Ersatz Rigorosum

Die Promotionsordnungen der Fakultäten der TU Bergakademie Freiberg räumen den Promovierenden die Möglichkeit ein zu wählen, welche Art von Promotion - konventionelle Promotion oder Promotion im Rahmen einer strukturierten Doktorandenausbildung - sie durchführen möchten.

Während sich die Promovierenden bei einer konventionellen Promotion hauptsächlich auf ihre Forschung zum Promotionsthema konzentrieren, erwerben sie im Rahmen einer strukturierten Doktorandenausbildung zusätzliche Qualifikationen und Kompetenzen.

In den Fakultäten 3, 5 und 6 kann das zu den Promotionsleistungen gehörige Rigorosum auf Antrag durch diese Qualifikationen und andere wissenschaftliche Leistungen ersetzt werden.

 

Promotionsarten

Sowohl nach der alten als auch nach der neuen Promotionsordnung haben Promovierende der TU Bergakademie Freiberg die Möglichkeit zu wählen, auf welche Weise sie promovieren werden:

Worin bestehen die Unterschiede?

Arten der Promotion - konventionell vs. strukturiert

Bei der konventionellen (oder traditionellen) Promotion haben Sie am Ende der Promotion folgende Prüfungsleistungen zu erbringen:

  • Dissertation
  • Rigorosum (nur an den Fakultäten 3, 5 und 6)
  • öffentliche Verteidigung der Dissertation

"Das Rigorosum ist eine mündliche Prüfung, die vom Kandidaten den Nachweis von Kenntnissen in einem erweiterten Fachgebiet fordert. Diese Prüfung bezieht sich auf ein Hauptfach und ein Nebenfach vor einer Prüfungskommission. Das Hauptfach ist dasjenige Teilgebiet des Fachgebietes oder das interdisziplinäre Gebiet, dem das Thema der Dissertation zuzuordnen ist. Das Nebenfach ist ein mit dem Hauptfach im sinnvollen Zusammenhang stehendes Fachgebiet, das sich jedoch deutlich vom Hauptfach abheben sollte." (siehe §14 der Promotionsordnungen der TU Bergakademie Freiberg).


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Strukturierte Doktorandenausbildung

Bei der strukturierten Doktorandenausbildung erwerben Sie zusätzlich zu Ihrer Forschungsarbeit fachspezifische und fachübergreifende Qualifikationen, wichtige Schlüssel-Kompetenzen, die Sie auf Ihre zukünftige Rolle als Führungskraft gezielt vorbereiten und Ihnen exzellente Karrierechancen eröffnen. Sie können diese Ausbildung entweder individuell (eigener Studienplan) oder im Rahmen eines Promotionskollegs durchführen.

 

Vorteile der strukturierten Doktorandenausbildung auf einen Blick

  • Neben der Forschung am Promotionsthema absolvieren Sie ein fachliches Studienprogramm und erwerben fachübergreifende Zusatzqualifikationen. Damit können Sie während der strukturierten Doktorandenausbildung fachspezifische und fachübergreifende Qualifikationen erwerben - wichtige Schlüsselkompetenzen, die Sie auf Ihre zukünftige Rolle als Führungskraft gezielt vorbereiten und Ihnen exzellente Karrierechancen eröffnen. Hierzu können Sie u.a. Kurse aus unserem Angebot in Anspruch nehmen.

  • Eine Betreuungsvereinbarung, welche die Forschungs- und Lernziele benennt und Festlegungen zum Zeit- und Arbeitsplan sowie zum Berichtswesen trifft, kann zwischen dem Promovierenden und den Betreuenden abgeschlossen werden.

  • Kontakte zu einer Einrichtung der Berufspraxis (Unternehmen, Forschungseinrichtung etc.) oder einer kooperierenden Universität werden gefördert, soweit dies für das Promotionsverfahrens notwendig ist.

  • Im Rahmen der strukturierten Doktorandenausbildung wird eigene Lehrtätigkeit mit Leistungspunkten angerechnet.

  • Das Rigorosum kann nach erfolgreicher Absolvierung der strukturierten Doktorandenausbildung und Erreichen von mindestens 15 (gilt für Fakultät 3) bzw. 30 Leistungspunkten (gilt für die Fakultäten 5 und 6) auf Antrag erlassen werden .

 

Strukturierte Doktorandenausbildung - Rahmenbedingungen

  • In der Fakultät 3 müssen insgesamt 15 Leistungspunkte erreicht werden. Von Mitgliedern der Sonderforschungsbereiche und von Promovierenden der Fakultäten 5 und 6 werden insgesamt 30 Leistungspunkte verlangt.
  • Davon müssen mindestens 4 (Fakultät 3) bzw. 6-12 Leistungspunkte (Fakultät 5) aus fachspezifischen Lehrveranstaltungen stammen, in denen ein benoteter Leistungsnachweis erbracht wurde. Diese Note bzw. der Durchschnitt aus mehreren Noten gilt als Ersatz für die Rigorosumsnote. Genauere Regelungen sind den zugehörigen Modulhandbüchern zu entnehmen.
  • Max. 6 Leistungspunkte können für eigene Lehrtätigkeit angerechnet werden.
  • Voraussetzung für die Anerkennung von Lehrveranstaltungen mit Leistungsnachweis (Note) ist, dass die selben oder ähnliche Lehrveranstaltungen nicht schon im Rahmen des eigenen Studiums absolviert wurden.
  • Die Fakultäten können darüber hinaus noch andere Anforderungen stellen (siehe Regelungen der Fakultäten unten).
  • Es können auch Lehrveranstaltungen, die an anderen Universitäten oder Forschungseinrichtungen besucht wurden, anerkannt werden. Über die Anerkennung dieser Leistungen entscheidet der Fakultätsrat.
  • Über die Anerkennung von anderen Leistungen, wie Publikationen, Vorträge und/oder Poster auf Konferenzen, Betreuung von studentischen Qualifizierungsarbeiten (Bachelor-, Master-, Diplom-Arbeiten) entscheidet der Fakultätsrat der jeweils zuständigen Fakultät.
  • Es können nur Leistungen anerkannt werden, die innerhalb der offiziellen Promotionszeit liegen - in der Absichtserklärung bzw. Betreuungszusage genannter Zeitraum zwischen Beginn der Promotion und Datum, an dem der Promotionsantrag gestellt wird (d.h. die fertige Promotionsarbeit im Promotionsamt eingereicht wird).
  • Promovierende, die im Rahmen eines Promotionskollegs promovieren, haben die Anforderungen der entsprechenden Studienprogramme zu erfüllen.

Planung der strukturierten Doktorandenausbildung

Sie sollten sich bereits frühzeitig entscheiden, ob Sie eine strukturierte Doktorandenausbildung absolvieren möchten, denn der dafür notwendige Zeitaufwand ist nicht zu unterschätzen. Wir empfehlen Ihnen, rechtzeitig und in Absprache mit Ihrem Betreuer / Ihrer Betreuerin den Besuch von Lehrveranstaltungen, die aktive Teilnahme an Konferenzen mit Postern und Vorträgen, Publikationen und andere Leistungen zu planen.

Nutzen Sie dazu auch die Beratungsmöglichkeiten in Ihrer Fakultät und an der GraFA.

Im Bereich der fachübergreifenden Zusatzqualifikationen steht Ihnen das umfangreiche Kursangebot der GraFA zur Verfügung.


Regelungen der Fakultäten zur Anerkennung der erbrachten Leistungen

Jede Fakultät kann spezielle Festlegungen zur Anerkennung bestimmter Leistungen für den Ersatz des Rigorosums treffen. Diese gesonderten Regelungen sind den folgenden Tabellen zu entnehmen. Sie gelten für Promotionen sowohl nach der alten als auch nach den neuen Promotionsordnungen (Ausnahmen sind gekennzeichnet.).

Sonderregelungen der Graduiertenschulen der Sonderforschungsbereiche


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Antrag auf Ersatz des Rigorosums

Für die Teilnahme an den Veranstaltungen im Rahmen der strukturierten Doktorandenausbildung und für weitere zusätzliche Leistungen werden Punkte vergeben. Wenn Sie die erforderliche Gesamtpunktzahl von 15 (Fakultät 3) bzw. 30 Credit Points (Fakultäten 5 und 6) erreicht haben, können Sie bei Ihrer Fakultät einen Antrag auf Erlass des Rigorosums stellen.

Die Berechnungen der Punkte für die erbrachten Leistungen richten sich nach den spezifischen Regelungen der Fakultäten (siehe Strukturierte Doktorandenausbildung).

Bitte beachten Sie unbedingt die unten aufgeführten speziellen Verfahren Ihrer Fakultät zur Antragstellung und zur Anerkennung bestimmter Leistungen!


Promovierende der Fakultät für Geowissenschaften, Geotechnik und Bergbau

Der Antrag auf Ersatz des Rigorosums durch vergleichbare wissenschaftliche Leistungen (im Rahmen der strukturierten Doktorandenausbildung) kann bis zur Abgabe Ihrer Dissertation jeder Zeit gestellt werden.

Für Ihren Antrag auf Ersatz des Rigorosums benutzen Sie bitte dieses Formular. Füllen Sie den Kopfteil und die beiden linken Spalten sorgfältig aus.

Bei Publikationen und Postern ist die gesamte Autorenschaft, der Titel der Arbeit, sowie die Zeitschrift bzw. die Konferenz mit anzugeben. Sind Sie nicht Erstautor oder Erstautorin, geben Sie bitte auch Ihren ungefähren prozentualen Anteil an der Publikation oder dem Poster mit an. Die zu vergebenden LP werden entsprechend anteiligt berechnet.

Scheine/Nachweise für benotete Leistungen sind im Original, alle andere Nachweise als (gescannte) Kopie einzreichen.

Weiterhin ist eine schriftliche Bestätigung Ihrer Betreuungsperson notwendig, dass sie mit dem Antrag auf Ersatz des Rigorosums im Allgemeinen und mit den benoteten Lehrveranstaltungen im Speziellen einverstanden ist. Diese Bestätigung kann formlos per Brief oder E-Mail erfolgen oder unter Nutzung dieses Formblattes.


Im Detail beschrieben ist der Prozess der Antragstellung in dieser Handreichung.

 

Anträge auf Ersatz des Rigorosums senden Sie an:

Dr. Corina Dunger
GraFA
E-Mail: corina [dot] dungeratgrafa [dot] tu-freiberg [dot] de

 

Eine vorherige Beratung wird empfohlen.

 

Promovierende der Fakultät für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie

Über den Antrag auf Ersatz des Rigorosums bzw. die Anerkennung der in Ersatz des Rigorosums erbrachten Leistungspunkte/Credits als Teilleistung der Promotion entscheidet der Fakultätsrat einzelfallbezogen im Rahmen der Eröffnung des Promotionsverfahrens.

Promovierenden wird empfohlen, sich schon in einer frühen Phase ihres Promotionsvorhabens bezüglich der für den Ersatz des Rigorosums in Betracht kommenden Leistungen fachlich-inhaltlich mit ihrer Betreuungsperson zu beraten.

Hinsichtlich formeller Fragen können sie sich an den Beauftragten für Bildung, renkerattu-freiberg [dot] de (Herrn Dr. Dirk Renker), und die Dekanatsrätin, moertersatww [dot] tu-freiberg [dot] de (Frau Dr. Ulrike Mörters), wenden.


 

Promovierende der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften

Über einen Antrag auf Ersatz des Rigorosums entscheidet die Fakultät einzelfallbezogen erst am Ende der Promotion, wenn das Promotionsverfahren eröffnet wird.

Ausführliche Informationen der Fakultät 6 finden Sie auf der Seite des Promotionsausschusses. Klicken Sie dort auf den Link "OPAL-Kurs" und melden sich an. Dann werden Ihnen alle notwendigen Dokumente zur Verfügung gestellt.


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Schauen Sie gern in unsere FAQs

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