Was vereinigt beide?

Geophysik und Geoinformatik

Beide sind unzertrennlich

Stellen Sie sich vor, Sie möchten eine Erdöllagerstätte erschließen und abbauen. Was müssen Sie tun?

Bevor Sie mit der Erkundung einer Erdöllagerstätte anfangen, werten Sie erst einmal Daten aus verschiedenen Erdölregionen statistisch aus. So können Sie erkennen, ob es sich überhaupt lohnt, mit der Erkundung in einem bestimmten Gebiet anzufangen - eine Arbeit aus der Sparte der Geoinformatik.

Haben Sie ein geeignetes Erkundungsgebiet gefunden, sind geophysikalische Untersuchungen gefragt: Sie schauen nach, ob es im Untergrund Strukturen gibt, die wie Erdölfallen aussehen. Meistens werden dazu seismische Methoden verwendet.

In Bohrlöchern werden geophysikalische Messsonden herabgelassen, mit denen vor allem die Porosität der erdölführenden Gesteine bestimmt wird.
Kennen Sie das Gesteinsvolumen, die Porosität und den Grad der Sättigung mit Erdöl, können Sie die Größe der Lagerstätte berechnen und entscheiden, ob sich der Abbau lohnt.

Zur Abbaukontrolle wird der Prozess der Erdölströmung physikalisch am Computer modelliert, um folgende Fragen zu beantworten:

Welcher Ausbeutungsplan ist der beste?

Wie groß ist die optimale Fördermenge?

Wie groß ist der optimale Sondenabstand?

Wie Sie sehen lassen sich Geophysik und Geoinformatik gar nicht voneinander trennen. Wenn Sie sich für den Bachelorstudiengang Geoinformatik und Geophysik entscheiden, erhalten Sie also eine gute Qualifikation, um später in der modernen Rohstoffindustrie arbeiten zu können.