Ausbildung zum Gruppencoach für Studierende
Zertifikatsprogramm D1RECTION

Coachingsituation

Übersicht

Overview
Kurssprache / Language Deutsch; für internationale Studierende - Mindestniveau B2
Es sind noch Plätze verfügbar. There are places left.

Die Ausbildung zum Gruppencoach für Studierende ist

studien- bzw. promotionsbegleitend und dauert insgesamt ein Jahr.

Sie gliedert sich in drei Teile.


Wie läuft die Ausbildung zum Gruppencoach ab?

Der theoriebasierte Trainingsteil (Teil 1) umfasst 2 Block-Wochenenden (10./11.07.21 und 23./24.10.21) mit folgenden Themen:

  • Klient*innenzentriertes und lösungsorientiertes Vorgehen im Coaching
  • Gesprächs- und Fragetechniken für verschiedene Coachingsituationen
  • Konkreter Ablauf des Coachingprogramms mit 7 festgelegten Themen
  • Vertieft werden die theoretischen Inhalte durch praktische Übungen, um Sicherheit zu gewinnen, wie ein solches Gruppencoaching angeleitet wird.
  • Unterstützende e-Learningformate zur Vertiefung (insbesondere für die lehrveranstaltungsfreie Zeit) ergänzen diesen Teil der Gruppencoaching-Ausbildung.

Im praktischen Teil (Wintersemester 2021/22) werden unter fachlicher Begleitung die neu erworbenen Coaching-Kenntnisse direkt angewendet.

Jede*r Gruppencoach begleitet eine Gruppe von 5-6 Studierenden in der Studieneingangsphase bei der Erreichung ihrer persönlichen Ziele. Abwechselnd führen die Coaches ihre Studierendengruppen durch das Coachingprogramm (Teil 2) und reflektieren die als Coach gesammelten Erfahrungen und schwierigen Gesprächssituationen systematisch in den Supervisionen (Teil 3).

  • Dauer des Coachingprogramms mit der Studierendengruppe:
    7 Termine, 2-wöchentlich, á 1,5 Stunden
  • Begleitprogramm zur Reflexion und Supervision als Coach in Ausbildung:
    Regelmäßige Treffen mit erfahrenen Coaches zur Reflexion&Supervision, alternierend zu den Coachings 2-wöchentlich
  • Kombination aus digitalem und Präsenzcoaching 

Worum geht es ganz konkret beim studentischen Gruppencoaching?


Das studentische Gruppencoaching ist (anders als Tutorien) nicht auf spezielle fachliche Themen wie bessere Mathematikkenntnisse oder ähnliches ausgerichtet, sondern baut auf sehr interessanten Forschungsergebnissen im Bereich der sogenannten "Weisen Interventionen" auf. Studien haben demnach gezeigt, dass Studienanfänger*innen, welche sich in einem frühen Stadium des Studiums unter Anleitung in einer Peer-Group damit beschäftigen, was für sie ein sinnerfülltes Leben bedeutet, wie sie dieses "höhere Ziel" für sich erreichen wollen und wie sie sich dafür organisieren können, insgesamt deutlich bessere Studienleistungen zeigen und viel seltener das Studium abbrechen als Studierende ohne solche angeleitete Gruppenerfahrungen. 

Im Kern geht es bei den Gruppencoachings also darum, Studienanfänger*innen dabei zu helfen, sich über die eigenen Ziele und Träume klarer zu werden und in der Anfangsphase des Studiums, die noch wenig mit dem eigentlichen Studienfach zu tun hat, die Orientierung und Motivation zu behalten. Es geht darum, das selbstgesteuerte Lernen zu lernen und Spaß am Studieren in der Gruppe zu wecken. 


Was lässt sich mit den erworbenen Fähigkeiten als Coach anfangen?

Die durch die Coaching-Ausbildung erworbenen Fähigkeiten der Gesprächsführung, Fragetechniken, Gruppenleitung sowie Begleitung im persönlichen Entwicklungsprozess der Studierenden werden auch für eine künftige Führungsfunktion benötigt. Sie unterstützen außerdem den eigenen Erfolg und die eigene Motivation im Studium bzw. in der Promotion sehr deutlich.

Das Zertifikat kann für eine spätere Bewerbung im Wettbewerb mit anderen Berufseinsteiger*innen um den "Traumjob" einen großen Vorteil bringen, da es das fachliche Profil des Studiums noch durch eine ganz andere Facette ergänzt, die von Personalverantwortlichen der Firmen sehr geschätzt wird. Wer in der Wissenschaft bleiben will, hat dadurch wichtige Kompetenzen für die spätere Lehre erworben.

Für Sächsische Landesstipendiat*innen kann das Ausbildungsprogramm zum Gruppencoach für Studierende als Lehräquivalent angerechnet werden.


Wer kann an der Ausbildung zum Gruppencoach teilnehmen?

  • Masterstudierende bzw. Studierende im Hauptstudium eines Diplomstudienganges
  • Promovierende
  • Bachelor-Studierende mit guten bzw. sehr guten Leistungen, frühestens ab dem 4. Semester

Gibt es Credits für die Teilnahme?

Vom zeitlichen Umfang entspricht die Ausbildung zum Gruppencoach für Studierende einem Zeitäquivalent von 6 LP (ECTS), das auch auf dem Zertifikat bescheinigt werden kann. 

Ob diese LP für den eigenen Studiengang angerechnet werden können, hängt davon ab, ob und in welchem Umfang in deinem Studiengang Wahlmodule der überfachlichen Qualifizierung (wie z.B. aus dem Studium Generale) anrechenbar sind. Bitte schau in die Studienordnung deines Studiengangs.

Promovierende der Fakultäten 3 und 5 können die erworbenen Credits entsprechend der Regelungen ihrer Fakultäten für den ERsatz des Rigorosums mit einbringen.

Der wirkliche Mehrwert der Coaching-Ausbildung liegt vor allem im breiten Komeptenzgewinn und der Freude, die entsteht beim gemeinsamen Einsatz für die neuen Studierenden, die aus der Coronazeit am Gymnasium neu an unsere Universität kommen - ohne dabei selbst am Ende einem Prüfungsstress ausgesetzt zu sein.


Wie ist die Ausbildung zum Gruppen-Coach für Studierende angebunden?

Die Coaching-Ausbildung ist Teil des Forschungsprojektes D!RECTION, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Die Projektleitung hat Univ.-Prof. Simone Kauffeld, Institut für Arbeits-, Organisations- und Sozialpsychologie der TU Braunschweig. Dr. Kristina Wopat und Dr. Theresa Wand von der GraFA unserer Universität sind als Kooperationspartnerinnen in diesem Projekt aktiv.

Ergänzend zur eigentlichen Coaching-Ausbildung wird im D1RECTION - Projekt erforscht, wie sich die Coachings auf den Studienerfolg der Teilnehmer*innen auswirkt.


Wie wird ausgewählt, wer teilnehmen darf?

Die Plätze werden nach dem Windhund-Prinzip vergeben: Wer sich zuerst anmeldet, hat seinen Platz sicher.

Falls es mehr Anmeldungen als Plätze gibt, erstellen wir eine Warteliste. Die Studierenden der Warteliste können zunächst an der sogenannten Warte-Kontrollgruppe teilnehmen, das heißt sie dürfen dann an Befragungen teilnehmen (was auch sehr interessant sein kann) und dürfen dann ein Semester später an der Coaching-Ausbildung teilnehmen.

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