Projekte

Aktive Projekte

1. Integra – Integration von Flüchtlingen ins Fachstudium

Mit dem Programm „Integra“ erhalten studierfähige Geflüchtete an der TU Bergakademie Freiberg die Möglichkeit, sich auf ein Studium vorzubereiten. Damit sollen sie möglichst schnell im Hochschulsektor Fuß fassen.

international Studierende in ein Interkulturelles Wochenende

Projektziele

Projektziel 1: Studierwillige und -fähige Geflüchtete erreichen das für ein Studium notwendige Sprachniveau (Überprüfung durch TestDaF/DSH).

Projektziel 2: Studierwillige und -fähige Geflüchtete werden fachlich auf ein Studium vorbereitet.

Projektziel 3: Für ein Studium eingeschriebene Geflüchtete und internationale Studierende verbessern ihre Sprachkenntnisse und (über-)fachlichen Kompetenzen. Die Studienabbruchquote soll verringert werden.

Projektziel 4: Die Weichen für den Berufseinstieg internationaler Absolventen werden bereits im Studium gestellt. Daher sollen Maßnahmen zur frühzeitigen Orientierung und Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt aus- und aufgebaut und regionale Netzwerke mit arbeitsmarktrelevanten Akteuren („kooperatives Übergangsmanagement“) geschaffen werden.

Projektziel 5: Service-learning und das gesellschaftliche Engagement internationaler Studierender sollen unterstützt werden, um durch den Erwerb von Schlüsselkompetenzen und durch die lokale Vernetzung mit zivilgesellschaftlichen Akteuren das Zugehörigkeitsgefühl und die Integration zu fördern.  

Das Projekt bis jetzt

Integra befindet sich seit dem 2017 an der internationales Universitätszentrum in der TU Bergakademie Freiberg.

Mehr als 30 Studierende mit Fluchthintergrund haben davon profitieren und befinden sich nach erfolgreichem Abschluss der DSH an der TU Bergakademie Freiberg im Fachstudium. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern konnte dank „Integra“ die Kursgebühr für die Intensiv-Deutschkurse erlassen werden. Einige bewältigen erst nach einer Kurswiederholung die hohen Anforderungen der DSH. Leider schaffen manche von Ihnen trotz großer Bemühungen nicht den Schritt ins Studium. Die mitunter schwierige persönliche Situation als auch lange und kostspielige Fahrten zum Deutschunterricht führen zu erschwerten Bedingungen

1.1. "INTEGRA BE-Pro" Integration ins Fachstudium und BerufsEinstiegsProgramm für geflüchtete und internationale Studierende

INTEGRA BE-Pro ist ein teil von Integra und es ist anspruchsvolles 3-semestriges, studienbegleitendes Programm, das vom Internationalen Universitätszentrum und dem Career Center der TU Bergakademie Freiberg unter dem Dach der GraFA konzipiert wurde und vom DAAD gefördert wird. Das Projekt soll internationalen Studierenden helfen, sich mit der deutschen Arbeitskultur und neuen Arbeitsformen vertraut zu machen und ihre Deutschkenntnisse mit Vokabularen zu verbessern, die für den Berufseinstieg wichtig sind, 20 internationale Studentinnen und Studenten können daran teilnehmen. 

Geplanter Projektablauf:

  • Erste Juli-Hälfte 2020: Kick Off Workshop: Einführung ins Programm,Training: Deutsche Arbeitskultur, Bewerben in Deutschland, Zukunftswerkstatt „Mein Platz in Deutschland“
  • Juli – August 2020: Bewerbung bei einer NGO zum Praktikum, Gruppencoachings (2 je Monat) zur Unterstützung der Bewerbung und Projektentwicklung für das Praktikum
  • August - September 2020: zweiwöchiges Praktikum in einer NGO
  • Oktober 2020: Gruppencoaching zur Reflexion der Lernprozesse im Praktikum
  • Wintersemester 2020/21: monatliche Treffen in Form von Gruppencoachings, Training und Workshops
  • Eigenständige Bewerbung für ein Praktikum bei einem deutschen Unternehmen
  • Semesterferien: 3-wöchiges Praktikum in einem deutschen Unternehme
  • Sommersemester 2021: monatliche Gruppencoachings
  • September 2021: 14-tägiger Blockkurs (täglich 3 Stunden)
  • Begleitend können die Teilnehmer*innen Beratung für die Bewerbungsverfahren und Auswahl der NGO und Unternehmen in Anspruch nehmen.

Die Teilnehmer*innen werden außerdem als Mentor*innen für künftige internationale Studierende tätig


1.2.Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt

Unsere Angebote

Berufsberatung für internationale und geflüchtete Studierende

Im Rahmen des DAAD-Programmes Integra unterstützt dich das Career Center bei der Berufsorientierung und beim Berufseinstieg in Sachsen/Deutschland.

Beratung und Coaching

  • Suchst du Beratung zur Berufsorientierung und zum Berufseinstieg in Deutschland?
  • Benötigst du Unterstützung bei der Erstellung deiner Bewerbungsunterlagen?
  • Möchtest du dich auf ein Bewerbungsgespräch vorbereiten?

Workshops

  • Benötigst du Informationen zum Thema Arbeitsmarkt und Berufseinstieg in Sachsen/Deutschland?
  • Brauchst du Informationen zum Schreiben von Bewerbungen?
  • Kennst du deine Stärken, die du für den Berufseinstieg mitbringst?

Kontakte zu Arbeitgeber

  • Würdest du gerne Kontakte zu Arbeitgeber in der Region aufbauen?
  • Möchtest du an Veranstaltungen und Messen teilnehmen und dein Netzwerk ausbauen?
  • Möchtest du den regionalen Arbeitsmarkt kennen lernen?
Für weitere Informationen, stehen wir Ihnen gerne zu verfügen:

Graduierten- und Forschungsakademie (GraFA)

Dr. Desmond Okwor 

Prüferstraße 2, Zimmer 2.406

Sprechzeiten: Dienstag und Donnerstag von 13:00 bis 15:00 Uhr

Bitte vereinbaren Sie in jedem Fall einen Termin! 

Internationales Universitätszentrum

Mohamad Al Zoabi

Akademiestraße 6, Raum EG.21

Telefon +49 3731 39 2574
Fax +49 3731 39 3659
Mohamad [dot] Al-Zoabiatiuz [dot] tu-freiberg [dot] de

 

Förderung

Das Projekt wurde gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Bundesadler (Bild), 3 Farben der deutschen Nationalflagge, Text: Bundesministerium für Bildung und Forschung

Zum Seitenanfang


2. Welcome – Studierende engagieren sich für Flüchtlinge

Tutoren unterstützen Flüchtlinge bei der Studienplatzwahl und im Studium. Ehrenamtliches Engagement an und außerhalb der Universität fördert die Integration und trägt zum Empowerment von geflüchteten Studierenden bei.

Angebote/Maßnahmen

Die Angebote und Maßnahmen im Rahmen von Welcome an der TU Bergakademie Freiberg umfassen:

  • Beratung in deutscher, englischer, arabischer Sprache oder in Farsi für geflüchtete Studieninteressenten zum Studienangebot, zu Voraussetzungen und erforderlichen Bewerbungsunterlagen

  •  Individuelle und bedarfsgerechte Unterstützung bei Orientierung an der Universität und Studienorganisation sowie im Studienverlauf
  • Durchführung von Deutschtutorien, speziell für die geflüchteten Studierenden in den studienvorbereitenden Deutschkursen
  • Zusätzliche Unterstützung zu Studienbeginn durch ehrenamtliche Mentoren
  • Gewinnung von geflüchteten Studierenden als ehrenamtliche Mentoren für neu angereiste internationale Studierende
  • Weitere Angebote für ehrenamtliches Engagement zur Kompetenzerweiterung: z.B. im Projekt „Internationale Studenten in Schulen“, in universitären Arbeitsgemeinschaften und Organisationen und Vereinen außerhalb der Universität
  • Deutsch-Sprachcafés zum Anwenden der Deutsch-Sprachkenntnisse in ungezwungener Atmosphäre und zum Austausch zu Studium und Leben in Freiberg

Dank des Welcome-Projektes konnte der Student Bayati A. individuelle Unterstützung zu Studienbeginn erhalten: „Als ich die Zulassung fürs Studium erhalten habe, kannte ich niemanden. Zum Glück hat mir Herr Al Zoabi den Tutor Ahmad. A vermittelt, der mir sehr geholfen hat, mein Studium zu organisieren. Und es war auch für mich das Online-Lernen sehr kompliziert - die Vorlesungen in den Webseiten zu finden. Aber er blieb mit mir Stunden lang, um die Vorlesung in der Webseite zu zeigen und darüber hinaus meinen Stundenplan zu erstellen. Durch ihn konnte ich mich besser auf mein Studium konzentrieren.“

Innovativ & besonders

Neben der Unterstützung von geflüchteten Studierenden in Studienvorbereitung und Studium fördert das Projekt den Erwerb von Schlüsselkompetenzen durch ehrenamtliches Engagement von geflüchteten, internationalen und deutschen Studierenden. Dies erfolgt in Zusammenarbeit mit verschiedenen studentischen Arbeitsgemeinschaften sowie Organisationen außerhalb der Universität. Die sich ehrenamtlich engagierenden Studierenden erwerben und erweitern im Rahmen des ehrenamtlichen Engagements unterschiedliche Kompetenzen. Zu nennen sind neben der Sprach- und interkulturellen Kompetenz, die Fähigkeit zur Selbstreflexion und Selbstorganisation. Die Übernahme von Verantwortung für Andere und die Ausführung der daraus entstehenden Aufgaben trainieren soziale Kompetenzen wie Gewissenhaftigkeit und Verantwortungsgefühl. So werden beispielsweise geflüchtete Studierende, die von ehrenamtlichen Mentoren betreut wurden, motiviert, sich später selbst als Mentor für neue internationale und geflüchtete Studierende zu engagieren und Wissen weiterzugeben. Nun selbst Unterstützer zu sein, stärkt das Selbstbewusstsein und die Persönlichkeit der Studierenden. Das Engagement wird im Rahmen des Zertifikats „Internationale Kompetenz“ gewürdigt.

Förderung

Das Projekt wurde gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Bundesadler (Bild), 3 Farben der deutschen Nationalflagge, Text: Bundesministerium für Bildung und Forschung

Zum Seitenanfang 


3. KOSPIE  Praxisaufenthalte für Ingenieure aus  Entwicklungsländern (Mexiko, Argentinien, Kolumbien)

Mit speziellen Stipendienprogrammen unterstützt der DAAD den akademischen Nachwuchs in fortgeschrittenen Entwicklungsländern Lateinamerikas.  Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Ingenieur- und Naturwissenschaften.

Hintergrund

Eine wachsende Zahl von Entwicklungsländern investiert im Rahmen ihrer eigenen Entwicklungsagenda erhebliche Mittel in den Ausbau ihrer Hochschulen und die Aus- und Fortbildung zukünftiger Führungskräfte im Ausland. Insbesondere Schwellenländer sind bereit und in der Lage, einen Teil der Kosten für solche Austauschprogramme selbst zu tragen.

Gerade in diesen Bereichen fehlt es in vielen Schwellen- und Entwicklungsländern weiterhin an modernen und praxisbezogenen Ausbildungsangeboten sowie an der nötigen internationalen Vernetzung, die den Anschluss an die globale Wissensgesellschaft ermöglicht. Technologische Neuerungen, die für eine nachhaltige Entwicklung gerade auch in den weiter fortgeschrittenen Entwicklungs- und Schwellenländern von zentraler Bedeutung sind, erreichen diese Hochschulen zu spät und können aufgrund fehlender Experten nicht an den Ingenieurnachwuchs weitergegeben werden

Programmziele

Im Mittelpunkt des Programms steht die Ausbildung von Fach- und Führungskräften in den Ingenieur- und Naturwissenschaften. Von der Förderung profitieren Studierende sowie mittelbar auch die Hochschulen und die Arbeitswelt (Wirtschaft und öffentliche Verwaltungen) in Entwicklungs- und Schwellenländern.

Geförderte Projekte/Maßnahmen

Der TU Bergakademie Freiberg beteiligt sich am Programm KOSPIE und unterstützt Studierende aus Argentinien, Kolumbien und Mexiko während eines zweisemestrigen Studien- und Praxisaufenthaltes.

Förderung

Das Projekt wurde gefördert durch das Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

bundesamtfwirtschaftl_logo_

Zum Seitenanfang


4. Vergangene Projekte

Projekt zur Steigerung des Studienerfolgs

Das Projekt zur Steigerung des Studienerfolgs wurde im Laufe von vier Semestern vom Sommersemester 2017 bis zum Wintersemester 2018/2019 an der TU Bergakademie Freiberg durchgeführt.

Der größte Teil der Maßnahmen fand an den Fakultäten statt. Am Internationalen Universitätszentrum werden die folgenden Projektteile durchgeführt:

 Ausgleich unterschiedlicher fachlicher und nicht-fachlicher Qualifikationen der Studieneingangsphase – Arbeitspaket 4: Besonderheiten ausländischer Studierender

  • weiterführende Deutsch-Module für internationale Studierende in deutschsprachigen Studiengängen

Unterstützung der Studierenden durch betreute Lerngruppen

  • internationale Studienanfänger in deutschsprachigen Studiengängen werden durch studentische Tutoren fachbezogen betreut
  • Durchführung von Informationsveranstaltungen zur Orientierung am neuen Studienort zu Studienbeginn, zur Studien- und Prüfungsordnung sowie zur Prüfungsvorbereitung

Zum OPAL-Kurs mit weiteren Informationen und Materialien für Studierende (persönlicher OPAL-Zugang benötigt).

Förderung

Das Projekt wurde gefördert durch den Europäischen Sozialfonds.

Europäische Union, Europa fördert Sachsen. ESF. Europäischer Sozialfonds



Zum Seitenanfang