FAQs

Für sämtliche Fragen zum Thema Promotion steht die Koordinatorin corina [dot] dungeratgrafa [dot] tu-freiberg [dot] de (Dr. Corina Dunger) der TU Bergakademie Freiberg zur Verfügung. Sie hilft außerdem gern weiter, falls Sie sich nicht sicher sind, an wen Sie sich wenden sollen und vermittelt den richtigen Kontakt. Und hiermit beantworten wir immer wiederkehrende Fragen (FAQs).

 

Inhalt

Fragen zur Bewerbung

Fragen zur strukturierten Doktorandenausbildung

Weitere Fragen


 

Bis wann muss ich meine Bewerbung für die Durchführung einer Promotion eingereicht haben?

Ihre Bewerbung können Sie jeder Zeit einreichen. Wenn alle Formalitäten (siehe unten) erfüllt sind, können Sie sofort mit den Arbeiten an der Promotion beginnen.

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An wen muss ich die Bewerbung schicken?

Sie haben zwei Möglichkeiten. Sie können die Bewerbung entweder an einen Professor direkt oder an die Graduierten- und Forschungsakademie schicken. In letzterem Fall wird die Bewerbung an den zuständigen Professor weitergeleitet.

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Welche Unterlagen müssen für die Bewerbung eingereicht werden?

Haben Sie bereits einen Professor gefunden, der bereit ist, Sie während der Promotion zu betreuen und haben Sie sich über das Thema geeinigt, senden Sie folgende Unterlagen  an den Professor:

  • Lebenslauf
  • Amtlich beglaubigte Kopien der Bildungsnachweise (Urkunden und Zeugnisse (bei Bewerbern mit ausländischem Abschluss: in Originalsprache und deutscher oder englischer Übersetzung))

Sind Sie noch auf der Suche nach einem betreuenden Professor, schicken Sie bitte folgende Unterlagen an die Graduierten- und Forschungsakademie:

  • Bewerbungsformular
  • Lebenslauf
  • Amtlich beglaubigte Kopien der Bildungsnachweise (Urkunden und Zeugnisse (bei Bewerbern mit ausländischem Abschluss: in Originalsprache und deutscher oder englischer Übersetzung))
  • Proposal (detaillierte Beschreibung des geplanten Promotionsthemas). Das proposal wird benötigt, um den passenden Professor auswählen zu können, an den die Bewerbung weitergeleitet wird.

Bitte beachten Sie, dass nur vollständige Bewerbungsunterlagen bearbeitet werden.

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Wie geht es danach im Bewerbungsprozess weiter?

Ist ein Professor bereit, die Betreuung des Bewerbers zu übernehmen, füllt der Bewerber das Formular Absichtserklärung (erste Seite) aus, die er entweder beim betreuenden Professor oder bei der Graduierten- und Forschungsakademie einreicht. Der Betreuer gibt im selben Formular seine offizielle Zusage zur Betreuung.

Danach werden Bildungsnachweise, die im Ausland erworben wurden, geprüft, um festzustellen, ob die Zulassungsvoraussetzungen für die Durchführung einer Promotion erfüllt sind, d.h. ob der erworbene Abschluss einem deutschen Abschluss äquivalent ist.

Ist eine Zulassung mit oder ohne Auflagen formal möglich, wird die Absichtserklärung inklusive aller Bewerbungsunterlagen über den betreuenden Professor im Fakultätsrat eingereicht. Dieser entscheidet, ob der Bewerber nun tatsächlich zur Promotion zugelassen wird oder nicht.

Wird der Bewerber zur Promotion zugelassen und wird kein Visum (ausländische Bewerber) benötigt, kann er zum nächstmöglichen Zeitpunkt mit der Doktorarbeit beginnen. Ausländer, die ein Visum benötigen, stellen nun beim Zulassungsbüro einen „Antrag auf Zulassung zum Studium für ausländische Bewerber/innen“. Die Bewerber erhalten dann einen Zulassungsbrief und können damit ein Visum für Deutschland mit dem Zweck der Durchführung einer Promotion beantragen.

Sobald alle Formalitäten erledigt sind, kann mit der Arbeit an der Promotion begonnen werden.

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Was bedeutet strukturierte Doktorandenausbildung?

Die strukturierte Doktorandenausbildung ist neben der Forschung am Promotionsthema dadurch gekennzeichnet, dass ein fachliches Studienprogramm absolviert und fachübergreifender Zusatzqualifikationen erworben werden. Nach Absolvierung der strukturierten Doktorandenausbildung kann das Rigorosum erlassen werden.

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Wer stellt das Programm für die strukturierte Doktorandenausbildung zusammen?

Das Programm können Sie in Absprache mit Ihrem Betreuer ganz individuell zusammenstellen. Beachten müssen Sie jedoch, dass mindestens vier Leistungs-punkte aus fachspezifischen Lehrveranstaltungen stammen müssen, in denen ein benoteter Leistungsnachweis erbracht wurde. Außerdem können bis maximal 6 Leistungspunkte für eigene Lehrtätigkeit angerechnet werden. Zu beachten ist außerdem, dass das erstellte Programm in jedem Fall vom Fakultätsrat bestätigt werden muss.

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Wann muss man für die strukturierte Doktorandenausbildung anmelden?

Sie müssen sich nicht zwingend zur strukturierten Doktorandenausbildung anmelden, können das aber jeder Zeit tun. Sie würden auf der sicheren Seite liegen, wenn Sie bereits zu Beginn der Promotion beim Fakultätsrat einen Antrag einreichen würden, indem Sie Kurse, Lehrveranstaltungen usw. als Ersatz für das Rigorosum vorschlagen (in Absprache mit Ihrem Betreuer). Sollte der Fakultätsrat dann schon zustimmen, hätten Sie sozusagen ein Recht auf Ersatz des Rigorosums, wenn Sie alle Leistungen erfüllen. Den Antrag können Sie aber bis zur Abgabe Ihrer Dissertation jeder Zeit stellen. Nur haben Sie dann das Risiko, dass der Fakultätsrat dann die eine oder andere Leistung nicht anerkennt.

Eine Ausnahme bildet die Fakultät 4. Hier wird die Anmeldung zur strukturierten Doktorandenausbildung bzw. der Antrag auf Ersatz des Rigorosums bereits am Anfang der Promotion verlangt.

Wer eine strukturierte Doktorandenausbildung absolviert, kann bei Erreichen einer Mindestanzahl von 15 Leistungspunkten einen Antrag auf Ersatz des Rigorosums stellen.

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Auf welche Weise kann man die Punkte für den Ersatz des Rigorosums sammeln?

Als Ersatz für das Rigorosum werden auf jeden Fall der Besuch von Vorlesungen und Kursen (an der TU BAF oder an anderen Universitäten und Forschungseinrichtungen – siehe §15, Abs. 6 der Promotionsordnung) anerkannt.

Sie müssen nur beachten, dass Sie laut Promotionsordnung mindestens 4 Leistungspunkte aus fachlichen Lehrveranstaltungen mit benotetem Leistungsnachweis brauchen. Sollte eine Vorlesung nicht ausreichen, müssen Sie in dieser Beziehung noch etwas mehr machen. Als Anhaltspunkt gilt: 2 SWS Vorlesung + Prüfung ergibt 3 LP. Bei Modulen wird bei vollständiger Erfüllung aller Leistungen die Punktzahl vergeben, die im Modulhandbuch erwähnt ist.

Lehre (Vorlesungen, Seminare und Praktika) können bis maximal 6 Leistungspunkten anerkannt werden.

Voraussetzung für die Anerkennung von Leistungen in Lehrveranstaltungen ist, dass diese Lehrveranstaltungen nicht schon im Rahmen des/der zur Promotion qualifizierenden Studienganges/Studiengänge absolviert wurden.

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Wann und wo muss der Antrag auf Ersatz des Rigorosums gestellt werden?

Sie haben verschiedene Möglichkeiten:

Bereits zu Beginn der Promotion können Sie mit der „Absichtserklärung“ (Seite 5 im Formular) beim Fakultätsrat einen Antrag auf Ersatz des Rigorosums einreichen, indem Sie Kurse, Lehrveranstaltungen usw. als Ersatz für das Rigorosum (in Absprache mit Ihrem Betreuer) vorschlagen. Stimmt die Fakultät Ihren Vorschlägen zu, haben Sie ein Recht auf Ersatz des Rigorosums, wenn Sie alle Leistungen entsprechend erfüllen. Der Fakultätsrat kann jedoch auch von Ihren Vorschlägen abweichen und andere oder mehr Leistungen festlegen.

Ansonsten können Sie auch sobald Sie die erforderlichen 15 Leistungspunkte erzielt haben, bei der Graduierten- und Forschungsakademie oder beim zuständigen Fakultätsrat den Antrag auf Ersatz des Rigorosums stellen.

Der Antrag auf Ersatz des Rigorosums kann aber auch am Ende der Promotion gleichzeitig mit Abgabe der Dissertationsschrift und Eröffnung des Promotionsverfahrens gestellt werden.

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Wie sollte der Antrag auf Ersatz des Rigorosums aussehen?

Zur besseren Übersicht sollten die Leistungen, die als Ersatz des Rigorosums geltend gemacht werden sollen, in tabellarischer Form aufbereitet sein – geordnet nach:

  • fachspezifischen Lehrveranstaltungen (Vorlesungen/Module) mit oder ohne benotetem Leistungsnachweis
  • fachspezifische Kurse mit oder ohne Leistungsnachweis
  • fachübergreifende Kurse und Kurse der Schlüsselqualifikationen (Soft Skills)
  • Vorträge auf nationalen Konferenzen
  • Vorträge auf internationalen Konferenzen
  • Poster auf nationalen Konferenzen
  • Poster auf internationalen Konferenzen
  • Publikationen in nationalen Fachzeitschriften
  • Publikationen in internationalen Fachzeitschriften
  • Buchpublikationen
  • Patente
  • Eigene Lehre (Vorlesungen, Seminare, Praktika) – mit Angabe zum Titel der Lehrveranstaltungen, zeitlichem Umfang und in welchem Semester die Lehrveranstaltung stattgefunden hat
  • Betreuung von studentischen Qualifizierungsarbeiten (Bachelor- , Master- oder Diplomarbeiten) – mit Angabe des Namens des betreuten Studenten und dem Titel der jeweiligen Arbeit

Bei allen Veröffentlichungen, bei denen Sie nicht Erstautor sind, geben Sie bitte auch den prozentualen Anteil ihrer Zuarbeit an. In der Tabelle sollte ganz rechts eine Spalte für den Eintrag der erzielten Leistungspunkte freigelassen werden.

Für die Bearbeitung am günstigsten ist es, wenn die Tabelle mit der Auflistung der Leistungen in elektronischer Form (Formular Antrag auf Ersatz des Rigorosums durch vergleichbare wissenschaftliche Leistungen) eingereicht wird. So kann der Bearbeiter ohne weitere Mehrarbeit die erreichten Punkte direkt in die Tabelle eintragen.

Dem Antrag legen Sie Kopien aller Nachweise (Scheine, Teilnahmezertifikate, Nachweise zu gehaltenen Vorträgen, ausgestellten Postern und Publikationen, vom Betreuer bestätigte Nachweise für die eigenen Lehrtätigkeit und betreute studentischen Qualifizierungsarbeiten) bei.

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Muss unbedingt eine strukturierte Doktorandenausbildung absolviert worden sein, um das Rigorosum durch andere wissenschaftliche Leistungen ersetzen zu können?

Nein. Sie können auch individuell Zusatzleistungen erbringen. Zu beachten ist, dass das erstellte Programm in jedem Fall vom Fakultätsrat bestätigt werden muss.

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Wie wird die Note für die strukturierte Doktorandenausbildung bzw. für die Leistungen, die als Ersatz für das Rigorosum geltend gemacht werden, berechnet?

Die Note für die strukturierte Doktorandenausbildung ergibt sich aus den benoteten Leistungsnachweisen aus den fachspezifischen Lehrveranstaltungen. Diese Note geht als Ersatznote für das Rigorosum in die Beurteilung der Dissertation ein.


In jedem Fall sollten Sie sich aber auch die Promotionsordnung ansehen. Sie enthält im §15 alle Regelungen bezüglich der strukturierten Doktorandenausbildung.

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Kann oder muss ich mich als Promotions-Student einschreiben/immatrikulieren?

Nach der Immatrikulationsordnung der TU Bergakademie Freiberg kann sich jede/r Promovend/in unserer Universität als Promotionsstudent/in einschreiben. Das ist unabhängig davon, ob der/die Promovierende wissenschaftlicher Mitarbeiter oder Stipendiat ist, ob er/sie extern promoviert (Promotion an unserer Hochschule, aber Anstellung in einem Unternehmen, einer anderen Universität oder einem Forschungsinstitut) oder ob sich der/diejenige selbst finanziert.

Eine Einschreibung als Student ist befristet durch den Promotionszeitraum, der in der Absichtserklärung genannt ist. Eine Verlängerung dieses Zeitraumes ist mit Zustimmung des betreuenden Hochschullehrers möglich, wenn diese begründet ist.

Eine Pflicht zur Immatrikulation besteht aber nicht.

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