Erfahrungsberichte

Das sagen die Studierenden

1. Frau Hunga Manli aus China, Masterstudiengang Keramik, Glas- und Baustofftechnik

Das Interview wurde im Januar 2020 durchgeführt.

Frage: Wie war das Deutschlernen für dich?
Antwort: Nach meiner Ankunft in Deutschland lernte ich Deutsch hauptsächlich in einem Sprachkurs. Zuallererst versuchte ich, den Unterricht nicht zu verpassen. Ich weiß, dass auch eine einzige Abwesenheit im Unterricht zum Verpassen vieler Übungen und Kenntnisse führen kann. Im Unterricht habe ich mich oft mit den Lehrern auf Deutsch unterhalten. Ich versuche auch mit ausländischen Kommilitonen zu kommunizieren und gemeinsam zu diskutieren. Mehr zu sprechen hilft nicht nur dabei, Wörter zu merken, sondern verbessert auch die mündliche Fähigkeit. Die vom Lehrer vergebenen Hausaufgaben müssen sorgfältig erledigt werden und es handelt sich um gezielte Übungen für das heute erlernte Wissen. Für die Fehler im Aufsatz, die vom Lehrer korrigiert worden sind, ist es am besten, sie einmal zusammenzustellen, um den Eindruck von häufigen Fehlern zu vertiefen und sie niemals zu wiederholen. Das größte Hindernis für mich ist das Hörverstehen. Weil Deutsch und Chinesisch völlig unterschiedliche Sprachen sind und überhaupt keine Ähnlichkeit in der Wortbildung haben, selbst wenn ich die Wörter schon mal gelernt habe, kann ich sie beim Hören möglicherweise nicht erkennen. Deshalb muss ich mir nach dem Unterricht noch mehr Zeit für das Lernen investieren. Auf einigen Websites zum Deutschlernen habe ich einfache Hörübungen gefunden. Ich höre ein paar Mal, bis ich im Wesentlichen ein Diktat schreiben könnte.

Frage: Was ist typisch deutsch für dich? Was ist "typisch Freiberg" für dich?
Antwort: Ich glaube, dass viele Chinesen, wenn sie über Deutschland sprechen, an Bier, Würstchen und Fußball denken. Ich bin keine Ausnahme. Als ich hierher kam, stellte ich fest, dass es tatsächlich so ist. Ich sehe oft Leute mit Bier in der Hand, im Supermarkt und an Ständen, die Würste aller Art verkaufen. Es gibt leidenschaftliche Fans während der Saison. Aber nachdem ich meine Erfahrung vertieft habe, merke ich, dass Deutschland weit mehr als das hat. Es gibt hier auch fleißige deutsche Studenten und einen sehr ausgereiften Maschinenbau. Außerdem schätzen die Deutschen das Luxusleben nicht, jeder scheint einfach zu sein und strebt ein natürliches und komfortables Leben an.
Freiberg ist eine ruhige und schöne Stadt. Beeindruckend sind ihre Bergmannskultur, Hammer- und Spitzhackensymbole überall, das Lied der Bergleute, das jeder Einheimische singen kann, die jährliche Parade der Bergleute und das Erzmuseum in der Innenstadt, sie zeigen den besonderen Charme dieser Stadt.
 
Frage: Wie sieht dein Uni-Leben aus?
Antwort: Da kann man sagen, schwer aber interessant. In Deutschland zu studieren ist wirklich schwierig. Ein großer Teil ist wegen der Sprache. Nachdem der Sprachkurs vorbei war, dachte ich, ich wäre endlich befreit und könnte endlich ein Masterstudium anfangen. Aber wer es kennt, der weiß, dass das wirklich ein schwieriger Anfang ist. Es ist ganz normal, dass ich die Professoren nicht verstehen kann und daher den Veranstaltungen nicht folgen kann. Es gibt so viele nie gesehene Fachbegriffe. Oft müssen wir noch fleißiger als andere Studenten nach dem Unterricht arbeiten.
Außerdem organisiert die Universität häufig verschiedene Aktivitäten, z. B. Posterbazare, Museumsbesuche, Besuche der Stadt Seiffen, Festivals für Wissenschaft und Technologie usw., um das Universitätsleben außerordentlich inhaltsreich und interessant zu machen.

Frage: Was ist/war besonders herausfordernd für dich und wie hast du solche Herausforderungen angenommen? Wo holst du dir Unterstützung?
Antwort: Die größte Herausforderung sollte die Sprache sein. Da der Unterricht nicht in der Muttersprache stattfindet und die Lehrer der Fachkurse im Allgemeinen schneller sprechen als die Lehrer der Sprachkurse. Da der Wortschatz fachspezifischer ist, ist es noch schwieriger, mit dem Lehrer im Unterricht Schritt zu halten.
Ich bemühe mich, das, was der Lehrer heute beim Unterricht gesagt hat, so gut wie möglich zu verdauen. Außerdem ist die heutige Arbeit heute zu erledigen. Gleichzeitig lese ich fachverwandte deutsche Bücher, und kommuniziere sowie diskutiere mit meinen deutschen Kommilitonen.

Fragen zum PANDA-Programm

Anmerkung: Das PANDA-Programm dient der Studienvorbereitung von chinesischen Bewerbern an den Universitäten Leipzig, Weimar, Freiberg und Halle.

Frage: Wie war die Studienvorbereitung mit dem PANDA-Programm für dich? Was findest du nützlich/hilfreich? Warum?
Antwort
: Ich denke, dass Panda-Projekt meinen Traum vom Studium in Deutschland erfüllt hat. Da ich seit mehreren Jahren arbeite, gibt es keine Möglichkeit, durch Austausch oder andere verwandte Projekte im Ausland zu studieren. Außerdem ist es schwieriger, sich während der Arbeit auf ein Studium im Ausland vorzubereiten. Das Panda-Projekt hat mir wirklich viel Arbeit erspart: der Prozess ist einfach und die Erfolgsquote hoch.

Frage: Wobei haben dich die Mitarbeiter des Panda-Programms an der Uni, am Studienkolleg oder bei interDaF unterstützt?
Antwort: Vielen Dank an die Lehrer Liu und Wu vom Projekt. Bevor ich nach Deutschland kam, halfen sie mir, ein Zimmer zu beantragen, einen Check-in-Zeitpunkt zu vereinbaren und Versicherungen sowie andere Materialien für das Leben in Deutschland vorzubereiten. Nachdem ich nach Deutschland gekommen war, holten sie uns ab und brachten uns im Studentenwohnheim. Die Sprache war bei der ersten Ankunft nicht so gut. Sie halfen uns bei der Kommunikation mit den Hausmeistern und auch bei der Einschreibung in Sprachkurse, damit wir als neue Studenten reibungslos in Deutschland leben konnten.


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