ISIS 29.11.2002 - Grundschule Siebenlehn, Großschirma

Am 29. November 2002 besuchte die IMRE-Studentin Yu Zhang die Grundschule Siebenlehn und stellte ihr Heimatland China im Geographie-Unterricht vor.

Erfahrungsbericht

"Es war eine wunderbare Erfahrung dass ich für die Schüler und Schülerinnen der 7. Klasse diesen Vortrag machen konnte. Die Herzlichkeit mit der ich aufgenommen wurde, die Neugierde die mir entgegengebracht wurde und die Freude der Kinder über das was ich Ihnen erzählte waren beeindruckend für mich. Ich freue mich sehr, dass ich ein Woche bevor ich zurück in mein Heimatland China zurückfliege, die Chance hatte an einer deutschen Schule etwas über mein Heimatland erzählen zu können und mich mit den Kindern unterhalten konnte.

Als mich zum Schluss die Schüler fragten ob ich nicht noch mal kommen könnte, habe ich sogar einen Augenblick darüber nachgedacht, meinen Flug zu verschieben um noch ein paar Tage länger in Deutschland zu bleiben. Es war eine wunderbare Erfahrung, an die ich mich gerne erinnern werde!"

Yu Zhang

Zeitungsartikel

Artikel für Bürgerblatt Siebenlehn - Amtsblatt Reinsberg - Nossener Rundschau Januar 2003

"Der Urwald sind drei Bäume" - Chinesisch in der Mittelschule Siebenlehn

An einem Freitag Ende November erfüllte sich für Siebenlehner Mittelschüler der 7. Klasse der Wunsch nach Geografieunterricht zum Anfassen. Im Rahmen des Projektes ISIS "Internationale Studenten in Schulen" besuchte uns Zhang Yu, eine Studentin aus Schanghai, die an der Bergakademie einen Managing-Studiengang absolviert.

Sie berichtete über ihre Heimat und ihre Familie. Die Kinder erfuhren, dass Yu (der Vorname wird im chinesischen immer am Ende geschrieben) eines der ersten Mädchen war, die im Gefolge der Ein-Kind-Politik der chinesischen Regierung als Einzelkind aufwuchs. Jeder konnte sich anschließend anhand seines Geburtsjahrganges sogar lesen, in welchem chinesischen Tierzeichen sein Geburtstag lag. Die meisten der Schüler wurden im Jahr des Pferdes oder im Jahr der Schlange geboren.

Interessant war, herauszufinden, dass manche chinesischen Zeichen gar nicht so schwer zu verstehen sind. So stehen z. B. ein deutlich erkennbarer Baum für das gleichbedeutende deutsche Wort. Zwei Bäume stehen für einen Wald und drei Bäume für Urwald. So einfach ist das.

Wenn man dann noch 2500 - 6000 weitere Zeichen in Wort und Schrift beherrscht, ...schon kann man chinesisch. Die armen kleinen Chinesenkinder, die das lernen müssen! So verging die Zeit wie im Fluge. Zum Abschluss wurden noch Fotos gemacht und eine Namensliste aufgestellt. Jeder deutsche Vorname wird in den nächsten Tagen von Yu in ein chinesisches Schriftzeichen übertragen.

Jan Pfeiffer, der deutsche Betreuer des ISIS-Projektes an der Bergakademie vereinbarte, das in nächster Zeit im Rahmen unseres Geografieunterrichtes noch mehrmals ausländische Studenten an die Mittelschule Siebenlehn kommen werden. Ein Beitrag, um den Kids den Blick über die eigenen Grenzen zu schärfen, was in einer Zeit voller Vorurteile bitter nötig ist.

H. Oder
Schulleiter