3. Krüger-Kolloquium am 27. April 2011

Programmablauf zum Download


 
Bildquelle: Wikipedia


Prof. Rolf-Dieter Heuer, seit 2009 Generaldirektor des CERN (Europäische Vereinigung für kernphysikalische Forschung, Schweiz)


Vortragsthema: “Die Weltmaschine LHC am CERN: Einblicke in das frühe Universum“

Mit dem Start des Large Hadron Collider (LHC) am CERN beginnt eine neue Ära der Teilchenphysik. Der LHC wird ein tieferes Verständnis von den Vorgängen im Universum liefern und hat das Potenzial, unser Weltbild zu revolutionieren. Die Wissenschaftler erwarten tiefgreifende Erkenntnisse über den Aufbau und Ursprung der Materie, der Natur der Dunklen Materie und vielleicht über die Existenz zusätzlicher Raumdimensionen. Der Vortrag wird das faszinierende Physikpotenzial des LHC beschreiben, die wichtigsten Ergebnisse von der ersten Datennahme im vergangenen Jahr vorstellen und einen Ausblick auf die Elementarteilchenphysik an der Hochenergiefront liefern.

Prof. Rolf-Dieter Heuer studierte Physik und erwarb sein Diplom an der Universität Stuttgart. Er promovierte dann 1977 an der Universität Heidelberg unter Joachim Heintze mit einer Arbeit über die neutralen Zerfallsmodi der J(3686)-Resonanz. Danach arbeitete er zuerst in der JADE-Kollaboration am Elektronen-Positronen-Speicherring PETRA des Deutschen Elektronen Synchrotrons (DESY), dann ab 1984 beim OPAL-Experiment am CERN. Dort war er auch Sprecher der OPAL-Kollaboration. 1998 kehrte er zum DESY und zur Universität Hamburg zurück, wo ihm eine Professur angeboten wurde. Von 2004 bis einschließlich 2008 war er Forschungsdirektor für Hochenergiephysik des DESY. Im Januar 2009 trat Prof. Rolf-Dieter Heuer die Nachfolge von Robert Aymar als Generaldirektor des CERN an.

Textquelle: Wikipedia