ISIS 11.05.2007 - Grundschule der Gemeinde, Großhartmannsdorf OT Mittelsaida

Im Rahmen des Projektes „Europagedanke 2007“ wurden wir am 11. Mai in die Grundschule der Gemeinde Großhartmannsdorf eingeladen. Während der vorangegangenen Projekttage hatten die Schüler bereits vieles Neues über Griechenland, Tschechien, Spanien und andere Länder der EU erfahren. Der krönende Abschluss der Projekttage war dann der Besuch von 3 ausländischen Studenten der TU Bergakademie Freiberg: Vasiliki Vasilatou aus Griechenland, Marcin Piechoki aus Polen und Bjarnheidur Kristinsdottir aus Island. Die Studenten wurden sehr herzlich von den Schülern und Lehrern der Grundschule empfangen. Die Klassen 1 – 4 hatten ein Lied zur Begrüßung ihrer Gäste einstudiert. Danach gingen die Studenten in verschiedene Klassen und präsentierten dort ihre Heimatländer.

Von Marcin erfuhren die Kinder vieles über die verschiedenen Regionen und Städte Polens. Er erzählte polnische Märchen, was man in Polen esse und dass man in Polen ganz ähnlich Ostern und Weihnachten feiere. Die Kinder hörten gespannt zu und waren sehr erstaunt, wie ähnlich unser Nachbar Polen doch eigentlich ist. Auch polnische Persönlichkeiten wie z.B. Marie Curie oder Papst Johannes Paul II waren den meisten Schülern bekannt. Zu guter Letzt zeigte Marcin den Schülern noch eine Polonaise, die man zur Eröffnung des Hunderttageballs, dem polnischen Abiturball, tanzt..

Mit einem lauten „Kalimera“ begrüßten die Schüler Vasiliki. Sie erklärte ihnen dafür, wo Griechenland liegt und dass das Land aus sehr vielen Inseln besteht. Vasiliki erzählte den erstaunten Schülern, dass man in Griechenland Zitronen und Oliven anbaue, die in Deutschland jedoch nicht zu finden seien. Auf den Bildern, die sie von verschiedenen griechischen Speisen zeigte, erkannten die Kinder den Feta-Käse sofort. Auch zeigte Vasiliki den Schülern verschiedene Bauten aus der Antike und erläuterte einige Figuren aus der griechischen Mythologie. Zum Schluss tanzte Vasiliki noch Sirtáki mit den Schülern.

Bjarnheidur (Bea) präsentierte Island, die Insel aus Feuer und Eis. Nachdem Bea den Kindern erläutert hatte, dass Island eine Insel ist, die man nur mit dem Flugzeug oder mit dem Schiff erreichen kann, versetzte sie die Kinder in Staunen: Island wächst jedes Jahr um ca. 2 cm. Natürlich wollten die Kinder wissen, wie das denn geht. Also erklärte Bea geduldig, wie Island entstanden ist und dass die Vulkane noch heute aktiv sind. Auch die Tierwelt interessierte die Kinder sehr: Delphine, Wale und Papageientaucher waren faszinierende Lebewesen. Bea zeigte den Kindern natürlich auch, wie isländische Kinder ihre Freizeit verbringen. Sie spielte mit den Schülern und erzählte von „Wiki und den starken Männern“, einem Wikingerjungen, dessen Geschichten in Island sehr bekannt sind. Aber natürlich hörten die Kinder auch Geschichten von Trollen und Elfen. Zum Schluss durften die Kinder dann noch getrockneten Stockfisch mit Butter probieren und bekamen somit einen Geschmack von Island.

So herzlich, wie die Studenten empfangen wurden, wurden sie auch wieder verabschiedet. Die Klassen hatten verschiedene Tänze einstudiert. Jeder Student erhielt eine selbst gebastelte Karte, einen Blumenstrauß und eine Flasche Wein als Dankeschön.

Alles in allem war dieses Projekt ein sehr gelungenes, das wir sehr gern in Erinnerung behalten.