Verteidigungstermine

 

[Fakultät 4]
Delamination als Teilschritt der Korrosion silikatischer
Gläser, Herr Dipl.-Ing. Martin Groß

Freitag, 24. Januar 2020, 14:00 Uhr
Großer Hörsaal Karl-Kegel-Bau, KKB-2030, Agricolastraße 1, 2. OG

Die Delamination beschreibt einen glaskorrosiven Angriff, bei welchem dünne, plättchenförmige Partikel im angreifenden Medium vorhanden sind. Ziel dieser Arbeit ist die Analyse der zu Grunde liegenden Reaktionsmechanismen. Nahezu jedes der untersuchten silikatischen Glassysteme zeigt Delamination. Notwendige Bedingungen sind das Vorhandensein von Magnesiumionen sowie eine ausreichende Auflösung des Glasnetzwerkes zur Bereitstellung der Reaktionspartner. Es kommt zur Bildung einer magnesiumreichen Schicht auf der Glasoberfläche, welche sich ablöst. Die Delaminationsprodukte sind teilweise kristallin. Als Hauptphase wird das Magnesiumsilikat-Hydrat Talk nachgewiesen. Es wirken weitere Elemente delaminationsfördernd, darunter die Erdalkalimetalle höherer Ordnungszahl, außerdem Eisen und Mangan sowie Lithium. Eine hemmende Wirkung besitzen die Elemente der dritten Haupt- und Nebengruppe des Periodensystems, insbesondere Bor, Aluminium und Yttrium sowie Beryllium. Die Delamination ist nur einer von zahlreichen Teilschritten der Glaskorro-sion mit Phasenneubildung.

[Fakultät 6]
Erneuerbare Energien an Strombörsen - eine empirische Analyse deutscher und europäischer Spothandelsmärkte,
Herr Benjamin Aust, MBA

Mittwoch, 29. Januar 2020, 16:00 Uhr
Konferenzraum des Studien-Info-Zentrums SIZ, Prüferstraße 2, EG

Die Arbeit widmet sich dem Börsenstromhandel, insbesondere dem Einfluss von erneuerbaren Energien (EE) auf das Zustandekommen von Marktpreisen aus Spotgeschäften. Dabei werden zwei Kernfragen aufgegriffen: 1) welche kurz- und langfristige Relevanz besitzt das Spektrum der erneuerbaren Energien für die Preisentwicklung an Strombörsen im europäischen und speziell im deutschen Markt? 2) Wie kann diese Bedeutung quantifiziert werden? Dazu werden ökonometrische Ansätze zur Abbildung und Prognose der Einflussnahme von EE auf Marktpreise entwickelt. Festgestellt wird, dass Marktpreise dezidiert in direkter Weise – durch die Netzeinspeisung bestimmter EE-Mengen – und in indirekter Weise – mittels Änderungen an EE betreffender Gesetze – beeinflusst werden und sich so das Preisniveau langfristig senkt. Zudem geben die Ergebnisse Grund zur Annahme, dass die Relevanz von Strom aus erneuerbaren Quellen auf Strombörsen sogar noch steigen wird. Derweil haben sich Strombörsen in der Wertschöpfungskette von europäischen Strommärkten etabliert, so dass zu erwarten ist, dass sie auch künftig einen entscheidenden Beitrag zur Funktionsfähigkeit dieser Märkte leisten.

[Fakultät 3]
Wellbore completion monitoring using fiber optic distributed strain sensing, Herr Martin Lipus, M.Sc.

Montag, 03. Februar 2020, 11:15 Uhr
Hörsaal Rammler-Bau, RAM-1085, Erich-Rammler-Bau, Leipziger Straße 28,
1. OG

Diese Studie untersucht das Monitoringpotenzial von faseroptischer ortsverteilter Dehnungsmessung in der Tiefbohrtechnik. Experimentelle und analytische Arbeiten wurden durchgeführt, um die Auswirkung von Laständerungen auf einer Faser zu quantifizieren. Der Einfluss komplexer Bohrlochkabel auf Dehnungsmessergebnisse wurde untersucht. Anhand eines Experiments konnte bestätigt werden, dass fluidrheologische Parameter (wie die Fluidviskosität) mit einem faseroptischen Messkabel quantifiziert werden können (amtliches Zeichen zur Patentanmeldung: EP 19171265.2). Ein faseroptisches Messkabel wurde im Ringraum entlang der Produktionsrohrtour einer Bohrung installiert. Aufgrund der Dichtedifferenz von Kies und Bohrspülung wurde ein Dehnungseffekt gemessen. Die Messdaten konnten mit konventionellen Bohrlochdaten korreliert werden. Während des Zementpumpens wurde ein Dehnungseffekt zwischen Zement und Bohrspülung gemessen. 

[Fakultät 4]
Kohlenstoffgebundene Funktionalbauteile für die Metallurgie
mittels kalt-isostatischem Pressen,
Frau Dipl.-Ing. Susann Ludwig

Montag, 03. Februar 2020, 13:30Uhr
Hörsaal Silikattechnik, SIL-0118, Haus Silikattechnik, Agricolastraße 17, EG 

Die vorliegende Arbeit beschäftigte sich mit der Herstellung kohlenstoffgebundener Al2O3-C-Funktionsbauteile mit selbstglasierenden Eigenschaften. Die Entwicklungen der Materialien strebten die Einführung der Bauteile in den industriellen Bereich an. Dabei erfolgte die Herstellung großvolumiger, hochverdichteter Bauteile mittels kalt-isostatischem Pressen. Nach einer erfolgreichen Übertragung der Eigenschaften von uniaxial gepressten auf kalt-isostatisch gepresste Produkte, stand die weitere Eigenschaftsermittlung harzgebundener Al2O3-C-Materialien mit selbstglasierenden Eigenschaften im Vordergrund. Auf Grundlage der Laborversuche konnten Funktionalbauteile unter industrienahen Bedingungen auf ihre Korrosions-/Erosions- und Thermoschockbeständigkeit getestet werden. Mit Hilfe der Anpassung des Pressprogrammes war eine effektive Verdichtung großvolumiger Bauteile mit gleichzeitiger homogener Verteilung von Gefügefehlern möglich. Im Fokus der Arbeit stand überdies die Einführung eines umweltfreundlichen, harzfreien Bindemittelsystems, mit dessen Hilfe sich Bauteile herstellen lassen, welche vergleichbare Eigenschaften gegenüber den harzgebundenen Materialien aufweisen.

[Fakultät 6]
Magnesium - Ausgewählte Problemstellungen des Technologiemanagements von Magnesiumwerkstoffen,
Frau Sarah Siefen, M.Sc.

Freitag, 07. Februar 2020, 14:00Uhr
Raum 3.105, Schlossplatz 1, 3. OG

Das Metall Magnesium besitzt aufgrund seiner Eigenschaften ein signifikantes Wachstumspotenzial. Im Vergleich zu den stark etablierten Werkstoffen wie Stahl und Aluminium bedarf es jedoch noch weiterhin einer intensiven Forschung und Entwicklung in den Bereichen der Material-, Produktions- sowie Produkttechnologien. Anhand ausgewählter aktueller Problemstellungen werden diese Herausforderungen mit modernen Methoden und Blickwinkeln des Technologiemanagements untersucht. Die Schwerpunkte umfassen dabei eine Analyse und Prognose des Magnesiummarktes, eine technologische, wirtschaftliche und ökologische Eruierung potenzieller Produktionstechnologien aus inländischen Rohstoffen sowie die Untersuchung eines konkreten innovativen Anwendungsfeldes von Magnesium als absorbierbares Magnesiumimplantat. Letzteres impliziert die Darlegung einer systematischen Methode zur Unterstützung des interdisziplinären und marktorientierten Forschungs- und Entwicklungsprozesses von magnesiumbasierten Implantaten in der Biomaterialforschung. Hierbei wird der traditionelle Ansatz des Quality Function Deployments auf die Problemstellung angepasst und durch den Einbezug einer Conjoint Analyse erweitert. Das Vorgehen wird auf Basis einer Expertenbefragung durchgeführt und präsentiert. Die Ergebnisse münden in konkreten Erkenntnissen und Konklusionen für die Wissenschaft und Praxis.

[Fakultät 2]
Untersuchungen zur Degradation der Metallisierung von PERC-Solarzellen, Herr Tobias Urban, M.Sc.

Freitag, 07. Februar 2020, 16:00Uhr
Hörsaal Gellert-Bau, GEL-0001, Gellert-Bau, Leipziger Straße 23, EG

Für derzeitige, industriell hergestellte Solarmodule werden Leistungsgarantien von 20 bis 25 Jahren gegeben. Das hat hohen Ansprüchen bezüglich ihrer Zuverlässigkeit, welche sich über ihre Effizienzabnahme pro Jahr definiert, zur Folge. Die Einführung neuer Technologien, wie z. B. die der PERC- (passivated emitter and rear cell) als Ersatz für die bislang dominierende BSF-Technologie (back surface field) hat eine umfangreiche Änderung der Metallisierung der Solarzellen nach sich gezogen, wodurch neue Degradationseffekte auftreten können. In der vorliegenden Arbeit werden die einzelnen Komponenten der Solarzellenmetallisierung und -verschaltung in Bezug auf ihren Beitrag zur Degradation untersucht. Die dafür notwendige beschleunigte Alterung erfolgte mittels Temperaturwechselbelastung zwischen -40 °C und +85 °C. Unterstützt durch die numerische Simulation konnte die Degradation der Rückseitenmetallisierung und Zellverschaltung im Detail charakterisiert und Lösungen zur Reduktion der Leistungsabnahme abgeleitet werden. Erstmals wurde dabei der Einfluss der AgAl-Legierung und des Druckkontaktwiderstandes auf den Serienwiderstand der Solarmodule untersucht. 

[Fakultät 5]
Habilitation: Experimental investigations and thermodynamic modelling of ceramic systems containing zirconia, rare earth oxides and alumina, Frau Dr. rer. nat. Olga Fabrichnaya


Dienstag, 11. Februar 2020
Hörsaal Metallkunde, MET-2065, Haus Metallkunde, Gustav-Zeuner-Straße 5,
2. OG

09:15 Uhr: Probevorlesung zum Thema:

"CALPHAD approach: optimization of thermodynamic parameters based on various type of experimental and theoretical information"

11:00 Uhr: Wissenschaftlicher Vortrag zum Thema:

"Phase equilibrium study and thermodynamic modelling of the ZrO2-TiO2-MgO system" 

[Fakultät 3]
Fatigue characteristics of concrete subjected to compressive cyclic loading: laboratory testing and numerical simulation,
Herr Zhengyang Song, M.Sc.

Dienstag, 11. Februar 2020, 16:30 Uhr
Hörsaal Helmut-Härtig-Bau, HHB-1035, Gustav-Zeuner-Straße 1, 1. OG

The fatigue characteristics of concrete are studied based on laboratory tests and numerical simulations. A series of compressive cyclic loading tests have been carried out on concrete samples. The effects of maximum and minimum load level on the evolution strain rate, energy dissipation, acoustic emissions (AE) and P-wave speed are analysed. Based on particle based numerical simulations, damage models corresponding to single-level and multi-level cyclic loading tests are proposed. The damage variable in the numerical model is time- and stress-dependent and is characterized by the progressive reduction of the bond diameter. The mechanical behaviour of concrete during cyclic loading tests is well reproduced in the numerical simulation. A real time fatigue failure prediction method is proposed based on the hysteresis occurrence ratio and hysteresis energy ratio. The AE characteristics during the laboratory tests are reproduced by the numerical simulations. AE counts and energy are characterized by broken bonds and released bond strain energy, respectively.

[Fakultät 5]
Untersuchungen zur Abscheidung von Silber aus Methansulfonsäure, Herr Dipl.-Ing. Alexander Dressler

Mittwoch, 12. Februar 2020, 10:30 Uhr
Hörsaal Ledebur-Bau, LED-1105, Ledebur-Bau, Leipziger Straße 34, 1. OG

Ausgangspunkt der Untersuchungen ist eine signifikante Veränderung des elektrochemischen Abscheidungsverhaltens von Silber bei Wechsel des Elektrolytsystems vom technisch eingesetzten salpetersauren System zu einem methansulfonsauren System. Im letztgenannten wird eine für Silber unübliche Kompaktabscheidung an einer Kathode möglich. Die Grundlagenuntersuchungen konnten zeigen, dass eine Erhöhung der Abscheidungspolarisation die Veränderung hervorruft. Ursächlich für diese erhöhte Abscheidungspolarisation ist nach Auswertung der vorhandenen Messdaten eine Veränderung der Struktur der elektrochemischen Doppelschicht. Die Veränderung der Abscheidungsform des Silbers ließ sich erfolgreich zur Durchführung von Laborelektrolysen nutzen. Dabei konnten bei Stromdichten bis zu 900 A/m2 kompakte Silberniederschläge erzielt werden. Die Gehalte kritischer Verunreinigungen der Silberraffinationselektrolyse, Blei, Kupfer und Palladium, konnten beim überwiegenden Teil der Versuche unterhalb der geltenden technischen Spezifikationen gehalten werden. Eine technische Umsetzung ist demnach ausgehend von den Untersuchungen möglich.

 

 

 

 

 



 

 

Zum Seitenanfang