Habilitation

Die Habilitation ist die Anerkennung einer besonderen Befähigung für selbstständige Forschung und Lehre in einem bestimmten Fach oder Fachgebiet (Lehrbefähigung). Um habilitieren zu können, muss man den Doktorgrad erworben haben und eine wissenschaftliche Tätigkeit nach der Promotion in dem Fachgebiet nachweisen, für das die Habilitation angestrebt wird.

Nach einer erfolgreichen Habilitation wird der Grad eines habilitierten Doktors der entsprechenden Fakultät verliehen. Der Doktorgrad erhält den Zusatz „habil.“.

 


 

Habilitationsleistungen

  • Habilitationsschrift
  • Wissenschaftlicher Vortrag mit anschließendem Kolloquium – das Thema sollte sich vom Inhalt der Habilitationsschrift unterscheiden
  • Probevorlesung (Lehrveranstaltung mit Diskurscharakter) zum Nachweis der Eignung für die Lehre – das Thema sollte sich vom Inhalt der Habilitationsschrift unterscheiden

 

Habilitationsverfahren

  1. Den Antrag auf Zulassung zum Habilitationsverfahren stellen Sie im Promotionsamt. (Die neben der Habilitationsschrift einzureichenden Unterlagen sind im §4 der Habilitationsordnung benannt.) Ihre Unterlagen werden an den fachlich zuständigen Fakultätsrat weitergeleitet.
  2. Nachdem der Fakultätsrat die Zulassung zur Habilitation beschlossen und das Verfahren eröffnet hat, werden von ihm die Gutachter/innen bestellt.
  3. Wenn die schriftlichen Gutachten vorliegen, erfolgt für einen Zeitraum von 14 Tagen die Auslage der Habilitationsschrift und der Gutachten im Dekanat der zuständigen Fakultät zur Einsichtnahme durch die Hochschullehrer und habilitierten Wissenschaftler unserer Universität. Diese haben das Recht, bis 7 Tagen nach Ende der Auslage ihre schriftliche Meinung (Voten) zu äußern.
  4. Die Einschätzung der Habilitationsleistung erfolgt auf der Grundlage der Empfehlungen der Gutachter/innen und eventuell vorliegender Voten sowie des eigenen Standpunktes der Mitglieder der Habilitationskommission.
  5. Der Fakultätsrat setzt die Habilitationskommission ein und legt das Vortragsthema und das Thema der Probevorlesung fest.
  6. Es gibt keine qualitative Bewertung der Gesamtleistung. Das Habilitationsverfahren wird nur mit „bestanden“ oder „nicht bestanden“ bewertet.
  7. Die Habilitationsschrift muss innerhalb eines Jahres veröffentlicht werden. Die verschiedenen Möglichkeiten einer Veröffentlichung sind im §13 der Habilitationsordnung näher beschrieben.
  8. Nachdem die Habilitationsschrift der wissenschaftlichen Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde, erhält die Habilitandin /der Habilitand die Habilitationsurkunde und kann den akademischen Grad eines habilitierten Doktors tragen. Die Lehrbefähigung wird zuerkannt. Auf Antrag der Habilitandin/des Habilitanden kann die Lehrbefugnis erteilt werden.