Mineralogische Kostbarkeiten aus Russland und Kasachstan

Sonderausstellung "Mineralogische Kostbarkeiten aus Russland und Kasachstan" bis zum 31. Juli 2005

Mit einem überwältigenden Besucheransturm eröffnete am 21. Mai die erste Mineralienausstellung im Schloss Freudenstein. Schätzungsweise drei- bis vierhundert neugierige Menschen bestaunten ab 14.30 Uhr die ersten Mineralstufen aus der an die TU Bergakademie Freiberg gestifteten Schweizer Privatsammlung.

Gezeigt werden im Schlosskeller anlässlich des Freiberger Forums "Deutsch-russische Wissenschaftsbeziehungen in Vergangenheit und Zukunft" etwa zweihundertfünfzig ausgewählte Minerale von hervorragender Qualität aus Russland und Kasachstan. In insgesamt sechzehn Vitrinen befinden sich visuell und zugleich mineralogisch interessante Stufen aus Sibirien, dem Ural und Dal'negorsk in Russland sowie aus Rudnyj, Karaoba und Akcatau in Kasachstan. Vor allem die acht ausgestellten Großstufen erregten die Aufmerksamkeit der Besucher am Eröffnungstag. Der Schlosskeller mit seiner alten Gewölbemauerung und der indirekten Beleuchtung bietet das ideale Ambiente für mineralogische Besonderheiten wie Pearceit, den gelblich-grünen Datolith, Ilvait oder Cosalit. Aber auch weniger spezielle Minerale ziehen die Besucher schlicht durch ihre Größe, Farbe und ästhetische Perfektion in ihren Bann. So können gediegen Gold und Silber, Diamant, Bergkristall, Calcit oder Fluorit in teils außergewöhnlichen Formen und Größen bewundert werden.

Neben den eigentlichen mineralogischen Kostbarkeiten beinhaltet die Ausstellung auch sechs Schautafeln, die einen Überblick über die Fundstellen der Minerale sowie deren unterschiedliche geologische Entstehung geben. Im Eingangsbereich werden Fotografien von Dr. med. Georg Kern gezeigt, der faszinierende, gemäldeartige Aufnahmen von Achaten anfertigte und für diesen besonderen Anlass zur Verfügung stellte.

Die Ausstellung wird vom Freiberger Förderverein Himmelfahrt Fundgrube e.V. betreut, der u.a. die Alte Elisabeth und die Reiche Zeche touristisch betreibt. Noch bis zum 31. Juli 2005, Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 17.00 Uhr sowie donnerstags von 10.00 bis 19.00 Uhr, sind die mineralogischen Kostbarkeiten zu besichtigen. Der Eintritt ist frei, der Zugang zum Kellergewölbe erfolgt über den ehemaligen Restauranteingang "Schlosskeller" vom Park aus.

Nach dem Ende der Ausstellung wird im Schlosskeller ein Infopunkt über die Bautätigkeiten am Schloss eingerichtet. Ein Viertel der dafür genutzten Fläche steht aber auch weiterhin der neuen mineralogischen Sammlung zur Verfügung, auch wenn wohl bis zur vollständigen Schloss-Sanierung 2008 an dieser besonderen Stelle keine so umfangreiche Sammlungspräsentation mehr stattfinden wird. Aus diesem Grund erscheint es äußerst lohnenswert, sich einen kleinen Vorgeschmack auf die ab 2008 dauerhaft im Schloss ausgestellte Sammlung zu holen und mit Staunen über die Wunder der Natur auf diesen für Freiberg so besonderen Termin zu warten.

Fotos von einigen Ausstellungsstücken

Topas, Lepidolith, Orthoklas und Cleavelandit, Mursinka, mittlerer Ural, Russland, 10x7x6 cm
Cosalit,Quarz, Karaoba, Kasachstan, 9x8x6 cm
Scheelit, Kassiterit, Quarz, Tenkergin, Sibirien, Russland, 9x9x6 cm
Quarz Varietät Amethyst, Kedon, Sibirien, Russland, 7x6x4 cm
Quarz, Dal'negorsk, Ferner Osten, Russland, 16x14x12 cm
 	Calcit, Ilvait, Dal'negorsk, Ferner Osten, Russland, 15x14x12 cm
Datolith, Dal'negorsk, Ferner Osten, Russland, 16x16x9 cm
Beryll Varietät Smaragd, Malyschewo, mittlerer Ural, Russland, 12x8x3 cm

Fotos: René Köhler

Ansprechpartner

Dipl.-Min. Andreas Massanek, Tel.: +49 3731 39-2001
weitere Informationen unter E-Mail: Andreas [dot] Massanekatgeosamm [dot] tu-freiberg [dot] de