13. Krüger-Kolloquium am 22. Oktober 2014


Frau Prof. Christine Silberhorn
Universität Paderborn, Department Physik, Leiterin der Arbeitsgruppe "Integrierte Quantenoptik"


zum Thema:"Quantenlicht als Informationsträger: eine neue Technologie zur Kommunikation und Informationsverarbeitung"

Christine Silberhorn ist die jüngste Trägerin des Leibniz-Preises 2011. Trotz ihrer erst 38 Jahre hat sie bereits eine Spitzenstellung in der experimentellen Quantenoptik mit enormer internationaler Sichtbarkeit inne. Ihre Arbeiten zur Quanteninformationsverarbeitung zeichnen sich durch den Einsatz von kontinuierlichen statt diskreten Variablen und eine außergewöhnliche thematische Bandbreite aus. Diese reicht von Quantensystemen mit einzelnen Photonen und kontinuierlichen Variablen über die Implementierung von verschränktem Licht, basierend auf Glasfasern und Wellenleitern, bis zu Quantennetzwerken mit zahlreichen Kanälen. Besonderes Aufsehen erregten Silberhorns Beiträge zur Realisierung von sogenannten Einstein-Podolsky-Rosen-Zuständen und zur Quantenkryptographie mit kontinuierlichen Variablen. Auch ihre neueren Experimente zur Realisierung und Messung sogenannter Fock-Zustände mit hoher Photonenzahl sind bedeutsam. (Quelle: DFG)


2013 ist sie in die Leopoldina, die Nationale Akademie der Wissenschaften und eine der ältesten Wissenschaftsakademien der Welt, aufgenommen worden.

Nach der Promotion an der Universität Erlangen-Nürnberg 2002 und der Habilitation 2008 an gleicher Universität war sie bis 2011 Leiterin der Max-Planck-Forschungsgruppe, Integrierte Quantenoptik, am Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts in Erlangen. Im April 2010 übernahm sie den Lehrstuhl für Angewandte Physik, Integrierte Quantenoptik, an der Universität Paderborn.