Die Vermessung
der Welt an der falschen Adresse sind.

03.06.2019


"Mein zweites Vaterland" - Alexander von Humboldt und Frankreich.
David Blankenstein, Deutsches Historisches Museum Berlin
Alexander von Humboldt war nicht nur durch seine französischstämmige
Mutter mit dem Land westlich des Rheins verbunden.
Er hat Frankreich für lange Zeit als Wahlheimat gewählt und die
hervorragende wissenschaftliche Infrastruktur der Hauptstadt Paris
genutzt. Er war dabei immer ein unermüdlicher Vermittler zwischen
Franzosen und Deutschen. Doch wie kommt es, dass einer
der großen französischsprachigen Schriftsteller seiner Zeit, wie
Humboldt von seinen Zeitgenossen wahrgenommen wurde, in
seinem „zweiten Vaterland“ fast vergessen ist? Der Vortrag begibt
sich anhand bislang unbekannter Dokumente auf eine Spurensuche,
um dem Verhältnis Alexander von Humboldts zu Frankreichs
näher zu kommen.

17.06.2019


Alexander von Humboldt, Abraham Gottlob Werner und die Wernerisation der gelehrten Welt dies- und jenseits des Ärmelkanals.
Dr. Hildegard Wiegel
Vor und mehr noch nach seinem Studium in Freiberg bei Abraham
Gottlob Werner unterhielt Alexander von Humboldt zahlreiche
Kontakte zu kosmopolitischen und polyglotten Gelehrten
weltweit; für seine Forschungen in den preußischen Gebieten
und jenseits des Atlantiks waren vor allem diejenigen zeitgenössischen
Wissenschaftler verschiedenster Disziplinen prägend, die
in Großbritannien und Frankreich in Gelehrtengesellschaften verankert
waren. Heute nur noch einschlägig forschenden Spezialisten
bekannt, sind Institutionen wie insbesondere die „Wernerian
Society“ in Edinburgh oder die „Lunar Society“ in Birmingham
mit ihren Gelehrtennetzwerken für Alexander von Humboldt von
hoher Bedeutung für seine Entwicklung zum herausragenden Naturforscher
gewesen.

01.07.2019

Alexander von Humboldt auf Reisen - Wissenschaft in Bewegung.
Dr. Carmen Götz, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Der Vortrag wird der Frage nachgehen, welche Bedeutung der
Freiberger Mineraloge Werner für Goethe und Alexander von
Humboldt hatte. Dabei soll gezeigt werden, wie und wann sie sich
auf ihn bezogen und es wird gefragt, ob in den Begegnungen
zwischen Goethe und Humboldt direkt auf Werner Bezug genommen
wurde und in welcher Weise dies geschah. Ein besonderer
Fokus wird darauf gerichtet, inwieweit kritische Distanzierungen
von Werners Lehren neben einer weiterhin vorhandenen Anhängerschaft
bestehen konnten. Den im ersten Amerikanischen Reisetagebuch
Humboldts enthaltenen mineralogischen und geologischen
Beobachtungen soll in diesem Zusammenhang besondere
Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Zum Seitenanfang