Ausstellungen

Ausstellung Flora Fribergensis

Einladung zur Ausstellungseröffnung mit Vortrag

Referent: Prof. Hermann Heilmeier (Institut für Biowissenschaften)

„… In unterirdischen Regionen, in Höhlen, an dem Zimmerwerk der Erzgänge kommen Pilze, Schwämme und ähnliche Gewächse vor …“ (W. Döring)

Humboldt studierte vom 14.06.1791 - 27.02.1792 in Freiberg. Neben seinen montan- und geowissenschaftlichen Studien widmete er sich u.a. der Botanik. Sein spezielles Interesse galt dabei, und das fand er in Freiberg offensichtlich zum ersten Mal, auch der unterirdischen Pflanzenwelt. Bei seinen Befahrungen, in den verschiedenen Gruben Freibergs, zog ihn die unterirdische Pflanzenwelt in seinen Bann „… weil Mangel an Licht und eine so verschieden gemischte Atmosphäre auch eine andere Organisation, als die überirdische, ahnen läßt …“. Etwa ein Jahr nach seinem Studium in Freiberg (1793) veröffentlichte Alexander v. Humboldt die Ergebnisse „seiner Jagd nach Moosen“ im Band Florae Fribergensis Specimen plantas cryptogamicas praesertim subterraeas. Er unterteilte die Pflanzen in Algae (Flechten) und Fungi (Pilze). Dabei beschrieb er in seinem Werk 124 Flechten und 134 Pilze, die er zum großen Teil erstmalig nachweisen konnte. Einen Pilz, den er im Tiefen Nachtigall Stolln bei Tuttendorf (Güte Gottes Erbstolln, samt Gottes Hülfe Fundgrube zu Tuttendorf) fand, benannte er Ceratophora fribergensis. Seine Freiberger Erkenntnisse wurden in den nächsten Jahren in zahlreichen Fachpublikationen kommentiert und bewertet.

Der Vortrag von Prof. Hermann Heilmeier wird sich mit dem Werk Florae Fribergensis specimen beschäftigen aber auch mit der aktuellen Bedeutung Alexander v. Humboldts in der modernen Vegetationsökologie.

Termin: 14.05. bis 4.10.2019
Eröffnung: am 14.05.2019, 18:00 Uhr
Ort: Universitätsbibliothek, Agricolastr. 10, Freiberg

Fotoausstellung „Alexander von Humboldt in Freiberg und seinen Partnerstädten“

Die Fotofreunde der Stadt Freiberg und einige ihrer Partnerstädte (Gentilly, Darmstadt, Clausthal-Zellerfeld) sind den Spuren Alexander von Humboldts in ihren Heimatregionen gefolgt und haben Plätze und Stätten fotografiert, die Alexander von Humboldt besucht hat.

Veranstaltungszeitraum: 02.09. bis 14.10.2019 
Anschrift: Nikolaikirche, An der Nikolaikirche 1, Freiberg

Auf den Spuren Humboldts durch Sibirien

Vom 22. Mai bis zum 13. Juni 2019 fand auf Initiative von Wissenschaftlern der St. Petersburger Bergbau-Universität, der Russischen Akademie der Wissenschaften und der TU Bergakademie Freiberg eine Forschungs- und Studienreise auf den Spuren Humboldts und Cottas durch Sibirien statt.

Die ersten Ergebnisse der Reise – Minerale, Gesteine, Erze, Schlacken, Glasproben, Bücher sowie Foto- und Filmmaterial und auch das eine oder andere Souvenir – werden bereits wenige Wochen später in der Universitätsbibliothek »Georgius Agricola« im Rahmen einer kleinen Sonderausstellung präsentiert, welche der Humboldt-Ausstellung »Florae Fribergensis« folgt.

Veranstaltungszeitraum: 29.08. bis 20.10.2019 
Anschrift: Universitätsbibliothek, TU Bergakademie Freiberg

Ausstellungseröffnung am 29. August 2019