Duplikat von Äussere-Kennzeichen-Sammlung von Abraham Gottlob Werner

DFG-Geschäftszeichen: HE 3015/5-1                                                                         Projektlaufzeit: 1.02.2013 - 31.01.2016                                             

Antragsteller:                                                                                                             Prof. Dr. rer. nat. habil. Gerhard Heide                                                                        Dipl.-Min. Andreas Massanek                                                                                      Projektbearbeitung: Dipl.-Krist. Beata Heide     

 

Projekttehema:                                                                                            Aufbau eines webbasierten Systems zur Erschließung, Digitalisierung und Visualisierung der Äußeren-Kennzeichen-Sammlung von Abraham Gottlob Werner an der TU Bergakademie Freiberg

 

Die Kennzeichensammlung ist eine wissenschaftshistorisch wertvolle, thematische Teilkollektion innerhalb der mineralogischen Sammlung von Abraham Gottlob Werner (1749-1817), der von 1775 bis 1817 Professor für Mineralogie, Geologie und Bergbau an der Bergakademie Freiberg war. Noch als Student veröffentlichte er in Leipzig im Jahr 1774 sein Werk „Von den äußerlichen Kennzeichen der Fossilien“, das erste umfassende systematische Mineralbestimmungsbuch. Es ermöglichte die genaue Bestimmung und Beschreibung der damals bekannten Minerale nach ihren äußeren Eigenschaften. Um seinen Studenten und ihn besuchenden Fachleuten die äußeren Kennzeichen der Minerale an beispielhaften Belegen demonstrieren zu können, legte Werner die Kennzeichensammlung an.

Zu dieser historischen Sammlung zählen heute ca. 650 Minerale, Gesteine und Fossilien, die durch 249 Farbtafeln aus Meißner Porzellan mit Farbaufstrich und ca. 1000 Kristallmodelle ergänzt werden. Zur Kennzeichen-Sammlung existiert ein handschriftlicher Katalog von 1823 und eine Zettelkartei aus der Mitte des 20. Jahrhunderts. Die Farbtafeln und Kristallmodelle sind ohne Nummerierung im Anhang des Kataloges aufgeführt. Die Eintragung des Mineralnamens richtete sich nach der zur Zeit der Erfassung gültigen Mineralbezeichnung. Über diese Grunderfassung hinausgehende Arbeiten wie Fotodokumentation, Erfassung von Abmessungen und Gewicht, Digitalisierung von Etiketten, Recherche von Mineral- und Ortsbezeichnungen und Georeferenzierung von Fundpunkten sind Gegenstand des Projektes. Die Fundorte sollen auf einer Karte dargestellt werden. Bei flächenbezogenen Anfragen seitens der Nutzer soll eine Zuordnung der Daten zu regionalen Einheiten automatisch veranlasst werden. Ziel ist es, die Sammlung für einen breiten Nutzerkreis zu erschließen und in digitaler Form zugänglich zu machen. Die Datenbank soll die Daten öffentlich zur Verfügung stellen.

Das Projekt „Aufbau eines webbasierten Systems zur Erschließung, Digitalisierung und Visualisierung des Bestandes der historischen mineralogischen Kennzeichen-Sammlung von Abraham Gottlob Werner an der TU Bergakademie Freiberg (HE 3015/5-1)“ wird im Rahmen der Ausschreibung „Erschließung und Digitalisierung von objektbezogenen wissenschaftlichen Sammlungen“ von Februar 2013 bis Januar 2016 von der DFG gefördert.

 

Stand der Digitalisierung (Februar 2015):

249 Porzellantafeln, ca. 140 Minerale, Gesteine, Fossilien, ca. 120 Kristallmodelle, tabellarische Erfassung von weiteren ca. 800 Kristallmodellen

Die digitalisierten Objekte sind auf Anfrage zugänglich, da sich die Datenbank z. Zt. noch in der Entwicklung befindet.