Versicherungen

 

1. Krankenversicherung

Wer in Deutschland studiert, muss krankenversichert sein. Bei der Einschreibung zum Studium und für die Beantragung der Aufenthaltserlaubnis müssen Sie einen Nachweis über Ihre Krankenversicherung vorlegen.

1.1 Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC)

European Health Insurance CardMit den Mitgliedsländern der Europäischen Union und des Europäischen Wirtschaftsraumes, bestehen Sozialversicherungsabkommen. Diese sollen unter anderem dafür sorgen, dass die Krankenversicherung aus dem Heimatland eines Studierenden in Deutschland gültig ist. Tipp: Besorgen Sie sich, falls möglich, von ihrer gesetzlichen Krankenversicherung die  Europäische Krankenversicherungskarte (European Health Insurance Card, EHIC). Diese Karte wird von der TU Bergakademie Freiberg als Nachweis der Krankenversicherung akzeptiert.

1.2 Befreiung von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung

Wenn Ihre Heimat-Krankenversicherung (außer EHIC, siehe oben) in Deutschland anerkannt wird oder wenn Sie für die Dauer Ihres Studiums in Deutschland eine private Krankenversicherung abschließen, benötigen Sie zusätzlich für die Einschreibung eine so genannte Bestätigung über die Befreiung von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Diese Befreiung erhalten Sie beispielsweise in den Filialen der gesetzlichen Krankenversicherungen in Freiberg (z. B. TK, AOK, Barmer, IKK)

Achtung! Wenn Sie eine Befreiung von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung beantragen, können Sie für die Dauer des gesamten Studiums nicht mehr in die gesetzliche Krankenkasse wechseln.

1.3 Kosten einer gesetzlichen Krankenversicherung

Die Kosten einer gesetzlichen Krankenkasse betragen etwa 110 Euro pro Monat. Studierende, die das 30. Lebensjahr vollenden/vollendet haben, müssen etwa 190 Euro pro Monat bezahlen.

Studierende in studienvorbereitenden Deutschintensivkursen müssen sich während des Deutschkurses privat krankenversichern. Mit Beginn des regulären Studiums können sie dann in die gesetzliche Krankenkasse wechseln.

1.4 Gesetzliche vs. private Krankenversicherung

Deutschland verfügt über ein gut funktionierendes Krankenversicherungs-System. Sie können sich sowohl bei einer gesetzlichen, als auch bei einem privaten Anbieter krankenversichern.

Für Studierende unter 30 Jahren empfehlen wir den Abschluss einer gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Gründe, die für eine GKV sprechen, sind:
  • Mit einer GKV müssen Sie zur Begleichung der Kosten für einen Arzt- oder Krankenhausbesuch nicht in Vorleistung gehen. Mit einer privaten KV müssen Sie die Rechnung zunächst selbst bezahlen und die Rückerstattung bei der Versicherung beantragen.
  • Die GKV sorgt für einen umfassenden Versicherungsschutz einschließlich bei Fällen wie Schwangerschaft, Patiententransport und vorbeugende Zahnbehandlungen.
  • Familienversicherung: In einer gesetzlichen Krankenversicherung sind ihr Ehepartner und alle leiblichen Kinder automatisch mitversichert. Diese Familienmitglieder müssen keine zusätzlichen Gebühren zahlen.

1.5 Lebensalter 30 Jahre mit gesetzlicher Krankenversicherung

Ab einem Lebensalter von 30 Jahren steigt der Mitgliedsbeitrag in einer gesetzlichen Krankenversicherung auf mindestens 190 Euro pro Monat. Eine Kündigung der Krankenversicherung ist in diesem Fall innerhalb von 14 Tagen möglich.

1.6 Private Krankenversicherung

Eine private Krankenversicherung wird besonders für Studierende ab einem Alter von 30 Jahren attraktiv, da sie dann deutlich günstiger ist als eine Gesetzliche.

Tipp: Das Deutsche Studentenwerk hat eine Rahmenvereinbarung mit der VELA Versicherungsdienst GmbH getroffen. Für ein Studium in Deutschland mit Abschluss empfehlen wir deren Versicherungstarif "Optimal" für 78 Euro/Monat.
Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Webseite des Deutschen Studentenwerks unter http://www.internationale-studierende.de/waehrend_des_studiums/krankenversicherung/aelter_als_30_was_dann/.


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1.7 Kombinierte Angebote: Krankenversicherung und Sperrkonto im Paket

Expatrio, Fintiba und Coracle sind Beispiele für Anbieter einer Kombination aus Sperrkonto (blocked bank account) für einen Visumsantrag, Reise-Krankenversicherung sowie Krankenversicherung während des Studiums in Deutschland. Die Verträge können bereits vom Heimatland aus abgeschlossen werden.

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1.8 Weblinks zum Thema Krankenversicherung

Clipart Frau isst einen Apfel

  • Gesetzliche Krankenversicherung: Für die Suche nach einer gesetzlichen Krankenkasse in Deutschland können Sie auf der Webseite  https://www.krankenkassenzentrale.de/studenten die Angebote von mehr als 100 Krankenkassen vergleichen

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2. Unfallversicherung

Eingeschriebene Studierende sind automatisch unfallversichert. Die Versicherung zahlt bei Unfällen, bei denen Sie auf dem Gelände der Universität sowie auf dem Weg zum Studienort oder vom Studienort nach Hause zu Schaden gekommen sind.

Auch internationale Praktikanten an der TU Bergakademie Freiberg sind automatisch unfallversichert. Dabei ist es wichtig, dass ein Praktikant von seinem Betreuer stets vorschriftsmäßig am Arbeitsplatz eingewiesen wird (z. B. in die Handhabung von Versuchsständen und Messgeräten) und dass seine Arbeitsaufgabe klar definiert wird.

Weitere Informationen: https://tu-freiberg.de/studium/rund-ums-studium/formalia/versicherungsschutz#unfallversicherung

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3. Haftpflichtversicherung

Der Abschluss einer für Deutschland gültigen Haftpflichtversicherung ist sehr zu
empfehlen. Wenn Sie einen Schaden verursachen, dann wird dieser in der Regel von der Versicherung bezahlt.

Die TU Bergakademie Freiberg verfügt nicht über eine Haftpflichtversicherung für Ihre Mitglieder. Sie muss daher von jedem privat abgeschlossen werden.

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