Bohrlochgeophysik

Die Vorlesungen und Übungen zur LV Bohrlochgeophysik vermitteln grundlegende Kenntnisse zur Aufnahme, Bearbeitung und Interpretation von geophysikalischen Bohrlochmessungen. Neben Sonden zur Bestimmung der Bohrlochgeometrie liegt der Schwerpunkt auf elektrischen, magnetischen, nuklearen und seismischen Bohrlochmessverfahren. Dabei werden  elementare  physikalische und petrophysikalische Grundlagen, der apparative Sondenaufbau und die Datenerfassung bzw. - aufbereitung erläutert. Die Interpretation von geophysikalischen Bohrlochmessungen beinhaltet die lithologische Gliederung des Bohrprofils und die Bestimmung von Gesteinskennwerten. Ausgehend von einfachen Gesteinsmodellen wird die Ableitung von Lagerstättenparametern (Porosität, Sättigungsverhältnisse, Permeabilität) aus den geophysikalischen Bohrlochdaten diskutiert.

Gliederung der Vorlesung
 
  1. Gegenstand und Anwendungsbereiche der Bohrlochgeophysik,
  2. Bohrlochmesstechnik,
  3. Bohrlochmessverfahren,
  4. Bearbeitung und Interpretation von geophysikalischen Bohrlochmessungen,
  5. Anwendungsbeispiele.
Praktika und Übungen
  1. Durchführung einer geophysikalischen Bohrlochmessung mit der digitalen Bohrlochapparatur Geologging (Fa. Robertson, GB) auf dem Institutsgelände (Bohrung: FG-3, Gestein: Innerer Freiberger Graugneis, Sonde: elektrische Sonde ELGG),
  2. Bearbeitung, Darstellung und integrierende Interpretation von Bohrlochmessungen in der Bohrung FG-3 (Bohrlochgeometrie, Spülungseigenschaften, Lithologie und Kennwertsituation),
  3. Elektrische Messungen am Modelltrog,
  4. Messung der natürlichen Gamma-Strahlung am Modelltrog,
  5. Gamma-Gamma- und Neutron-Neutron-Messung in einer Sondierungsbohrung,
  6. Bearbeitung und Interpretation von Bohrlochmessungen in einer Braunkohlenbohrung bzw. einer Bohrung in oberflächennahen Lockersedimenten.
PVL: Erfolgreiche Anfertigung von Protokollen zu Praktika und Übungen,
Klausur: 90 min.

Material zur LV Bohrlochgeophysik:

Vorlesung:

 

Praktikum: